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DFB-Pokal Magath macht Druck: Bayern wollen wieder ins Finale

25.10.2006 ·  Die peinliche Niederlage in Bremen sei abgehakt, sagt Bayern-Trainer Magath. Im DFB-Pokal zählt für ihn nur ein überzeugender Heimsieg gegen den 1. FC Kaiserslautern. Die „Roten Teufel“ rechnen sich Außenseiterchancen aus.

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Die Bremen-Niederlage im Hinterkopf, den 1. FC Kaiserslautern vor der Brust: Double-Gewinner FC Bayern München will sich keine weitere Blöße geben und die makellose DFB-Pokalserie unter Trainer Felix Magath fortsetzen.

„Wir werden jetzt sehen, wie die Mannschaft reagiert. Ich denke, daß wir alle das große Ziel Pokalfinale haben“, sagte Magath vor der Partie gegen Kaiserslautern an diesem Mittwoch (20.30 Uhr, FAZ.NET-Liveticker), in der er seinen 14. Sieg im Cup- Wettbewerb nacheinander feiern will. Eine Rehabilitation für das 1:3 in Bremen sei aber nicht möglich, da es gegen einen Zweitligaklub gehe: „Insofern können wir nicht viel Lob dafür ernten.“

Keine schöne Situation

Auch der Lauterer Coach Wolfgang Wolf glaubt, daß die Bayern nach dem schlechtesten Liga-Start seit 13 Jahren „hochmotiviert“ sind. „Das Ergebnis von Bremen schmeckt uns natürlich nicht. Die Bayern können sich nicht noch eine Schlappe leisten“, meinte der Trainer der Pfälzer.

Und in der Tat müssen die Bayern nach zuletzt drei Auswärtsniederlagen in der Liga einen überzeugenden Pokalauftritt hinlegen, wenn in München nicht noch mehr Unruhe aufkommen soll (Siehe auch: FC Bayern: Zwei Krücken und die Crux mit Lucio). „Jetzt wieder ein Theater anzufangen, wäre nicht okay“, befand Nationalspieler Lukas Podolski, der gegen den FCK „keine Probleme“ erwartet. Doch der eklatante Unterschied zwischen den glänzenden Darbietungen in der Champions League und den teilweise dürftigen Darbietungen auf nationaler Ebene hat auch den Trainer ins Grübeln gebracht. „Daß die Situation nicht schön ist, steht außer Frage“, räumte Magath ein.

Forsche Töne vom 1. FCK

Weitaus komfortabler ist die Situation beim Gegner. Als Tabellendritter der zweiten Liga rangieren die „Roten Teufel“ erstmals in dieser Saison auf einem Aufstiegsplatz. Und mit dem 1:0-Sieg beim Bayern-Lokalrivalen TSV 1860 München haben sie am Sonntag eine glänzende Generalprobe für den Klassiker in der Allianz Arena gefeiert. „Wir wollen die München-Woche erfolgreich abschließen“, kündigte Jung-Star Daniel Halfar forsch an. „Wir haben den ersten Sieg vorgelegt, jetzt wollen wir natürlich den zweiten.“

Die Historie allerdings dürfte den Pfälzern, bei denen Ersatzkeeper Florian Fromlowitz Stammtorhüter Jürgen Macho vertritt, wenig Mut machen. Die letzte Heimniederlage des deutschen Rekordmeisters im DFB-Pokal liegt mehr als 15 Jahre zurück. Im August 1991 verloren die Bayern mit 2:4 gegen den damaligen Zweitligaverein FC Homburg. Auch die direkte Pokal-Bilanz spricht klar für den Titelverteidiger: Von sieben Begegnungen konnte der FCK nur eine für sich entscheiden. Vor allem das bislang letzte Aufeinandertreffen ist dem Bundesliga-Absteiger in unguter Erinnerung. Im Finale 2003 setzten sich die Bayern mit 3:1 durch.

Gute Kasse

Doch zumindest finanziell dürfen sich die Pfälzer schon vor der Partie als Sieger fühlen: Nach Angaben des Deutschen Fußball-Bundes vom Dienstag erhalten beide Klubs rund 600.000 Euro für die Live-Übertragung in der ARD.

Magath, der für den gesperrten und verletzten Lucio (Sprunggelenk) den Argentinier Martin Demichelis in die Innenverteidigung beordern wird, mißt solchen Statistiken wenig Bedeutung bei: „Es wird eine unangenehme und undankbare Aufgabe, aber es gibt natürlich nichts anderes als ein Weiterkommen für uns.“ Kollege Wolf ließ trotz der „klaren Außenseiterrolle“ die Hoffnung auf eine Pokalsensation durchschimmern: „Wir wollen die Bayern ein wenig ärgern.“

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa und sid
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