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Europa League Der lange Weg nach Hamburg

09.07.2009 ·  Während die etablierten Teams erst mit der Vorbereitung auf die neue Saison begonnen haben, stecken die exotischen Mannschaften von den fußballerischen Rändern Europas schon mitten drin in der Qualifikation zur Europa League.

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Während die etablierten Teams gerade erst mit der Vorbereitung auf die neue Saison begonnen haben, stecken die exotischen Mannschaften von den fußballerischen Rändern Europas schon mitten drin in der Qualifikation zur Europa League. Die erste Runde in dem neu geschaffenen Marathon-Wettbewerb, der der legitime Nachfolger des Uefa-Cups ist, wurde an den ersten beiden Donnerstagen des Julis ausgetragen.

46 Mannschaften vornehmlich aus dem Südosten und Nordwesten des alten Kontinents, deren Namen selbst Fußballkennern nicht unbedingt geläufig sind (siehe: Interaktives Quiz: Sind Sie ein Europa-Fußball-Experte? (2)) haben dabei Kurs auf Hamburg genommen, wo am 12. Mai 2010 das Finale ausgetragen wird. Es ist allerdings nicht zu erwarten, dass die 23 Sieger der ersten Runde, sei es nun Dinaburg Daugavpils (Lettland), das sich mit 2:1 und 0:0 gegen JK Kalju Nõmme (Estland) durchsetzte, oder der georgische Spitzenklub Olimpi Rustawi, der B36 Tórshavn (Färöer) mit zwei 2:0-Siegen auf Distanz hielt, sich bis in die Gruppenphase des Wettbewerbs durchschlagen können. Den höchsten Gesamtsieg der ersten Runde feierte der FC Sestaponi (ebenfalls Georgien), der die nordirischen Schnapsbrenner von Lisburn Distillery mit 5:1 und 6:0 unter den Tisch spielte (weitere Resultate: siehe Alle Ergebnisse der Europa League).

Ochsentour durch den europäischen Sommer

Schon in den kommenden beiden Wochen (16. und 23. Juli) stehen die 40 Spiele der zweiten Qualifikationsrunde an, zu denen neben den 23 glücklichen Siegern vom unteren Rand des europäischen Fußball-Tableaus weitere 57 Teams hinzustoßen, die einen etwas besseren Uefa-Koeffizieten aufweisen. In diesem Takt geht es dann munter weiter auf der Ochsentour durch Europa, denn die dritte Qualifikationsrunde ist für den 30. Juli und den 6. August terminiert.

Hier wird dann übrigens schon der Hamburger SV dazu stoßen. Irgendwie peinlich für den Ausrichter des Endspiels, denn der norddeutsche Konkurrent von Werder Bremen und sogar Hertha BSC Berlin sind schon für die vierte Phase (20. und 27. August) gesetzt, die zwecks besserer Vermarktung „Play-Off-Runde genannt“ wird.

Die Europa League beginnt erst danach mit 48 Teams, die in zwölf Vierergruppen in einer länglichen Gruppenphase mit Hin- und Rückspielen 24 Mannschaften ausspielen. Dazu stoßen noch die acht Dritten aus der Gruppenphase der Champions League. Und dann, es ist mittlerweile Februar, beginnen endlich die entscheidenden K.o.-Runden. Der Sieger des Ganzen wird schließlich im Mai gekürt - und vermutlich wird es ein aus der Champions League abgestiegener Klub aus dem Fußball-Establishment sein. Die Exoten dürfen sich dann schon wieder für die neue Vorrunde warmspielen.

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