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Einzelkritik Punktsieger Kyrgiakos, Pechvogel Amanatidis

20.10.2006 ·  Die Eintracht hielt gegen spielstarke Italiener kämpferisch dagegen. Kyrgiakos hatte den einzigen Gästestürmer im Griff, doch das Offensivspiel lahmte. Die Eintracht-Spieler in der FAZ.NET-Einzelkritik.

Von Bernhard Böth, Frankfurt
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Die Eintracht hielt im Uefa-Pokal gegen spielstarke Italiener beim 1:2 kämpferisch dagegen (Siehe auch: Frankfurt gegen Palermo 1:2: Manchmal gewinnt der Cleverere). Der Grieche Kyrgiakos hatte den einzigen Gästestürmer Caracciolo im Griff, doch das Offensivspiel der Hessen lahmte. Die Eintracht-Spieler in der FAZ.NET-Einzelkritik.

Markus Pröll: Sicherer Rückhalt, bei beiden Gegentreffern machtlos. Hielt, was er halten konnte und strahle große Ruhe aus. Vereitelte mit einem tollen Reflex eine frühere Führung der Gäste (60.). Seine Ausflüge nach vorne in den Schlußminuten blieben erfolglos.

Marko Rehmer: Der Kapitän als großer Unsicherheitsfaktor. Viele Pässe ins Leere, ließ dem Gegner zu viel Platz. Beste Szene in der 55. Minute, als er mit einem Kopfball knapp scheiterte. Wurde kurz nach einem groben Fehler (60.), der beinahe mit einem Gegentor bestraft wurde, ausgewechselt.

Sotirios Kyrgiakos: Von Beginn an präsent. Gewohnt zweikampf- und kopfballstark. Der Hüne lieferte sich heiße Duelle mit dem noch ein Stück größeren Caracciolo und ging dabei als Punktsieger vom Platz. Einschußmöglichkeit in der Nachspielzeit. Bester Frankfurter, dem seine internationale Erfahrung anzumerken war.

Aleksander Vasoski: Agierte in der Anfangsphase unsicher. Leistete sich Fehlpässe und viele kleine Fouls. Folge war eine Gelbe Karte (17.). Danach besser. Bildete mit Kyrgiakos abermals eine robuste Innenverteidigung. Wenige Vorstöße nach vorne.

Christoph Spycher: Spielte wieder auf der linken Abwehrseite in der Viererkette und ließ über 90 Minuten nichts anbrennen. Der Schweizer schaltete sich erst in der zweiten Halbzeit mehr und mehr ins Offensivspiel ein.

Benjamin Huggel: Gegen spielstarke Italiener zunächst ein souveräner Auftritt im defensiven Mittelfeld. Im zweiten Durchgang unauffälliger. Ließ vier Minuten nach der Pause Torschütze Brienza aus den Augen, der unbedrängt zum Ausgleich einschieben konnte.

Albert Streit: Sehenswerter Führungstreffer aus zwanzig Metern (45.). Der Ballverteiler war bemüht und viel unterwegs, es fehlte aber der entscheidende Paß in die Spitze. Dribbelte sich oft fest, anstatt abzuspielen oder den Torschuß zu suchen.

Alexander Meier: Hatte eine frühe Eintracht-Führung auf dem Fuß (8.). Danach unauffällig und mit wenigen Akzenten nach vorne. War phasenweise überfordert, neben Rehmer der schwächste Frankfurter. Der Taktgeber der Eintracht sucht in dieser Spielzeit noch nach seinem Rhythmus.

Benjamin Köhler: Sorgte bei Standartsituationen für Gefahr. Bemühte sich, die Fäden im Mittelfeld zu ziehen, agierte in der ersten Hälfte aber eher unauffällig. Steigerung im zweiten Durchgang. Zeigte insgesamt zu wenig nach vorne.

Ioannis Amanatidis: Blieb zunächst oft hängen und fiel eher durch kleinere Fouls auf. Sah den freigelaufenen Streit und legte mustergültig zum 1:0 kurz vor der Pause auf. Ging im zweiten Abschnitt engagierter zu Werke und hatte in der 67. Minute Pech, als er nur der Pfosten traf.

Michael Thurk: Machte zum ersten Mal durch ein Foulspiel auf sich aufmerksam (12.) und sah dafür zu Recht die Gelbe Karte. Steigerte sich im Laufe der Spielzeit, nachdem er zunächst nur halbherzig zur Sache ging. Hatte Pech, als er wegen einer vermeintlichen Abseitsposition zurückgepfiffen wurde (26.).

Patrick Ochs: Kam in der 63. Minute für Rehmer. Sorgte mit seinen ersten beiden Flankenläufen für mehr Gefahr, als von Rehmer im ganzen Spiel zuvor ausging. Engagierter Auftritt, seinen Zuspielen fehlte es mitunter an Präzision.

Michael Fink: Wurde sechs Minuten vor Schluß für Thurk eingewechselt. Wirkte bei der Schlußoffensive der Eintracht mit, ohne sich dabei in Szene setzen zu können.

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