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DFB-Pokal Enkes Eigentor lässt die Schalker jubeln

30.10.2007 ·  Es war ein sehr hartes Stück Arbeit. Erst in der Verlängerung machte Schalke 04 den Einzug ins Achtelfinale des DFB-Pokals gegen Hannover 96 perfekt. Hannovers Torwart Enke leitete die Niederlage mit einem äußerst unglücklichen Eigentor ein. Kevin Kuranyi traf zum 2:0. Mit FAZ.NET-Bildergalerie.

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Mit dem Einzug ins DFB-Pokal-Achtelfinale hat der FC Schalke 04 seine sportliche Krise beendet. Nach zuvor vier Pflichtspielen ohne Sieg bezwang der Tabellenfünfte der Fußball-Bundesliga am Dienstag den Ligarivalen Hannover 96 mit 2:0 (0:0) nach Verlängerung und steht damit zum ersten Mal seit zwei Jahren wieder in der Runde der letzten 16. Der Brasilianer Rafinha avancierte vor 60.224 Zuschauern in der Veltins-Arena in der 97. Minute zum Matchwinner, als sich seine verunglückte Flanke über Hannovers Schlussmann Robert Enke an den Pfosten senkte und vom Rücken des Keepers ins Tor prallte. Für die endgültige Entscheidung sorgte Kevin Kuranyi kurz vor Schluss.

„Unter dem Strich ist der Sieg aufgrund der Chancen verdient. Aber es war eine katastrophale erste Halbzeit“, sagte Schalkes Trainer Mirko Slomka. „Das erste Tor war glücklich. Am Ende bin ich froh, dass Kevin Kuranyi nach längerer Durststrecke getroffen hat. Das wird ihm und uns Auftrieb geben.“ Sein Pendant, Hannovers Coach, Dieter Hecking meinte: „Nach 120 Minuten war Schalke der verdiente Sieger, sie hatten die klareren Torchancen. Kleine Unterschiede haben es ausgemacht. Aber wie wir uns verkauft haben, vom Taktischen her, das war schon richtig Klasse.“

Ehemaliger Schalker Mike Hanke verfehlt das Ziel

Bei den Hausherren, die zuletzt 2002 den Pokal gewannen und in den beiden vergangenen Jahren schon in Runde zwei gescheitert waren, ersetzte Mladen Krstajic nach fast zwei Monaten Verletzungspause in der Innenverteidigung Heiko Westermann. In der Offensive stellte Schalke-Trainer Mirko Slomka von drei auf zwei Angreifer um, für den grippekranken Stürmer Peter Lövenkrands spielte Ivan Rakitic von Beginn an im Mittelfeld hinter den Spitzen (Siehe auch: Im Überblick: Rostock deklassiert Offenbach - Hertha blamiert sich).

DFB-Pokal: Enkes Eigentor beschert Schalke das Weiterkommen

Gäste-Coach Dieter Hecking, einst Slomkas Assistent bei Hannovers A-Jugend, vertraute der Startelf, die zuletzt in der Bundesliga beim müden 0:0 bei Eintracht Frankfurt auf dem Rasen gestanden hatte. Die erste Chance hatten die zuletzt fünfmal unbezwungenen Niedersachsen, die in der vergangenen Saison erst im Viertelfinale nach Elfmeterschießen am späteren Pokalsieger 1. FC Nürnberg gescheitert waren. Doch der ehemalige Schalker Mike Hanke verfehlte klar das Ziel (10.). Danach bestimmten die ersatzgeschwächten Gastgeber das Geschehen.

Schalke in der Verlängerung klar das bessere Team

Carlos Grossmüller scheiterte per Freistoß an Enke (13.), dann klatsche der Ball bei einem verunglückten Abwehrversuch von Gäste-Verteidiger Frank Fahrenhorst an die Latte des Gäste-Tores (25.). Doch Hannover versteckte sich nicht, Szabolcs Huszti traf nach schöner Einzelleistung das Außennetz (27.). Nach der Pause setzte Michael Tarnat das erste Achtungszeichen für den Pokalsieger von 1992, als sein Schuss knapp am Tor der Gastgeber vorbeirauschte.

Wenig später reagierte Schalke-Coach Slomka, brachte Lövenkrands für Rakitic und sorgte so für Belebung im Angriffsspiel. Der eingewechselte Däne hatte kurz darauf aus naher Distanz die Riesenchance zur Führung, doch Enke parierte glänzend (65.). Auch Abwehrchef Marcelo Bordon fehlte das Glück, als Huszti bei seinem Schuss auf der Torlinie klärte (79.). In der Verlängerung waren die Schalker dann klar besser und kamen durch Enkes Missgeschick und Kuranyis Last-Minute-Treffer verdient zum Sieg.

Schalke 04 - Hannover 96 2:0 (0:0) n.V.
Schalke:
Neuer - Rafinha, Bordon, Krstajic, Pander (91. Westermann) - Ernst - Grossmüller, Jones - Rakitic (55. Lövenkrands) - Asamoah (106. Azaouagh), Kuranyi. - Trainer: Slomka
Hannover: Enke - Cherundolo, Vinicius, Fahrenhorst, Tarnat - Balitsch (101. Lauth), Schulz - Rosenthal (110. Bruggink), Pinto (82. Stajner), Huszti - Hanke. - Trainer: Hecking
Schiedsrichter: Peter Gagelmann (Bremen)
Tore: 1:0 Enke (97., Eigentor), 2:0 Kuranyi (119.)
Zuschauer: 60.224
Gelbe Karten: Jones - Rosenthal, Schulz

Quelle: FAZ.NET
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