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EM-Kartenverkauf „Gigantischer“ Ansturm führt zum Zusammenbruch

15.01.2008 ·  „Wir stehen vor einer unlösbaren Aufgabe“, sagte DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach nach dem ersten Ansturm auf die 14.400 frei verkäuflichen Tickets für die Vorrundenspiele der deutschen Nationalelf. Fast 400.000 Bestellungen gingen in den ersten Stunden ein.

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Das System brach kurzzeitig zusammen, die Nachfrage übertraf das Angebot binnen weniger Minuten: Der Start der Bestellphase für die 14.400 freiverkäuflichen Tickets für die Vorrundenspiele der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der EURO in Österreich und der Schweiz hat einen riesigen Run ausgelöst.

Bereits in den ersten fünf Stunden nach Öffnung des Ticketportals am Dienstagmorgen um 10.00 Uhr gingen auf der Internetseite des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) Bestellungen von 36.455 Fans für sage und schreibe 388.919 Eintrittskarten ein.

„Man kann einem nackten Mann nicht in die Tasche packen“

„Diese erste Resonanz beweist, dass wir vor einer unlösbaren Aufgabe stehen. Vermutlich werden wir schon in den nächsten Tagen die Millionen-Grenze überschreiten“, sagte DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach. Und ergänzte: „Auch unser internes Kontingent für unsere Gremien, die Bundesliga-Vereine, die Landesverbände, die Sponsoren und die Nationalspieler reicht hinten und vorne nicht. Das Grundproblem bleibt die Kapazität.“

Allerdings habe man mit dem großen Andrang gerechnet. „Denn rund um die deutsche Nationalmannschaft herrscht derzeit eine unglaubliche Begeisterung“, betonte Niersbach. „Ich weiß auch, dass es große Enttäuschungen geben wird. Die, die kein Glück bei der Verlosung der Tickets haben, tun mir auch sehr leid. Aber man kann einem nackten Mann nicht in die Tasche packen“, hatte DFB-Chef Theo Zwanziger schon vor dem Startschuss zur Ticketlotterie mit Blick auf die von der Uefa festgelegten Ticket-Kontingente für die Nationalverbände gesagt.

Warnung vor Schwarzmarkt

Der DFB-Präsident vertröstete die Fans, die bei der Ende Februar stattfindenden Zuteilung leer ausgehen, auf Tauschbörsen. Allerdings wurde auch jetzt schon wie seinerzeit bei der WM vor Schwarzmarkt-Tickets gewarnt, da auch die EM-Karten wieder personalisiert sind.

Insgesamt bekam der DFB von der Uefa für die EM-Spiele gegen Polen (8. Juni) und Kroatien (12. Juni) sowie Mit-Gastgeber Österreich (16. Juni) 21.765 Karten. Im Einzelnen: Für die ersten beiden Partien im Wörthersee-Stadion Klagenfurt (Kapazität 30 000 Plätze) jeweils 5722 Karten, für das dritte Vorrundenspiel im Wiener Ernst-Happel-Stadion (50 000) 10 321. 7 365 Tickets aus dem Vorrunden-Kontingent will der DFB intern verteilen.

Preise von 45 bis 550 Euro

Sollte die deutsche Mannschaft die Gruppenphase überstehen und ins Viertel- und Halbfinale sowie letztlich ins Endspiel einziehen, werden dem DFB weitere 22 000 Karten zugeteilt. Auch dann gilt: Etwa 70 Prozent gelangen in den öffentlichen, die restlichen 30 Prozent in den internen Verkauf. Die Preise der Karten reichen von 45 bis 550 Euro (Top-Kategorie beim Endspiel in Wien).

„Wir wussten, dass viele der Fans möglichst schnell Tickets haben wollen, obwohl auch diejenigen, die im Februar bestellen, die gleichen Chancen haben“, betonte der beim DFB für die elektronischen Medien zuständige Uli Voigt und sprach von einem „gigantischen Ansturm“. Auch der in fetten Lettern auf der Eingangsseite zu den Ticketbestellungen stehende Hinweis, dass es keinen Unterschied mache, „ob Sie sich zu Beginn oder am Ende der Phase registrieren“ lassen, hielt die Fans nicht davon ab, so früh wie möglich ihre Order abzugeben.

Geschlossen wird das Ticketportal in der Nacht zum 13. Februar um Mitternacht. Die Chancen auf einen Hauptgewinn bleiben bis dahin gleich: Denn unter allen Bewerbern entscheidet unter notarieller Aufsicht das Los.

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