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Europa League Leverkusen lässt zu viele Chancen aus

Leverkusen hat genug Torgelegenheiten, aber Benfica trifft besser: Nach der Niederlage in Lissabon ist die Europapokal-Saison für Bayer beendet. Auch weil Stefan Kießling international nicht so trifft wie in der Bundesliga.

© dpa Vergrößern Ratlos: Der Bundesliga-“Serientäter“ Stefan Kießling lässt in Lissabon zahlreiche Chancen aus

Viel probiert, nichts erreicht - für Bayer Leverkusen ist nach einem Spiel der verpassten Chancen der Trip über Europas Fußball-Plätze vorzeitig beendet. Eine Woche nach dem 0:1 vor eigenem Publikum verlor die Werkself am Donnerstagabend auch das Rückspiel in der Zwischenrunde der Europa League bei Benfica Lissabon mit 1:2 (0:0). Vor 42 000 Zuschauer im Estadio da Luz war der Treffer von Andre Schürrle in der 75. Minute zu wenig für den Bundesliga-Dritten, der an seiner Abschlussschwäche scheiterte und zudem Pech bei zwei Pfostenschüssen beklagte. Ola John (60.) und Nemanja Matic (77.) trafen für die Portugiesen, die wie vor 19 Jahren im Europacup-Duell mit Bayer die Oberhand behielten.

Die Partie entwickelte sich bei angenehmen Temperaturen zu dem von Bayer erwarteten Geduldsspiel. Obwohl die Werkself das Spiel die meiste Zeit bestimmte, gelang es zu selten, Lücken in der Abwehr der Portugiesen zu finden. Liga-Toptorjäger Stefan Kießling rieb sich in vielen Zweikämpfen auf und hatte zudem Pech mit einem Schuss ans Gestänge. Auch Schürrle scheiterte an der Torumrandung. Weitgehend sicher stand immerhin die Defensive. Der im Hinspiel als Torschütze erfolgreiche Oscar Cardozo machte gegen seinen Bewacher Ömer Toprak kaum einen Stich.

Mit Elan und Biss machte sich Leverkusen an die schwierige Aufgabe, den Rückstand aus dem Hinspiel aufzuholen. Schon in der 3. Minute setzte Schürrle das erste offensive Achtungszeichen, doch Benfica-Torhüter Artur konnte einen frühen Rückstand für den portugiesischen Rekordmeister verhindern. Wenig später beklagte Bayer einmal mehr in dieser Saison fehlendes Glück, als der von Daniel Carvajal in Szene gesetzte Kießling aus kurzer Distanz nur den Pfosten traf (12.). Die Werkself bestimmte die Partie in der Anfangsphase fast im Stile einer Heimmannschaft.

Der Schwung bei den Gästen ebbte allerdings rasch ab, Benfica gelang es sich zu befreien und selbst erfolgversprechende Angriffe zu inszenieren. In der 16. Minute bewahrte Bayer-Keeper Bernd Leno seine Mannschaft beim Kopfball von Nicolas Gaitan reaktionsschnell vor einem Gegentor. Während die Portugiesen allmählich die Spielkontrolle übernahmen, ging bei den Leverkusenern die Passsicherheit im Aufbau immer mehr verloren. Erst in der Schlussphase der ersten 45 Minuten berappelte sich die Elf von Cheftrainer Sascha Lewandowski wieder - und hatte erneut Pech im Abschluss. Diesmal traf Schürrle mit einem Schuss aus spitzem Winkel das Torgestänge.

Nach einer Stunde Spielzeit tobten die Benfica-Anhänger, als Ola John auf dem linken Flügel Gonzalo Castro austanzte und den Ball aus spitzem Winkel unhaltbar für Leno in die lange Torecke schlenzte. Dem möglichen Ausgleich stand in der 63. Minute beim Volleyschuss von Rolfes erneut Artur im Wege. Eine Viertelstunde vor Schluss keimte bei Bayer nach Schürrles Volleyschuss zum 1:1 noch einmal Hoffnung auf, doch nur zwei Minuten später machte Matic diese mit seinem Kopfballtreffer zum 2:1 wieder zunichte.

Benfica Lissabon - Bayer Leverkusen 2:1 (0:0)

Benfica Lissabon: Artur - André Almeida, Luisão, Garay, Melgarejo - Carlos Martins (53. Salvio), Matic, Gaitán - Pérez, Cardozo (64. Lima), John (90.+4 Jardel)
Bayer Leverkusen: Leno - Carvajal, Wollscheid, Toprak, Boenisch - Bender (57. Hegeler), Reinartz (74. Milik), Rolfes - Castro, Schürrle, Kießling
Schiedsrichter: Kralovec (Tschechien)
Zuschauer: 42 000
Tore: 1:0 John (60.), 1:1 Schürrle (75.), 2:1 Matic (77.)
Gelbe Karten: John, Matic, Pérez / Bender, Carvajal

Quelle: DPA

 
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