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DFB-Pokal in Siegen : Frankfurter Fan außer Lebensgefahr

  • Aktualisiert am

Zahlreiche Fans begleiteten Eintracht Frankfurt nach Siegen zum Pokalspiel. Bild: dpa

Das DFB-Pokalspiel der Eintracht in Siegen wird durch eine brutale Attacke auf einen Anhänger der Frankfurter überschattet. Nach einem Schlag ins Gesicht schwebt er kurzzeitig in Lebensgefahr.

          Der Fußballfan von Eintracht Frankfurt, der nach dem DFB-Pokalspiel gegen TuS Erndtebrück bei einer Prügelei schwer verletzt worden war, ist außer Lebensgefahr. Das teilte ein Sprecher der Polizei Siegen am Sonntag mit. Ein unbekannter Täter hatte den 42-jährigen am Samstagabend an einem Getränkestand in Siegen so brutal mit der Faust ins Gesicht geschlagen, dass er zu Boden stürzte und heftig mit dem Kopf aufschlug. Der Täter sei danach einfach weitergegangen.

          Der verletzte Fan schwebte zunächst in Lebensgefahr. Nach Polizeiangaben haben sich mehrere Zeugen bei den Ermittlern gemeldet, die die Auseinandersetzung beobachtet hatten. Bei der Fahndung nach dem Täter werde diesen Zeugenaussagen nachgegangen, hieß es. Der Schläger soll zwischen 25 und 30 Jahren alt sein und eine muskulöse Figur haben. Das Spiel fand im Stadion der nur 30 Kilometer entfernten Stadt Siegen statt.

          Eintracht Frankfurt gewann das Auswärtsspiel beim Regionalliga-Aufsteiger Erndtebrück mit 3:0. In Unterzahl wendete der Cup-Finalist eine Auftakt-Pleite im DFB-Pokal ab. Knapp drei Monate nach dem gegen Borussia Dortmund verlorenen Pokalfinale (1:2) in Berlin sorgten Timothy Chandler (35.), Mijat Gacinovic (72.) und Neuzugang Sebastian Haller (76.) für den letztlich ungefährdeten Einzug in die zweite Runde. Vor 13.106 Zuschauern im Siegener Leimbachstadion tat sich die Eintracht insbesondere nach dem frühen Platzverweis von Kapitän David Abraham (22.) schwer, Dominanz auszustrahlen und seine technische Überlegenheit in klare Chancen und Tore umzumünzen.

          Trainer Niko Kovac vertraute im ersten Pflichtspiel der neuen Saison gleich drei Neuzugängen in der Startelf. Der Schweizer Gelson Fernandes gab ein unauffälliges Debüt im defensiven Mittelfeld. Zudem durften Daichi Kamada, der die rechte Offensivseite beackerte, und Stürmer Haller von Beginn an ran. Nach gutem Start mit einigen Chancen war das Kovac-Konzept früh über den Haufen geworfen. Denn in der 22. Minute hielt Innenverteidiger Abraham als letzter Mann Erndtebrücks Sturmspitze Yuki Nishiya fest, um den Durchbruch des quirligen Japaners zu verhindern. Schiedsrichter Benedikt Kempkes war konsequent und zeigte dem Eintracht-Kapitän die Rote Karte.

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          Kurzzeitig gerieten die Frankfurter danach ins Wanken. Nishiya hätte nach dem folgenden Freistoß (23.) fast die Führung für die Gastgeber erzielt. Doch sein Versuch strich knapp über das von Lukas Hradecky gehütete Tor. Es dauerte etwas, dann hatte sich der Pokalfinalist der Vorsaison neu sortiert. Gleichwohl fiel die Führung etwas überraschend, weil die Siegerländer gerade besser ins Spiel gefunden hatten. Chandler ließ TuS-Keeper Samuel Aubele mit seinem strammen Schuss nach einiger Verwirrung in der Abwehr des Viertligavereins keine Chance.

          Mit der 1:0-Führung im Rücken beschränkten sich die Hessen auf das Nötigste und gerieten auf dem durch den Nieselregen aufgeweichten Rasen ein- ums andere Mal unter Druck. Allerdings waren die Hausherren, bei denen vor allem der kleine Japaner Nishiya durch nimmermüden Einsatz besonders gefiel, im Abschluss zu harmlos. Gacinovic und Haller sorgten mit ihren Treffern in den letzten 20 Minuten dann für klare Verhältnisse.

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