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Europa League Juve bangt um „Finale in casa“

Der italienische Meister erlebt bei Benfica Lissabon sein blaues Wunder und verliert das Hinspiel mit 1:2. Auch ein Deutscher hat Grund zum Jubeln: Marko Marin gewinnt mit Sevilla das spanische Duell gegen Valencia.

© AFP Vergrößern Beim Gegentor zu spät, hier souverän: Turins Chiellini gegen den Spanier Rodrigo

Juventus Turin muss in der Europa League nach einem späten Rückschlag um das erträumte „Finale in casa“ zittern. Der italienische Fußball-Rekordmeister verlor am Donnerstagabend das Halbfinal-Hinspiel bei Portugals Meister Benfica Lissabon nach phasenweise schwacher Leistung mit 1:2 (0:1).

Damit braucht Juve im Rückspiel in einer Woche eine deutliche Steigerung, um das Endspiel am 14. Mai im heimischen Stadion zu erreichen. Ezequiel Garay nach 116 Sekunden mit dem zweitschnellsten Tor dieser Saison in der Europa League und Lima (84. Minute) lassen Benfica wie vor einem Jahr auf den Finaleinzug hoffen. Juves Carlos Tévez (73.) beendete seine Torflaute auf europäischer Club-Bühne seit mehr als fünf Jahren.

Beste Karten besitzt auch der FC Sevilla. Mit dem eingewechselten Marko Marin gewann der Fünfte der Primera Division das erste spanische Duell mit dem FC Valencia hochverdient mit 2:0 (2:0). Der Sieg hätte nach dem klaren Abseitstor von Stephane Mbia (33.) und Carlos Bacca (36.) noch deutlich höher ausfallen können.

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Vier Tage nach den Feiern zur 33. portugiesischen Meisterschaft präsentierte sich Benfica von Beginn an hochkonzentriert - und düpierte direkt die Juve-Abwehr mit einfachen Mitteln. Nach einer Ecke von Miralem Sulejmani setzte sich der argentinische Nationalspieler Garay von seinem Gegenspieler Giorgio Chiellini ab. Den tückischen Kopfball konnte Torwart-Routinier Gianluigi Buffon nur noch ins eigene Netz lenken.

Auf der Gegenseite vergab Tévez die erste Mini-Chance für Turin (14.), in der zweiten Halbzeit jubelte der Argentinier befreit auf. Es war sein erster Treffer seit dem 7. April 2009 in der Champions League für Manchester United gegen den FC Porto. Doch Lima sorgte mit einem fulminanten Schuss unter die Latte wieder für die Wende.

Damit bleibt Benfica auch im 18. Europa-League-Heimspiel ungeschlagen, 2013 hatte die Mannschaft von Trainer Jorge Jesus das Finale gegen den FC Chelsea verloren. Für Juve war es die erste Saison-Niederlage in diesem europäischen Wettbewerb.

Sevilla FC vs Valencia CF © dpa Vergrößern Valencias Sofiane Feghouli (rechts) hat im Ringkampf mit Daniel Carrico das Nachsehen

Wie erwartet verzichtete Sevilla-Coach Unai Emery zu Beginn auf die beiden deutschen Mittelfeldspieler Marin und Piotr Trochowski, stattdessen führte abermals der frühere Schalker Ivan Rakitic erfolgreich Regie. Nach mäßiger Anfangsphase brauchte der zweimalige UEFA-Cup-Sieger aber kräftige Unterstützung für die Führung: Bei der Kopfballverlängerung von Daniel Carriço stand Mbia deutlich im Abseits, weshalb die Heimfans auch noch etwas zurückhaltend seinen feinen Hackentrick bejubelten.

Spätestens drei Minuten später feierten die Zuschauer im Estadio Ramón Sánchez-Pizjuán endgültig ausgelassen: Nach Zusammenspiel mit Vitolo erzielte Bacca sein viertes Saisontor im zweitklassigen europäischen Wettbewerb. In der 59. Minute kam Marin für José Antonio Reyes und konnte offensiv noch einige Akzente setzen.

Benfica vs Juventus © dpa Vergrößern Den Adler auf dem Schädel: Ein Benfica-Anhänger mit Wettkampfbemalung

Quelle: FAZ.NET/dpa

 
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