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DFB-Pokal „Da simmer dabei! Dat is prima“

25.10.2006 ·  Karneval am Rhein: Der 1. FC Köln hat Schalke 04 in einem packenden Pokalspiel nach Verlängerung 4:2 bezwungen und ist ins Achtelfinale eingezogen. Auch Kölns Klassenkameraden Unterhaching, Burghausen und Fürth kamen eine Runde weiter.

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Mit dem hochverdienten 4:2 (2:2, 2:0) nach Verlängerung gegen den Bundesliga-Zweiten Schalke 04 zog der 1. FC Köln ins Achtelfinale des DFB-Pokals ein.

Thomas Broich (98.) und Adil Chihi (111.) sorgten mit ihren Treffern für die späte Entscheidung zu Gunsten des Bundesliga- Absteigers. Die lange enttäuschenden „Königsblauen“ hatten in der regulären Spielzeit ein 0:2 aufgeholt, erlebten am Ende aber wie vor einem Jahr beim 0:6 gegen Eintracht Frankfurt eine erneute Blamage.

Doppelschlag und Platzverweis

Nach einem Doppelschlag vor der Pause schienen die Kölner schon früh auf dem Weg in die nächste Runde zu sein. Das Eigentor des Schalkers Dario Rodriguez (34.) und der erste Pflichtspieltreffer des Slowenen Milivoje Novakovic (36.) sorgten für eine scheinbar beruhigende Führung.

Der Däne Peter Lövenkrands (55.) und Rodriguez (75.) retteten den Favoriten aus Gelsenkirchen in die Verlängerung. Die Schalker schafften den Ausgleich trotz Unterzahl: Zlatan Bajramovic (69.) hatte wegen einer Tätlichkeit die Rote Karte gesehen.

Glanzlos in Babelsberg

Bundesligist VfB Stuttgart hat das Duell „David gegen Goliath“ gegen den einzigen verbliebenen Oberligisten in der zweiten Runde des DFB-Pokals glanzlos für sich entschieden.

Die Schwaben setzten sich nach hartem Kampf mit 4:2 (1:0) beim brandenburgischen Viertligisten SV Babelsberg durch und zogen damit als erster Club ins Achtelfinale ein. Die Tore für den VfB erzielten Roberto Hilbert (14.), Matthieu Delpierre (52.), Mario Gomez (61.) und der eingewechselte Cacau (80.). Den Gastgebern, für die Stürmer Aymen Ben-Hatira zwei Mal der Anschlußtreffer gelang (57./72.), bleibt als Trost immerhin 150.000 Euro Fernsehgeld sowie eine fünfstellige Summe aus den Zuschauereinnahmen.

Weidenfeller raus, Dortmund raus

Eine Rote Karte gegen Torhüter Roman Weidenfeller (49.) war der Anfang vom Ende für Borussia Dortmund. Die in der zweiten Halbzeit dezimierten Westfalen mußten sich Hannover 96 mit 0:1 (0:0) geschlagen geben. Den entscheidenden Treffer zum Einzug der Niedersachsen ins Achtelfinale erzielte Vahid Hashemian (86.).

Weidenfeller war gegen den heranstürmenden Jan Rosenthal aus dem Tor geeilt und hatte den Ball außerhalb des Strafraums unglücklich mit der Hand gespielt. Der als Ersatz ins Spiel gekommene, erst 21 Jahre alte Amateurtorhüter Sören Pirson zeigte eine gute Partie, war gegen Hashemians Treffer kurz vor Schluß aber machtlos. Zuvor hatten die Dortmunder durch Alexander Frei (81.) und Christian Wörns (82.) zwei hochkarätigen Chancen, die jedoch Hannovers Torhüter Robert Enke parierte.

Hanke schießt Wolfsburg weiter

Dank Mike Hanke steht auch der VfL Wolfsburg im Achtelfinale. Mit seinem Treffer in der 69. Minute bewahrte der Nationalspieler das Team von Trainer Klaus Augenthaler vor einer Blamage gegen den SC Freiburg. Vor 6000 Zuschauern zeigten die Wolfsburger gegen den nach Boubacar Diarras Roter Karte (23./Notbremse) frühzeitig dezimierten Zweitligisten eine schwache Leistung und wurden trotz des Sieges von den eigenen Fans ausgepfiffen.

