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Keine zehn Gegenstimmen : DFB-Spitze rechnet fest mit Ja für Akademie

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Sichere Nummer: Die DFB-Spitze rechnet fest mit einem Ja für den Bau der neuen Akademie. Bild: F.A.Z.

Es ist das teuerste Projekt in der DFB-Geschichte. Nun sollen die Delegierten bei einem Außerordentlichen Bundestag den Bau der neuen Akademie genehmigen.

          DFB-Präsident Reinhard Grindel und Generalsekretär Friedrich Curtius rechnen fest mit einer Zustimmung zum Bau der neuen DFB-Akademie beim Außerordentlichen Bundestag des Verbandes am Freitag. „Es ist genau der richtige Zeitpunkt, um neue Impulse für neue Strukturen zu setzen“, sagte Curtius in einem Pressegespräch in Frankfurt. Mehr als zehn Gegenstimmen der 263 Delegierten für das teuerste Projekt der 117-jährigen Verbandshistorie würden ihn überraschen, sagte Curtius.

          Als Kostenrahmen hat der DFB eine Obergrenze von 150 Millionen Euro veranschlagt und zur Preissicherung einen Generalunternehmer beauftragt. Kalkuliert wird derzeit mit 123 Millionen Euro und damit mit einem nochmaligen Anstieg von 14 Millionen Euro im Vergleich zur vorherigen Kostenschätzung. Grund hierfür seien unter anderem Brandschutzmaßnahmen und die generell gestiegenen Baukosten durch die Planungsverzögerung wegen des Rechtsstreits des bisherigen Grundstücksbesitzers mit der Stadt Frankfurt.

          Die Akademie ist ein Projekt in der Verantwortung von Oliver Bierhoff als einem von vier neuen DFB-Direktoren. In fünf Regionalkonferenzen hatte die DFB-Spitze die Amateurvertreter zuletzt über die Pläne informiert und um Zustimmung geworben. „Die Amateurbasis muss nicht nur keine Abstriche machen, sie wird sogar gestärkt. Es ist ein Weg, der Vieles effizienter macht“, sagte Grindel.

          Bei einer Zustimmung am Freitag rechnet Curtius mit dem Spatenstich für das Projekt auf dem Gelände der ehemaligen Frankfurter Rennbahn im kommenden Sommer „kurz vor dem Abflug der Nationalmannschaft zur WM nach Russland.“ Bezugsfertig soll die Akademie als neuem Zentrum für Fußball-Ausbildung und Verwaltung Ende 2020, Anfang 2021 sein.

          Auf dem Bundestag am Freitag wird zudem eine neue Regelung für den Aufstieg aus der Regionalliga in die 3. Liga gesucht. Um die zwischen den Landesverbänden verhärteten Fronten aufzuweichen, soll bei einem Gipfeltreffen mit Grindel am Mittwochabend ein Kompromiss gefunden werden. Wahrscheinlich ist eine Lösung mit dem Verbleib von fünf Regionalligen mit Aufstiegsrecht für die Süd-West- und West-Liga und einem rollierenden System der drei anderen Ligen mit einem Direktaufsteiger und einem Playoff-Spiel.

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