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DFB-Leistungstest Van Gaal bleibt ein einsamer Kritiker

26.01.2010 ·  Joachim Löw erhält Unterstützung von Bayer-Trainer Jupp Heynckes. Beide halten nichts von Louis van Gaals Genörgel, der den Leistungstest der DFB-Elf kritisierte. Wichtig sei stattdessen eine „rege Kommunikation“.

Von Michael Horeni, Stuttgart
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Nach all der bayerischen Schaumschlägerei der vergangenen Tage hätte sich Joachim Löw beim Bemühen, die Notwendigkeit der WM-Vorbereitung der Nationalmannschaft zu erläutern, keinen geeigneteren Kollegen als Jupp Heynckes an seiner Seite wünschen können. Der in dieser Saison zum Elder Statesman der Bundesliga aufgestiegene Fußballlehrer von Tabellenführer Bayer Leverkusen demonstrierte am Montag nach der Trainertagung Seite an Seite mit dem Bundestrainer symbolisch den Schulterschluss der Ligatrainer mit der Nationalelf.

Das erschien in der notorisch überdrehten Branche mal wieder nötig, weil Bayern-Coach Louis van Gaal unvermittelt den lange geplanten und mit den Vereinen abgestimmten Fitnesstest mitsamt Werbeaufnahmen für die Sponsoren als „Wahnsinn“ bezeichnet hatte. Drei Tage mochte er auf seine Spieler nicht verzichten, und weil das den Trainern des Hamburger SV und des VfL Wolfsburg auch nicht so recht war, da sie am Freitag schon wieder spielen müssen, wurde das Programm auf zwei Tage zusammengeschnurrt.

Heynckes sagte dem niederländischen Kollegen in Stuttgart aber auch ganz deutlich, was er von dem Genörgel hält. „Da kann man sich nicht hinstellen und das kritisieren“, rief Heynckes seinem Bayern-Nachfolger und Bayer-Verfolger angesichts der Faktenlage zu. Für einen erfolgreichen Auftritt der Nationalelf in Südafrika „tragen auch die Bundesligatrainer eine gewisse Verantwortung“, sagte Heynckes.

„Wichtig ist, dass gerade zur WM eine rege Kommunikation stattfindet.“ Der Bundestrainer gab sich nach den dreieinhalbstündigen Unterredungen mitsamt Vorträgen zuversichtlich, dass seine Kollegen trotz „unterschiedlicher Interessen“ nun wenigstens bis zur WM still halten. „Ich hatte absolut das Gefühl, dass wir als Nationalmannschaft Unterstützung erfahren“, sagte Löw.

Die Trainertagung sei nützlich, damit man auch einmal jenseits der „Hektik des Spieltags diskutieren oder irgendwelche Missverständnisse aus dem Weg räumen“ könne. Heynckes, aus dessen Team fünf Profis zu Löws Kader gehören, begutachtete die Trainertagung aber auch mit einem gewissen historischen Interesse. „Ich war ja lange Zeit nicht mehr bei den Trainertreffen dabei. Aber gestern Abend ging es viel gesitteter zu als vor 20 oder 25 Jahren.“

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Jahrgang 1965, Korrespondent für Sport in Berlin.

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