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DFB-Pokal Eintrachts spätes Glück beim Jahresfinale

20.12.2006 ·  Der Pokalsieg-Sieg gegen Köln beendete ein erfolgreiches Frankfurter Fußball-Jahr. Zum Ausklang glänzte nicht nur Torjäger Takahara, auch das Comeback von Jermaine Jones gab Grund zur Freude. Von Tobias Rabe.

Von Tobias Rabe, Frankfurt
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20 Punkte nach der Bundesliga-Hinrunde, lobenswerte Auftritte im Uefa-Cup und nun der Einzug ins DFB-Pokal-Viertelfinale. Die Fußball-Welt von Eintracht Frankfurt schaut nach dem letzten Spiel des Jahres 2006 überaus rosig aus. Daher sprach Trainer Friedhelm Funkel nach dem 3:1-Erfolg nach Verlängerung gegen den 1. FC Köln auch von einem „großartigen Jahr - sportlich und wirtschaftlich“. Daß die Eintracht auch bei den Fans ankommt, beweisen die Zuschauerzahlen: Gegen den krieselnden Zweitligaverein vom Rhein kamen wieder 50.700 (Siehe auch: Funkel im Interview: „Willen zeigen - kein Wunder erwarten“).

Doch sie bekamen lange Zeit nur Fußball der unattraktiven Sorte zu sehen. Zwar nahm die Partie durch die frühe Führung durch Alex Meier nach 70 Sekunden und dem Ausgleich von Peter Madsen (18. Minute) schnell Fahrt auf, aber nur, um dann von Minute zu Minute an Niveau zu verlieren. Abenteuerliche Fehlpässe, haarsträubende Mißverständnisse und fehlende Torchancen rissen die Anhänger bei Temperaturen um den Gefrierpunkt nicht von den Sitzen. Ein Grund dafür war sicherlich der miserable Zustand des Rasens, laut Funkel eine „einzige Katastrophe“.

Jones weckt die Emotionen bei den Zuschauern

Doch das scheint derzeit das einzige Problem der Frankfurter zu sein. Denn trotz der vielen kräfteraubenden Partien in den vergangenen Wochen, mobilisierte das Team in der Verlängerung noch mal alle Kräfte und wurde durch Treffer von Naohiro Takahara (95.) und Sotirios Kyrgiakos (112.) spät belohnt. „Nun sind wir wieder einen Schritt näher an Berlin. Das ist wieder unser Ziel“, sagte Funkel. Zuvor steht nun die wohlverdiente Winterpause an. Erst am 3. Januar ist Trainingsauftakt, anschließend geht es ins Trainingslager nach Portugal.

Mit dabei sein wird dann auch Jermaine Jones. Nach seiner schweren Schienbeinverletzung gab er in den letzten zehn Minuten gegen Köln sein Comeback. Eigentlich war dieses erst zu Beginn der Rückrunde geplant, doch Funkel wollte „beim Publikum noch mal Emotionen wecken“. Der Plan ging auf. Nur zwei Minuten später traf Kyrgiakos zum 3:1. „Alles hat gehalten, wir haben gewonnen, besser kann es gar nicht laufen“, beschrieb Jones seine Rückkehr. Nun hoffe er, gesund zu bleiben, um das nachzuholen, was er verpaßt habe: Europapokalspiele.

Takaharas „bestes halbes Jahr in Deutschland“

Einer der dabei ebenfalls maßgeblich mithelfen soll, ist Naohiro Takahara. Beim Hamburger SV einst als Chancentod verschmäht, blühte der Japaner in Frankfurt richtig auf. Bereits bei Fenerbahce hatte er doppelt getroffen, gegen Köln ebnete Takahara mit dem 2:1 den Weg in die nächste Runde. „Er hat viel Kritik einstecken müssen, die Tore und seinen Lauf nimmt er nun mit in die Pause, dieser Eindruck ist wichtig“, meinte Friedhelm Funkel. Der Eintracht-Torjäger vom Dienst selber spricht von seinem „besten halben Jahr in Deutschland“.

Auf den Viertelfinalgegner muß die Eintracht noch warten. Die Auslosung findet erst am 7. Januar statt. Doch Wünsche dürfen nach Pokalsiegen und erst recht vor Weihnachten natürlich geäußert werden. Während Trainer Funkel sich nach einem Heimspiel sehnt, hofft Vorstandsvorsitzender Heribert Bruchhagen auf die Kickers aus Offenbach. Doch bei aller Pokalbegeisterung sollten sich die Frankfurter auf die Aufgaben in der Liga konzentrieren, damit Funkels Ziel sicher erreicht wird: der Klassenverbleib vor dem vorletzten Spieltag.

Eintracht Frankfurt - 1.FC Köln 3:1 n.V. (1:1/1:1)
Eintracht Frankfurt:
Pröll - Ochs, Kirgiakos, Vasoski, Chaftar (71. Spycher) - Huggel - Streit, Meier, Weissenberger (61. Thurk), Köhler (110. Jones) - Takahara
1. FC Köln:
Wessels - Haas, Mitreski, Alpay, Matip - Baykal, Lagerblom - Madsen, Broich (80. Scherz), Ehret (99. Epstein) - Chihi (106. Nickenig)
Schiedsrichter:
Weiner (Giesen)
Tore:
1:0 Meier (2.), 1:1 Madsen (18.), 2:1 Takahara (95.), 3:1 Kirgiakos (112.)
Zuschauer:
50.500 (ausverkauft)
Gelbe Karten: Huggel, Vasoski - Alpay, Baykal, Ehret, Nickenig

Quelle: FAZ.NET @tra
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Jahrgang 1983, Sportredakteur.

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