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DFB-Pokal Germania Windeck verkauft sich teuer

16.08.2010 ·  Schlecht gespielt, aber locker gewonnen: Bayern München setzt sich bei der Oberliga-Mannschaft von Germania Windeck mit 4:0 durch. 41.100 Besucher in Köln sorgen für einen Zuschauerrekord.

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Bayern München hat souverän, aber ohne Glanz die zweite Runde im DFB-Pokalwettbewerb erreicht. Der deutsche Fußball-Meister und Cup-Verteidiger setzte sich am Montag in Köln gegen die fünftklassigen Amateure von Germania Windeck mit 4:0 (2:0) durch. Der wackere Underdog hatte dem Rekordsieger des DFB-Pokals in seinem „Jahrtausendspiel“ trotz heftiger Gegenwehr und anfänglicher Torchancen letztlich erwartungsgemäß zu wenig entgegenzusetzen.

Miroslav Klose (44.) und Franck Ribéry (45.) sorgten kurz vor der Pause mit ihren Treffern für die Entscheidung. Toni Kroos (84.) und Mario Gomez (85.) stellten den standesgemäßen Endstand her. Mit 41.100 Besuchern gab es einen Zuschauerrekord: Noch nie waren so viele Fans bei einem Erstrundenspiel im DFB-Pokal.

Van Gaal ließ alle verfügbaren Stars auflaufen

„Das war heute das schlechteste Spiel in unserer Vorbereitung“, sagte Bayern-Trainer Louis von Gaal und lobte den Oberligisten. „Sie haben sehr diszipliniert gespielt und haben das 90 Minuten beibehalten. Das war sehr gut.“ Auch Nationalspieler Klose sah die Vorstellung der Münchener kritisch: „Erst einmal war wichtig, dass wir gewonnen haben. Es war ein sehr schlechtes Spiel von uns. Das hatte heute viel mit Willen und Laufbereitschaft zu tun. Da fehlte es.“ 93 Tage nach dem 15. Cupsieg beim 4:0 gegen Werder Bremen und fünf Tage vor dem Liga-Auftakt am Freitag gegen den VfL Wolfsburg verlief das Bayern-Spiel in der Tat lange Zeit sehr schleppend.

Windeck, das sich über eine Einnahme in sechsstelliger Höhe freuen durfte, spielte anfangs mutig mit und stoppte die Bayern-Angriffe ohne große Mühe. Michael Kessel hatte für den krassen Außenseiter sogar das 1:0 (22.) auf dem Fuß, doch er traf nur das Außennetz. Fünf Minuten vor der Pause versuchte es Kessel frech mit einem Schuss fast von der Mittellinie, weil er Jörg Butt zu weit vor seinem Bayern-Gehäuse sah - doch auch dieser Ball fand sein Ziel nicht.

Kurz darauf traf dann Klose, der in der 44. Minute eine Linksflanke von Diego Contento aus kurzer Entfernung zur Führung verwertete. Praktisch mit dem Halbzeitpfiff ließ Ribéry das 2:0 folgen - das „Sommermärchen“ war für Windeck gelaufen. Erinnerungen an Auftaktpleiten wie 1990 in Weinheim oder 1994 in Vestenbergsgreuth kamen nicht auf. Ein weiterer Doppelschlag kurz vor Schluss sorgte für das halbwegs standesgemäße Resultat.

Der Saisonetat von Windeck entspricht dem Tagessatz der Bayern

Wie ernst Chefcoach Louis van Gaal das erste Pflichtspiel nach dem Gewinn des Supercups gegen Schalke nahm, verdeutlichte die Bayern- Startformation, in der alle verfügbaren Stars wie Ribéry, Bastian Schweinsteiger, Philipp Lahm oder WM-Jungstar Thomas Müller standen. Arjen Robben, Ivica Olic und Breno fehlten verletzt, Abwehrchef Daniel van Buyten (Sprunggelenkverletzung) wurde für den Bundesliga-Auftakt gegen Wolfsburg geschont.

Van Gaal ließ den Gegner, der zu seiner Hauptrunden-Premiere vor einem Jahr mit Schalke 04 (ebenfalls 0:4) ebenfalls ein „Traumlos“ gezogen hatte, sogar zweimal beobachten. Das zeugte von Respekt vor dem Team des früheren Pokalsiegers Heiko Scholz (1993 mit Bayer Leverkusen). Prominentester Spieler in der Scholz-Elf, die über einen Saisonetat von 600.000 Euro verfügt, ist der frühere Bundesliga-Profi Markus Kurth (37), der an seiner ehemaligen Wirkungsstätte als hängende Spitze des Mittelrhein-Pokalsiegers von 2009 und 2010 agierte, aber kaum nennenswerte Aktionen hatte und vorzeitig ausgewechselt wurde.

Germania Windeck - Bayern München 0:4 (0:2)
Schiedsrichter:
Dingert (Lebecksmühle)
Zuschauer: 41.100 in Köln
Tore: 0:1 Klose (44.), 0:2 Ribéry (45.+1), 0:3 Kroos (84.), 0:4 Gomez (85.)

Quelle: FAZ.NET
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