Robin Dutt tritt das Erbe von Matthias Sammer als DFB-Sportdirektor an. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) stellte den 47-Jährigen am Mittwoch in Frankfurt am Main als Nachfolger des ehemaligen Dortmunder Meistertrainers vor. Dutt beginnt seine Arbeit am 1. August, sein Kontrakt läuft bis 2016. Nach Angaben von DFB-Präsident Wolfgang Niersbach hatten Dutts voriger Verein Bayer Leverkusen, der künftige Sportdirektor selbst und der Verband am Dienstag eine Einigung erzielt. Dutt besaß noch einen gültigen Trainervertrag beim Werksclub.
In seiner künftigen Funktion verantwortet Dutt das gleiche Aufgabengebiet wie sein Vorgänger Sammer: die gesamte Jugend- und Talentförderung sowie die Optimierung der Trainerausbildung des Verbandes. Daneben gehöre zu seinem Bereich die Führung und Steuerung der U-Trainer, teilte der DFB mit.
„Ein absoluter Fachmann“
„Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Bundestrainer Joachim Löw und allen anderen DFB-Trainern. Und ich empfinde es als unglaublich reizvolle Herausforderung, mit den größten Talenten unseres Landes den Fußball weiter voranzubringen“, erklärte Dutt. Er kündigte an, die Arbeit seines Vorgängers fortsetzen zu wollen. „Es kann nicht meine Aufgabe sein, irgendwelche Konzepte infrage zu stellen“, sagte Dutt bei seiner Vorstellung. Er müsse keine neuen Konzepte auf den Weg bringen, sondern bestehende Konzepte weiterführen.
Löw ist nach eigenen Angaben „froh, dass der DFB so schnell und gut gehandelt und diese kompetente Lösung gefunden hat“, erklärte er. „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit.“ Für Teammanager Oliver Bierhoff ist Dutt „ein absoluter Fachmann und wird sicherlich die interessante Aufgabe hervorragend ausfüllen. Er kann sich dabei unserer Unterstützung sicher sein.“
Zwischen Löw und Sammer war es in der Vergangenheit immer wieder zu Spannungen gekommen, auch wenn sich beide zuletzt arrangiert hatten. Dem DFB ist daher an einem guten Verhältnis zwischen Bundestrainer und Sportdirektor gelegen.
„Ich bin mir sicher, dass Robin Dutt mit seinen Qualitäten die erfolgreiche Arbeit von Matthias Sammer fortsetzen und aufgrund seiner Erfahrung neue Impulse einbringen kann“, meinte DFB-Präsident Niersbach. Bayer Leverkusen hatte sich am 1. April von Dutt als Trainer getrennt. Zuvor hatte der 47-Jährige von 2007 bis 2011 erfolgreich den SC Freiburg gecoacht und 2009 in die Bundesliga geführt.
Dutt tritt in die Fußstapfen von Matthias Sammer. Der 44-Jährige hatte am 2. Juli seinen Abschied vom DFB nach sechs Jahren als Sportdirektor bekanntgegeben. Er löste Christian Nerlinger beim FC Bayern München ab und wechselte als Sportvorstand zum deutschen Fußball-Rekordmeister.
Die Ernennung von Dutt kommt überraschend. Zuletzt war auch der Vorstandsvorsitzende des 1. FC Kaiserslautern, Stefan Kuntz, als möglicher Sportdirektor gehandelt worden. Der Europameister von 1996 hatte Kontakte zum DFB aber dementiert. Es habe nur einen kleinen Kreis von Kandidaten gegeben, sagte DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock am Mittwoch.
Geboren am: 24. Januar 1965 in Köln
Privates: Vater stammt aus Indien, Mutter aus Deutschland
Ausbildung: Dutt schloss den DFB-Fußball-Lehrer-Lehrgang an der Deutschen Sporthochschule in Köln am 10. Juni 2005 als Lehrgangsbester ab.
Spielerstationen:
1983-1985 SpVgg Hirschlanden
1985-1987 TSV Korntal
1987-1988 TSV Münchingen
1988-1990 TSV Korntal
1990-1993 FV Zuffenhausen
1993-1995 SKV Rutesheim
Trainerstationen:
1995-1999 TSG Leonberg (Spielertrainer)
1999/2000 TSF Ditzingen II
2000-2002 TSF Ditzingen
2002-2003 Stuttgarter Kickers II
2003-2007 Stuttgarter Kickers
2007-2011 SC Freiburg
2011-2012 Bayer 04 Leverkusen
zum 1. August 2012: Sportdirektor beim Deutschen Fußball-Bund
Größter Erfolg:
2009 Erstligaaufstieg mit Freiburg
Planstelle Pflegeleicht
michael hergen (cicero777)
- 26.07.2012, 10:51 Uhr
Er versteht sich gut mit Jogi
Matthias Unger (ungermat)
- 25.07.2012, 14:55 Uhr
Ich bin verwirrt
Christopher Haku (Ulquiorra)
- 25.07.2012, 12:20 Uhr