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Eichlers Eurogoals Dummkopf vom Dienst

Gefahren, wohin man blickt. Fußballer sind nur eine kleine Berufsgruppe, aber vermutlich diejenige mit dem größten Spektrum an dummen Verletzungen. Ein Niederländer setzt sich das jüngste Denkmal der Dämlichkeit.

© AP Nationalspieler Erik Pieters kam nach lange Pause zurück und verletzte sich gleich wieder - aus eigener Dummheit

Das Loch ist am unteren Rand großflächig blutbeschmiert. Es hat etwa die Größe eines Fußballs. Oder die Größe jenes Körperteils, das auch bei Fußballern eigentlich den Verstand enthalten sollte, in manchen Momenten aber nur ein Vakuum enthält.

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Zum Glück im Unglück hat Erik Pieters vor einer Woche ein in seinem Berufsstand weniger wichtiges Körperteil eingesetzt, also weder Kopf noch Bein, sondern den Arm, um die Scheibe in den Katakomben des Stadions in Eindhoven einzuschlagen. Das klaffende Loch ist inzwischen repariert, doch überdauert es in Fotos und Filmen als Denkmal der Dämlichkeit.

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Es sollte beim Tabellenführer der niederländischen „Eredivisie“ das große Comeback der Rückrunde werden, das des Nationalspielers Erik Pieters nach achtmonatiger Pause wegen eines Fußbruches. Dann kam alles anders. Der hohe Favorit PSV Eindhoven lag gegen den Aufsteiger PEC Zwolle mit 1:3 zurück (dem späteren Endresultat), da brannten bei Pieters die Sicherungen durch.

Er fällte einen Gegenspieler mit einer wilden Grätsche, erhielt die Rote Karte, stürmte wütend in den Kabinengang, trat vor die erste Glastür, die er fand, sie blieb heil, und schlug mit der Faust in die nächste – sie zerbrach. Der Unterarm des Außenverteidigers drang durch das Glas und wurde dabei aufgerissen.

Pieters musste sich einer sofortigen Notoperation unterziehen. Blass, den dick verbundenen Arm in einer Schlinge, entschuldigte er sich einige Tage später für seinen „schweren Blackout“. Er fällt für mindestens drei Wochen aus – und darf sich danach über eine bleibende Rolle als Dummkopf vom Dienst in den Gesängen gegnerischer Fans freuen.

Beide hatten deutlich ein Glas zu viel

Die Konkurrenz ist allerdings groß. 2005 landeten gleich zwei Kicker von Steaua Bukarest nach der 0:1-Niederlage gegen Gloria Bistrita 2005 durch Glasbruch im Krankenhaus. Victoras Jacob sah erst Rot auf dem Platz und dann auch auf dem Weg in die Kabine – er schlug vor Wut eine Scheibe ein und erlitt heftigen Blutverlust.

Nach der Partie zerstörte auch der wütende Kollege Mirel Radoi eine Scheibe – und eine Sehne in seiner Hand. Beide hatten deutlich ein Glas zu viel. Und Mario Gomez schlug beim VfB Stuttgart aus Wut über eine Knieverletzung so heftig gegen den metallenen Medizinkoffer des Arztes, dass er sich die Hand brach.

Fußballer sind nur eine kleine Berufsgruppe, aber vermutlich diejenige mit dem größten Spektrum an dämlichen Verletzungen. Und weil ihnen das nicht nur am Arbeitsplatz passiert, sind sie ein guter Indikator für Orte, die unsportlichere Menschen besser meiden sollten – zumindest wenn ein Kicker in der Nähe ist. Hier eine alphabetische Warnliste für den Alltag.

Auto: Allan Wright, kleingewachsener Abwehrspieler von Aston Villa, erlitt eine Sehnenreizung im Knie, als er versuchte, das Gaspedal seines Ferraris durchzutreten. (Er kaufte sich danach einen Rover 416). Und Charles Akonnor, VfL Wolfsburg, spielte 2001 mit der automatischen Antenne seines Autoradios herum. Sie fuhr überraschend aus und bohrte sich ihm in die Nase. Um die heftige Blutung zu stillen, nahm er ein Mittel ein, das auf der Dopingliste stand. Drei Spiele Sperre.

Bad: Alan Mullery, englischer Verteidiger, verpasste 1964 ein Länderspiel, weil er sich beim Zähneputzen den Nacken verrenkt hatte.

Oh weh: Mario Gomez (rechts) schlug einst gegen den Arztkoffer und brach sich die Hand © ddp Vergrößern Oh weh: Mario Gomez (rechts) schlug einst gegen den Arztkoffer und brach sich die Hand

Badewanne: Kevin Keegan, Star des FC Liverpool in den 70er Jahren, blieb mit seinem Zeh im Badewannenabfluss stecken. Ausfall für mehrere Spiele.

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