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DFB-Pokal : Wolfsburg stoppt Offenbach

Wolfsburger Faust: Olic bringt den VfL in Führung und ins Halbfinale Bild: dapd

Die Offenbacher Reise durch den DFB-Pokal findet im Viertelfinale ein Ende. Wolfsburg setzt sich 2:1 durch und steht in der Vorschlussrunde. Der VfL kann sich auf die Klasse seiner Stürmer verlassen.

          Wer es im Pokal zu etwas bringen will, wird die Offenbacher Kickers nicht gerade als Glückslos betrachten. Auch für den VfL Wolfsburg war es ein hartes Stück Arbeit, das am Dienstagabend in der hitzigen Atmosphäre des Bieberer Bergs bewältigt sein wollte. Mit viel Geduld und in den entscheidenden Momenten auch der nötigen Klasse aber setzte sich der Bundesliga-Fünfzehnte am Ende verdient 2:1 beim Zwölften der Dritten Liga durch.

          Ivica Olic (50. Minute) und Bas Dost (71.) gelangen nach der Pause die Treffer für das Team für Dieter Hecking, das sich angesichts fehlender Perspektiven in der Bundesliga voll auf die Pokal-Reise konzentrieren kann, die am 16. und 17. April mit dem Halbfinale weitergeht.

          Die Offenbacher, denen noch der Anschluss durch Marcel Stadel gelang (81.), durften sich vor 18.700 Zuschauern durchaus Hoffnungen machen, nach den Siegen gegen Fürth, Union Berlin und Düsseldorf eine weitere Überraschung zu schaffen. Weil ihnen die Wolfsburger aber nicht den Gefallen taten, Konzentration und Nerven zu verlieren, mussten die wacker um ihre Außenseiter-Chance kämpfenden OFC-Profis letztlich klein beigeben.

          Die Wolfsburger zogen ein gediegenes Ballbesitzspiel auf, versäumten es aber, den einen oder anderen Tempowechsel einzustreuen. Wobei: Um Tempo aufzunehmen, braucht es eben auch ein bisschen Raum - und den ließen die Offenbacher dem VfL nicht. 6-3-1, so sah die Verteidigungsformation der Kickers aus, nichts für Ästheten, aber in einem Spiel wie diesem durchaus zweckmäßig.

          Torwart Wulnikowski fliegt vorbei, Olic trifft
          Torwart Wulnikowski fliegt vorbei, Olic trifft : Bild: REUTERS

          Ein paar Wackler ließen sich auch so nicht vermeiden, dafür war einfach auch die Qualität der Wolfsburger zu groß, bei denen vor allem Diego bemüht war, dem Handball-ähnlichen Spiel Struktur und Ideen zu geben. Veritable Großchancen für den VfL aber gab es in der ersten Hälfte nicht zu sehen.

          Die Kehrseite aus Sicht der Kickers war, dass sie kaum Entlastung schufen. Mutige und vielversprechende Versuche wie noch in der ersten Viertelstunde, als Julius Reinhardt und vor allem Mathias Fetsch zu guten Möglichkeiten kamen, blieben aus.

          Später erhöht Torjäger Dost auf 2:0
          Später erhöht Torjäger Dost auf 2:0 : Bild: REUTERS

          Während es auf dem Platz intensiv, aber fair zuging, sorgten zwei Wurfgeschosse aus dem Kickers-Fanblock für Aufregung. Bei einem weiteren Vorfall dieser Art aber, signalisierte Schiedsrichter Wolfgang Stark, würde es Konsequenzen bis hin zu einem Spielabbruch geben. In der zweiten Hälfte ging es auch darum, sich auf die immer schlechteren Platzverhältnisse einzustellen. Alles schien zunächst auf eine Fortsetzung des Wolfsburger Geduldsspiels hinzudeuten.

          Dann aber ging, begünstigt durch einen Offenbacher Lapsus, doch alles ganz schnell. Hasebe flankte von der rechten Seite, und Kickers-Torhüter Robert Wulnikowski, vor zwei Jahren gegen Borussia Dortmund der Offenbacher Elfmeterheld, verschätzte sich beim Herauslaufen. Olic nahm das Geschenk an und beförderte den Ball aus kurzer Distanz ins Tor.

          Die Grünen aus Niedersachsen jubeln auf dem Bieberer Berg
          Die Grünen aus Niedersachsen jubeln auf dem Bieberer Berg : Bild: dapd

          Wer dachte, damit wäre die Angelegenheit zugunsten des Favoriten erledigt gewesen, sah sich getäuscht. Das Spiel wurde zwar nun eine offenere Angelegenheit - aber durchaus auch mit Möglichkeiten für die Kickers.

          Als Dost nach einer Flanke von Marcel Schäfer der zweite Wolfsburger Treffer gelang, hätte dann vermutlich niemand mehr etwas auf die Kickers gegeben. Deren Moral immerhin wurde noch durch das 1:2 belohnt - mehr aber ließen die Wolfsburger nicht mehr zu.

          Schiedsrichter Stark musste die Streitparteien auseinanderhalten
          Schiedsrichter Stark musste die Streitparteien auseinanderhalten : Bild: REUTERS

          Kickers Offenbach - VfL Wolfsburg 1:2 (0:0)

          Kickers Offenbach: Wulnikowski - Ahlschwede, Kleineheismann, Stadel, Stein - Feldhahn, Mehic (64. Bäcker) - Reinhardt, Fetsch, Schwarz (80. Avdic) - Rathgeber (64. Vogler)
          VfL Wolfsburg: Benaglio - Hasebe, Naldo, Madlung, Schäfer - Polak, Josué (87. Kjaer) - Olic (76. Rodriguez), Diego, Vieirinha (90.+1 Träsch) - Dost
          Schiedsrichter: Stark (Ergolding)
          Zuschauer: 18.700
          Tore: 0:1 Olic (49.), 0:2 Dost (71.), 1:2 Stadel (81.)
          Gelbe Karten: - / -

          Quelle: FAZ.NET

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