Der VfL Bochum bezwang den Karlsruher SC mit 3:2 (2:1). Das Bundesliga-Schlußlicht ging durch Theofanis Gekas (26.) sowie Heiko Butscher (29.) mit 2:0 in Führung. Massimilian Porcello glich mit zwei Treffern für Karlsruhe aus (44./61.). Der Siegtreffer gelang kurz vor Spielschluß erneut Butscher (87.).

Wacker im Elfmeterschießen

Wacker Burghausen hat sich in der zweiten Runde des DFB-Pokals das erhoffte Erfolgserlebnis mühsam erarbeitet. Der Tabellenletzte der zweiten Fußball-Bundesliga bezwang den Regionalligisten VfB Lübeck erst im Elfmeterschießen mit 5:4 (0:0, 0:0). Vor 5000 Zuschauern im Stadion an der Lohmühle behielt Stefan Aigner als letzter Burghausener Schütze die Nerven, während Enrico Neitzel beim VfB als 14. Schütze des Abends zur tragischen Figur wurde.

Ebenfalls für die dritte Runde qualifiziert sind die SpVgg Unterhaching (3:0 beim FK Pirmasens) und die SpVgg Greuther Fürth (2:0 beim 1. FC Saarbrücken).

DFB-Pokal, 2. Runde
SV Babelsberg 03 - VfB Stuttgart 2:4 (0:1)
Zuschauer: 7120
Tore: 0:1 Hilbert (14.), 0:2 Delpierre (53.), 1:2 Ben-Hatira (57.), 1:3 Gomez (61.), 2:3 Ben-Hatira (72.), 2:4 Cacau (80.)
FK Pirmasens - SpVgg Unterhaching 0:3 (0:2)

Zuschauer: 6000
Tore: 0:1 Kolomaznik (20.), 0:2 Kolomaznik (38.), 0:3 Custos (86.)
Gelb-Rote Karte: Carvalho (Pirmasens) wegen wiederholten Foulspiels (82.)
1. FC Saarbrücken - SpVgg Greuther Fürth 0:2 (0:1)

Zuschauer: 3300
Tore: 0:1 Caillas (16.), 0:2 Reisinger (59.)
VfL Bochum - Karlsruher SC: 3:2 (2:1)

Zuschauer: 8000
Tore: 1:0 Gekas (26.), 2:0 Butscher (29.), 2:1 Porcello (44.), 2:2 Porcello (62.), 3:2 Butscher (87.)
VfL Wolfsburg - SC Freiburg: 1:0 (0:0)

Zuschauer: 6000
Tor: 1:0 Hanke (69.)
Rote Karte: Diarra (F./23./Notbremse)
Borussia Dortmund - Hannover 96 0:1 (0:0)

Zuschauer: 29.000
Tor: 0:1 Hashemian (86.)
Rote Karte: Weidenfeller (D./49./Handspiel)
VfB Lübeck - Wacker Burghausen 0:0 n.V., 4:5 i.E.

Zuschauer: 5000
Elfmeterschießen: 0:1 Krejci, 1:1 Hirsch, Frech (L.) hält gegen Schmidt, Kullig (L.) schießt neben das Tor, 1:2 Drescher, Gospodarek (B.) hält gegen Lindemann, Nicu (B.) schießt über das Tor, 2:2 Schröder, 2:3 Fink, 3:3 Dogan, 3:4 Wiesinger, 4:4 Bärwolf, 4:5 Aigner, Gospodarek (B.) hält gegen Neitzel
1. FC Köln - FC Schalke 04 4:2 n.V. (2:2/2:0)
Zuschauer: 50.000
Tore: 1:0 Rodriguez (34., Eigentor), 2:0 Novakovic (36.), 2:1 Lövenkrands (55.), 2:2 Rodriguez (75.), 3:2 Broich (98.), 4:2 Chihi (111.)
Rote Karte: Bajramovic (S./69./Tätlichkeit)

Quelle: FAZ.NET mit Material von sid, dpa
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