http://www.faz.net/-gtl-7499g

Die Zwanziger Jahre : Präsidiale Plaudertasche

Genug ausgeplaudert: Die Zwanziger Jahre sind vorbei Bild: dpa

Der frühere DFB-Präsident plaudert so frank und frei aus dem Nähkästchen, dass sich seine Wegbegleiter wundern müssen: Ist denn gar kein Internum sicher?

          Philipp Lahm sind seine wenigen kritischen Worte in seinem Buch „Der feine Unterschied“ sofort um die Ohren geschlagen worden. Vor allem von Rudi Völler, der sich persönlich angegriffen sah durch die literarische Beschreibung des Nationalmannschafts-Kapitäns, wie die Trainingsarbeit und die Spielvorbereitung in der DFB-Auswahl vor zehn Jahren ausgesehen habe.

          Auf Theo Zwanzigers Werk „Die Zwanziger Jahre“, von dem Auszüge seit Mittwoch in der „Bild-Zeitung“ zu lesen sind, gibt es noch keine Reaktionen. Dabei plaudert der frühere DFB-Präsident in der Zusammenfassung so frank und frei aus dem Nähkästchen, dass sich seine Wegbegleiter wundern müssen: Ist denn gar kein Internum sicher? Der Autor enthüllt, warum es zu den Irritationen bei Löws Vertragsverlängerung gekommen ist, wie sehr die Forderungen dessen Vorgängers Klinsmann den DFB beunruhigt hätten, und dass Matthias Sammer bei der WM 2006 als Ersatzmann bereit gestanden hätte, wenn Klinsmann die Mannschaft nicht mehr auf Kurs gebracht hätte.

          In Zwanzigers Mitteilungsdrang bekommt jeder mal sein Fett weg, der eine mehr - Nationalmanschaftsmanager Bierhoff -, die anderen weniger. Aber auch wenn der Tatbestand der Beleidigung oder Verunglimpfung nicht erfüllt wird: Es handelt sich um einen groben Vertrauensbruch. Der DFB kann froh sein, dass die Zwanziger Jahre beendet sind und tut gut daran, sie totzuschweigen.

          Topmeldungen

          Eishockey bei Olympia : Deutschland verliert dramatisches Finale

          Was für ein Endspiel bei Olympia in Pyeongchang! Deutschland und die russische Auswahl liefern sich ein extrem spannendes Duell mit unglaublichen Wendungen – und dem besseren Ende für die Russen.
          Die rumänische Filmemacherin Adina Pintilie posiert mit ihrem Goldenen Bären

          Berlinale : Gefangen als Voyeur

          Der Goldene Bär für „Touch Me Not“ bei der Berlinale ist eine riesige Überraschung. In dem Film geht es um masturbierende Callboys, Transvestiten und Darkrooms. Der Ansatz ist beklemmend. Ein Kommentar.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.