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Dritte Liga Karlsruhe und Bielefeld steigen auf

Der Karlsruher SC und Arminia Bielefeld kehren in die Zweite Fußball-Bundesliga zurück. Beim VfL Osnabrück reagiert Trainer Claus-Dieter Wollitz - und kündigt seinen Rücktritt an.

© dpa Vergrößern Aufstiegsjubel: Die Bielefelder Sebastian Hille (links) und Marc Lorenz

Die Fans skandierten „Nie mehr 3. Liga“ und „Oh wie ist schön“: Der Karlsruher SC und Arminia Bielefeld haben einen Spieltag vor Saisonende den Aufstieg in die 2. Fußball-Bundesliga perfekt gemacht. Der KSC sicherte sich am Samstag mit dem 1:1 (0:1) gegen Hansa Rostock ein Jahr nach dem Abstieg die sofortige Rückkehr ins Fußball-Unterhaus. Bielefeld setzte sich am vorletzten Spieltag der 3. Liga im Derby gegen den VfL Osnabrück mit 1:0 (0:0) durch und ist damit erstmals seit 2011 wieder zweitklassig. Zweitliga-Absteiger Rostock machte derweil mit dem Punktgewinn endgültig den Klassenverbleib perfekt.

Hilles Kopfball entscheidet die Partie

Karlsruhe und Bielefeld sind mit 76 Zählern punktgleich und können am letzten Spieltag nicht mehr von den ersten beiden Tabellenplätzen verdrängt werden. Osnabrück rutschte durch die Niederlage vom Relegationsplatz auf Rang vier ab und hat einen Punkt Rückstand auf den Dritten 1. FC Heidenheim. Heidenheim siegte beim 1. FC Saarbrücken mit 2:1 (2:1). Preußen Münster verlor gegen die SpVgg Unterhaching 0:3 (0:1) und kann als Fünfter aus eigener Kraft nicht mehr den Relegationsplatz erreichen.

Arminia Bielefeld - VfL Osnabrück © dpa Vergrößern Erst die Aufregung, dann der Rücktritt: Osnabrücks Trainer Claus-Dieter Wollitz

Vor 26.500 Zuschauern auf der ausverkauften Bielefelder Alm gehörte die Anfangsphase den Arminen, doch Osnabrück hielt mit zunehmender Spieldauer dagegen. In der 56. Minute war es dann jedoch soweit: Nach einer scheinbar geklärten Situation behielt Pascal Testreot die Übersicht und flankte in den Strafraum, wo sich Sebastian Hille (56.) mit einem Kopfball gegen zwei Osnabrücker durchsetzte.

Wollitz tritt zurück

Osnabrücks Trainer Claus-Dieter Wollitz erklärte wenige Minuten nach dem Abpfiff seinen Rücktritt. Auf der Pressekonferenz machte der 47-Jährige Veränderungen im Verein, mit denen er sich nicht identifizieren könne, für seinen überraschenden Schritt verantwortlich. Das Vertrauen, das er für seine Arbeit brauche, spüre er nicht mehr in der notwendigen Form, erklärte er. „Ich bin mit anderen Erwartungen nach Osnabrück gekommen. Am 30. Juni wird mein letzter Arbeitstag sein. Ich ziehe die Konsequenzen daraus, wie die Mannschaft und ich vom Präsidium begleitet worden sind“, sagte Wollitz.

Karlsruher SC ? FC Hansa Rostock © dpa Vergrößern Duell auf Augenhöhe: Der Karlsruher Koen van der Biezen (links) kann den Aufstieg, Rostocks Julian Humbert den Klassenerhalt feiern

Er wolle sich die Respektlosigkeit von handelnden Personen im Verein nicht bieten lassen. Namen nannte Wollitz aber nicht. „In Osnabrück geht es nur mit Zusammenhalt und Vertrauen, aber ich glaube, das kriegt man nicht mehr hin. Deshalb mache ich den Weg frei. Ich stehe nicht mehr zur Verfügung, auch nicht in der 2. Bundesliga. Das ist der bitterste Moment meiner Trainerlaufbahn“, erklärte der frühere Profi. Wollitz ist bei den Niedersachsen Trainer und Sportdirektor in Personalunion.

Kickers Offenbach feiern Klassenerhalt

Trotz Heimvorteils machte nicht der KSC das Spiel, sondern Hansa. Im letzten Auswärtsspiel des scheidenden Trainers Marc Fascher spielten die Rostocker mutig nach vorn. Nach einem Fehler von KSC-Keeper Dirk Orlishausen brachte Johan Plat (18.) die Hanseaten verdient in Führung. Dennis Kempe (74.) sorgte für den Ausgleich der Badener, die nach dem Abpfiff ausgelassen den Aufstieg feierten.

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Den Klassenverbleib machten neben Rostock auch Kickers Offenbach (1:0 gegen SV Wehen Wiesbaden) und die Stuttgarter Kickers (1:1 gegen den Chemnitzer FC) perfekt. Die letzten beiden Absteiger werden zwischen Borussia Dortmund II (2:2 gegen Halleschen FC), dem SV Darmstadt (4:2 gegen Rot-Weiß Erfurt) und SV Babelsberg 03 (0:4 gegen Wacker Burghausen) ermittelt. Absteiger Alemannia Aachen setzte sich gegen den VfB Stuttgart II mit 4:2 (1:0) durch und holte nach elf sieglosen Spielen in Serie seinen siebten Saisonerfolg.

Quelle: FAZ.NET/dpa

 
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