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Donnerstag, 16. Februar 2012
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DFB-Pokal Spielabbruch nach Wurfgeschoß

25.10.2006 ·  Das DFB-Pokalspiel zwischen den Stuttgarter Kickers und Hertha BSC wurde nach 86 Minuten beim Stand von 0:2 abgebrochen, weil ein Linienrichter offenbar von einem Wurfgeschoß am Kopf getroffen wurde.

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Die Zweitrundenpartie zwischen Regionalligist Stuttgarter Kickers und Bundesligist Hertha BSC geht als Skandalspiel in die Annalen des DFB-Pokal ein. Beim Stand von 2:0 für die Gäste wurde die Partie in der 86. Minute von Schiedsrichter Michael Weiner (Giesen) abgebrochen, nachdem kurz zuvor dessen Assistent Kai Voss von einem Gegenstand am Kopf getroffen wurde (Siehe auch: DFB-Pokal: „Eine Katastrophe“ - Empörung nach Stuttgarter Skandalspiel).

Der Schiedsrichter-Assistent aus Großhansdorf sank nach dieser Attacke aus dem Tribünenbereich zu Boden, wurde einige Zeit behandelt und mußte dann in die Kabine geführt werden. Äußere Anzeichen einer schlimmeren Verletzung waren zunächst nicht zu erkennen, Weiner brach die Partie nach diesem schlimmen Zwischenfalls aber sofort ab.

Empfindlichen Strafe zu erwarten

Am grünen Tisch wird der Deutsche Fußball-Bund (DFB) zeitnah zu klären haben, wer für diesen Vorfall verantwortlich ist. Gastgeber Stuttgarter Kickers muß aber neben dem voraussehbaren Pokal-Aus auch mit einer empfindlichen Strafe rechnen, da die Hausherren für einen ausreichenden Ordnungsdienst verantwortlich sind.

Sollte der Gegenstand allerdings nachweislich von einem Hertha-Fan Richtung Spielfeld gefeuert worden sein, könnte auch den Berlinern Ungemach drohen. Was Weiner in seinem Zusatzbericht vermerkte, war kurz nach dem Abbruch noch nicht bekannt.

Zwei Platzverweise sorgten für negative Stimmung

Zu diesem Zeitpunkt hatte die Hertha das Achtelfinale bereits dicht vor Augen. Beim Vierten der Regionalliga-Süd, der zuvor den Hamburger SV ausgeschaltet hatte, führten die Hauptstädter nach Treffern des Nigerianers Solomon Okoronkwo (58.) und Yildiray Bastürk (74.) per Handelfmeter sicher mit 2:0.

Mit zwei Platzverweisen in einer hart geführten Partie hatte Weiner aber schon für reichlich Gesprächsstoff gesorgt. Nachdem sich die Berliner lange Zeit im Degerloch-Stadion sehr schwer getan hatten, erhielten sie kurz vor der Pause unfreiwillige Unterstützung vom Unparteiischen. Weiner stellte den Stuttgarter Außenverteidiger Moritz Steinle wegen einer angeblichen Notbremse gegen Marko Pantelic vom Platz, womit er sich auf den Ränge bereits viele Feinde machte. Mit seiner Entscheidung lag der Referee offensichtlich falsch, da Steinle klar erkennbar den Ball gespielt hatte.

Nach dem Seitenwechsel konnte der Erstligist seine numerische Überlegenheit zunächst nicht in etwas Zählbares ummünzen. Die Kickers hielten auch mit zehn Mann das Spiel offen. Erst der Treffer Okoronkwos brach den Bann für die Berliner, die kurz danach ebenfalls dezimiert wurden. Ellery Cairo sah Rot nach einer Tätlichkeit gegen Mirnes Mesic (63.). Elf Minuten später sorgte Bastürk mit seinem sicher verwandelten Handelfmeter für die vermeintliche Entscheidung, ehe die Tumulte losgingen und es zum Eklat kam.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa, sid
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