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Deutsch-französische Fußball-Freundschaft : Frankreich, alaaf!

Harald Schumacher: „Jeck schlägt sich nicht, Jeck verträgt sich“ Bild: dpa

Toni Schumacher kann nicht zum deutsch-französischen Freundschaftskick kommen. Er sollte Battiston mal wieder die Hand geben, dem er einst zwei Zähne ausgeschlagen hat. Doch Schumacher hat Besseres vor: Karnevalssitzung des FC!

          Voilà, la gute Nachricht de la semaine lautet: Die deutsch-französischen Beziehungen funktionieren. Zwar blickt die Grande Nation neidvoll über den Rhein, wo sich der Nachbar in der Finanzkrise besser behauptet, und auch die Spitzenpolitiker Hollande und Merkel bilden nicht gerade eine Entente cordiale.

          Aber sonst ist alles trés prima: François und Angela duzen sich jetzt, der Linke Gysi darf beim Jubiläum des Élysée-Vertrags ungestraft über das frugale französische Frühstück lästern, und Harald „Toni“ Schumacher, nach der brutalen Attacke gegen Patrick Battiston bei der Fußball-WM 1982 als „hässlicher Deutscher“ verpönt, nimmt niemand übel, dass er nicht zum Freundschaftskick zwischen der DFB-Elf und Frankreich kommt.

          Eigentlich sollte der frühere Torwart in Paris mal wieder Battiston die Hand geben, nachdem er ihm einst zwei Zähne genommen hatte. Aber Schumacher, nun Vizepräsident des 1. FC Köln, hat am 6. Februar Besseres vor: Karnevalssitzung des FC! Jeck schlägt sich nicht, Jeck verträgt sich.

          Thomas Klemm

          Redakteur im Ressort „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

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