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Deutsches Team Der Capitano kommt

30.06.2010 ·  Der deutsche Fußball-Tross macht sich frühzeitig auf den Weg nach Kapstadt, um sich am Spielort des Viertelfinales auf Argentinien vorzubereiten. Dort wird das Team auch auf Michael Ballack treffen, der sein Kommen angekündigt hat.

Von Uwe Marx
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Auf nach Kapstadt – und das vor der Zeit. Weil der Flug für die Nationalmannschaft, die schon in Durban, Port Elizabeth, Johannesburg und Bloemfontein gespielt hat, diesmal etwas länger dauert als bei den Partien zuvor, bricht der DFB-Tross schon an diesem Donnerstag auf. „Wir haben uns entschieden, früher anzureisen, um dann am Freitag in Kapstadt in Ruhe zu trainieren“, sagte Joachim Löw. Der sportliche Aufgalopp am Tag vor dem Spiel ist üblich. Meist dient er dazu, ohne allzu großen Ehrgeiz wieder Tritt zu fassen und – im schlechtesten Fall – zu testen, ob ein verletzter Spieler überhaupt für einen Einsatz in Frage kommt

Dieser Fall ist bei Cacau eingetreten. Der Angreifer hatte schon das 4:1 gegen England verpasst, und er wird wohl auch gegen Argentinien nicht spielen können. Eine Bauchmuskelzerrung steht seinem Mitwirken im Weg. „Wir werden am Freitag noch einmal testen, ob es geht“, sagte Löw. „Es sieht aber nicht so gut aus.“ Alle anderen zweiundzwanzig Spieler der deutschen Auswahl sind dagegen unverletzt und einsatzbereit.

Auch die Kanzlerin hat ihr Kommen angekündigt

In Kapstadt werden sie auch jenen Spieler treffen, der seinen Platz im WM-Kader sicher hatte, bevor ihn eine Fußverletzung aus dem Rennen warf: Michael Ballack, der Kapitän der Mannschaft, der von Philipp Lahm ja nur vertreten wird, hat sich als Unterstützer angekündigt. Der Rückkehrer in die Bundesliga, genauer: zu Bayer Leverkusen, ist ein weiterer prominenter – und in diesem Fall gut bekannter – Zuschauer, der Löws Team gegen Argentinien vom Tribünenplatz aus beobachten will.

In diese Kategorie gehört auch, natürlich noch gewichtiger, Bundeskanzlerin Angela Merkel. Es ist davon auszugehen, dass diese beiden die DFB-Vertretung ohne Ausnahme unterstützen. Bei einem, der von zu Hause aus die WM verfolgt, ist das nicht so sicher. Torsten Frings, der beim Viertelfinale 2006 gegen den selben Gegner noch dabei war, vor dieser WM aber von Löw aus dem Kader gestrichen worden war, ließ via Interview wissen, wie seine Sympathien verteilt sind. Er habe mit niemandem beim DFB Probleme, schon gar nicht mit einzelnen Spielern. Es gebe nur eine Ausnahme – den Bundestrainer. Frings weiß, was die Mannschaft gegen Argentinien erwartet. Er war wegen einer Tätlichkeit nach Abpfiff des Spiels für das danach folgende Halbfinale gesperrt worden.

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Jahrgang 1964, Sportredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

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