20.12.2006 · Christoph Daum hat auch im DFB-Pokal die Erfolglosigkeit des 1. FC Köln nicht beenden können. Das 1:3 in Frankfurt war die dritte Niederlage im vierten Spiel unter der Leitung des neuen Trainers. Neben der Eintracht erreichten Stuttgart, Hertha BSC und Nürnberg das Viertelfinale.
Die Bundesligisten VfB Stuttgart, Hertha BSC Berlin, Eintracht Frankfurt und 1. FC Nürnberg haben als erste Mannschaften das Viertelfinale im laufenden DFB-Pokalwettbewerb erreicht. Im einzigen Bundesliga-Duell des Abends feierten die Stuttgarter einen 4:1 (1:0)-Auswärtssieg beim VfL Bochum, während sich Hertha beim letzten im Wettbewerb verbliebenen Drittligisten VfL Osnabrück mit 3:0 (2:0) durchsetzte. Eintracht Frankfurt bezwang den krisengeschüttelten Bundesliga-Absteiger 1. FC Köln 3:1 (1:1, 1:1) nach Verlängerung. (Siehe auch: Pokal: Eintrachts spätes Glück beim Jahresfinale).
Der 1. FC Nürnberg setzte sich nach torlosen 120 Minuten erst im Elfmeterschießen gegen die SpVgg Unterhaching 2:1 durch. Dabei war Ersatztorwart Daniel Klewer der Held des Abends. Der Ersatzmann des verletzten Stammtorhüters Raphael Schäfer parierte drei Elfmeter und rettete seine Elf damit in die nächste Runde.
Zwei Treffer von Gimenez
Berlin hat durch den 3:0-Erfolg erstmals seit fünf Jahren wieder das Viertelfinale erreicht. „Ich bin rundum zufrieden. Das war eine souveräne Leistung“, sagte Hertha-Trainer Falko Götz nach dem Spiel vor 18.300 Zuschauern im ausverkauften Osnabrücker Stadion an der Bremer Brücke.
Hertha mühte sich im Spiel nach vorne, wirkte aber ohne Spielmacher Bastürk in den ersten 30 Minuten äußerst schwerfällig und ideenlos. Lediglich durch Fernschüsse von Gilberto (19.) und Pal Dardai (25.) konnte der Favorit zunächst Gefahr ausüben. Angesichts der wenig einfallsreichen Spielweise war es wenig verwunderlich, daß Malik Fathi die Führung mit einem kuriosen Treffer erzielte. „Das sollte eine Flanke werden“, gab er zu.
Beim zweiten Tor traf dann Gimenez per Kopf. Er bugsierte den von VfL- Torwart Frederik Gößling parierten Schuß von Marko Pantelic über die Linie. Gimenez war es auch, der kurz nach der Pause schon für die Vorentscheidung sorgte. In der 51. Minute schoß der 31 Jahre alte Angreifer einen mustergültigen Konter der Berliner aus kurzer Distanz zum 3:0 ein. „Ich muß nicht traurig sein“, erklärte Osnabrücks Trainer Claus-Dieter Wollitz nach dem Spiel: „Meine Mannschaft hat sich achtbar aus der Affäre gezogen. Unterm Strich können wir mit dem Erreichen des Achtelfinals zufrieden sein.“
Doppelschlag durch Hitzlsperger
Auch der VfB Stuttgart hat seine gute Hinrunde mit dem Einzug ins Viertelfinale gekrönt. Die Schwaben zogen erstmals seit sechs Jahren wieder in die Runde der letzten Acht ein. Stuttgarts Trainer Veh war zufrieden: „Die Mannschaft war von der ersten Minute an gut im Spiel und hat gute Kombinationen und Zweikampfverhalten gezeigt. Die Jungs haben sich jetzt 14 Tage Urlaub verdient.“
Dabei erwischte der VfL Bochum im Bundesliga-Duell den besseren Start. Zunächst verstolperte jedoch Theofanis Gekas (4.) bei seinem Schußversuch aus halblinker Position. Danach trafen Oliver Schröder (7.) und Pavel Drsek (14.) den Ball nicht richtig. Die Schwaben ließen es gemächlich angehen und hatten kaum zwingende Situationen. Für die gefährlichste Situation in der ersten halben Stunde sorgte noch VfL-Torwart Peter Skov-Jensen, der bei einem harmlosen Kopfball von Serdar Tasci ins Leere faustete. Der Ball trudelte aber am Pfosten vorbei.
Hildebrand verweigert Vertragsverlängerung
Dann fiel die VfB-Führung wie aus heiterem Himmel. Der bis dahin nicht weiter aufgefallene Stürmer Mario Gomez nutzte die Uneinigkeit zwischen Philipp Bönig und Christoph Dabrowski und erwischte Skov-Jensen mit seinem Flachschuß von der Strafraumgrenze in der 34. Minute auf dem falschen Fuß. Nach dem Seitenwechsel sorgte Nationalspieler Thomas Hitzlsperger mit zwei Treffern in der 49. und 58. Minute für die Entscheidung zugunsten der Schwaben. Tommy Bechmann konnte in der 87. Minute lediglich für die Hausherren verkürzen, ehe Cacau mit dem Schlußpfiff den alten Abstand wiederherstellte.
„Das war eine Klasse-Partie. Der Sieg hätte sicher auch höher ausfallen können“, sagte Stuttgarts Manager Horst Heldt nach der letzten Partie des Jahres. Bei der angestrebten Vertragsverlängerung mit Torhüter Timo Hildenbrand war der VfB dagegen weniger erfolgreich und zog am Dienstagabend sein Angebot zurück. „Timo hat mit gesagt, daß er sich im Moment nicht entscheiden kann“, erklärte Heldt und fügte hinzu: „Das ist sein gutes Recht. Wir suchen jetzt einen neuen Torwart.“
| Verein | Sp | Diff | Pkt. | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | ![]() |
Borussia Dortmund | 34 | 55 | 81 | ![]() |
| 2. | ![]() |
Bayern München | 34 | 55 | 73 | ![]() |
| 3. | ![]() |
FC Schalke 04 | 34 | 30 | 64 | ![]() |
| 4. | ![]() |
Bor. Mönchengladbach | 34 | 25 | 60 | ![]() |
| 5. | ![]() |
Bayer Leverkusen | 34 | 8 | 54 | ![]() |
| 6. | ![]() |
VfB Stuttgart | 34 | 17 | 53 | ![]() |
| 7. | ![]() |
Hannover 96 | 34 | -4 | 48 | ![]() |
| 8. | ![]() |
VfL Wolfsburg | 34 | -13 | 44 | ![]() |
| 9. | ![]() |
Werder Bremen | 34 | -9 | 42 | ![]() |
| 10. | ![]() |
1. FC Nürnberg | 34 | -11 | 42 | ![]() |
| 11. | ![]() |
1899 Hoffenheim | 34 | -6 | 41 | ![]() |
| 12. | ![]() |
SC Freiburg | 34 | -16 | 40 | ![]() |
| 13. | ![]() |
FSV Mainz 05 | 34 | -4 | 39 | ![]() |
| 14. | ![]() |
FC Augsburg | 34 | -13 | 38 | ![]() |
| 15. | ![]() |
Hamburger SV | 34 | -22 | 36 | ![]() |
| 16. | ![]() |
Hertha BSC | 34 | -26 | 31 | ![]() |
| 17. | ![]() |
1. FC Köln | 34 | -36 | 30 | ![]() |
| 18. | ![]() |
1. FC Kaiserslautern | 34 | -30 | 23 | ![]() |