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Veröffentlicht: 25.02.2013, 12:27 Uhr

Eichlers Eurogoals Schwanensee auf Bayrisch

Der Märchenprinz gibt sein Debüt im Prinzenpark. Messi treibt seinen unglaublichen Rekord immer höher. Und die „Schwäne“ besiegen die „Zwerghühner“ – mit einem deutschen Torwart, der zum eigenen Glück auf seine Frau gehört hat.

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© dpa Ball festgehalten, Titel gewonnen: Gerhard Tremmel erlebt sein Fußball-Märchen

Der Märchenprinz des Fußballs lief auf im Prinzenpark. Und David Beckham zeigte, dass er immer noch weiß, worauf es ankommt: im richtigen Moment im Bilde zu sein. Am Sonntag machte er sich auf den Weg von seiner Suite im Hotel Bristol, 112 rue du Fauburg Saint-Honoré, in den eiskalten „Parc des Princes“, wo er 75 Minuten lang zunächst auf der Bank Platz nahm, beobachtet von der frierenden Gattin Victoria auf der Tribüne. Dann durfte er endlich Arbeitskleidung anlegen und seine, wie er später klagte, noch gefühllos kalten kostbaren Füße für Paris St-Germain zum Einsatz bringen.

Christian Eichler Folgen:

In der Nachspielzeit gegen Olympique Marseille waren die Füße auf Betriebstemperatur gekommen. Mit Gefühl spielte er den Ball per Außenrist auf Jeremy Menez, der ihn Zlatan Ibrahimovic zum 22. Saisontreffer und zum 2:0-Endstand weiterleitete. Beckhams Restschnelligkeit reichte mit 37 Jahren noch, um die knapp zehn Meter, die ihn vom Torschützen trennten, als Erster zu überwinden. Strahlend hüpfte das Fotomodell unter den Fußballern dem grimmigen Torjäger auf die Schultern - ein perfektes Motiv für die Fotografen, ein brillantes Bild für die Vermarktungsmaschine.

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Lionel Messi kann es auch immer noch. Grund zum Aufatmen. Er hatte ja in der vergangenen Woche das Unvorstellbare Wirklichkeit werden lassen: Er hatte ein schwaches Spiel gezeigt! Und mit ihm der ganze FC Barcelona. Dass es ein Mittel gegen das beste Team und den besten Spieler der Welt gibt, hatte schon José Mourinho mit Inter Mailand vor drei Jahren im Halbfinale der Champions League gezeigt, bevor das Rezept vom FC Chelsea im vergangenen Jahr kopiert wurde. Nun griff auch der AC Mailand mit Erfolg die Idee eines modernen Catenaccio auf, mit einem eng verschiebenden Block von acht Spielern, ein Gefängnis-Block, in dem Tikitaka aus dem Takt kam.

Natürlich hatte Barcelona endlos Ballbesitz, so wie man seit Beginn der Saison 2007/08 in 343 von 345 Spielen mehr Ballbesitz als der Gegner hatte (nur nicht beim 1:4 gegen Real Madrid am 7. Mai 2008 und beim 2:1 gegen Getafe am 6. Februar 2010 – was immer da los war, vielleicht eine Kneipenwette?). Doch was hilft das, wenn der besessene Ball nicht dahin kommt, wo er soll. Beim 0:2 in Mailand kam Messi im gegnerischen Strafraum exakt einmal an die Kugel.

Alle Blicke auf die Nummer 32 Alle Blicke auf die Nummer 32 © AFP Bilderstrecke 

Zum Glück gibt es aber die spanische Liga, wo man nichts von italienischen Ideen hält, und in der kann sich Messi deutlich öfter im Strafraum herumtreiben. Gegen Sevilla traf er am Samstag zum 2:1-Endstand. Barca spielte im Schongang vor den beiden „Clásicos“ gegen Real (Dienstag im Pokal, Samstag in der Liga) etwas uninspiriert, aber sie haben ja ihre zweibeinige Torgarantie.

Es war das 15. Ligaspiel hintereinander, in dem Messi mindestens ein Tor schoss – ein unglaublicher Rekord, den er seit Wochen immer höher treibt. Selbst seine unfassbare Bestmarke von 50 Liga-Toren aus der letzten Saison dürfte nicht älter als ein Jahr werden, sollte er so weitermachen: Nach 25 Spielen kommt Messi auf 38 Treffer. 15 Teams der spanischen Liga haben weniger.

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