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Veröffentlicht: 13.12.2012, 12:44 Uhr

Copa Sudamericana Finale abgebrochen - Spieler mit Waffen bedroht

Schwere Tumulte überschatten das Finale der Copa Sudamericana. Nach Schlägereien zwischen den Spielern wird die Partie abgebrochen. Das Eingreifen der Polizei sorgt auch nicht für Sicherheit.

© dapd Südamerikas Fußball braucht ein Sicherheitskonzept: Spielabbruch im Finale

Nach dem Abbruch des Endspiels der Copa Sudamericana zwischen dem FC São Paulo und CA Tigre haben Vertreter des argentinischen Fußball-Clubs massive Vorwürfe gegen die brasilianische Polizei erhoben. Laut Tigre-Trainer Nestor Gorosito sollen Beamte Spieler seiner Mannschaft vor den Umkleidekabinen mit Waffen bedroht haben. „Sie lauerten uns auf und einer von ihnen zog einen Revolver und hielt ihn unserem Torwart Damian Albil vor die Brust. Sicherheitskräfte und Polizei haben uns auch geschlagen, es waren um die 20 Personen“, sagte der Coach dem Sender Fox Sports. Argentinische Medien veröffentlichten Fotos von Blutflecken an den Wänden der Kabine.

Die Partie war am späten Mittwochabend (Ortszeit) nach Ende der ersten Halbzeit wegen Schlägereien zwischen den Spielern auf dem Platz und in den Umkleidekabinen beim Stand von 2:0 für die Gastgeber abgebrochen worden. Ungeachtet der Proteste der Argentinier erklärte der südamerikanische Fußball-Verband (Conmebol) São Paulo zum Sieger. Für den brasilianischen Verein ist es der erste Titel im Südamerika-Cup, der der Europa League vergleichbar ist.

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Zu den Auseinandersetzungen vor rund 70.000 Zuschauern im Morumbi-Stadion war es in der 39. Minute gekommen, nachdem Tigre-Verteidiger Lucas Orbán São Paulos Mittelfeldspieler Lucas, der das 1:0 erzielt hatte, mit dem Ellbogen ins Gesicht geschlagen hatte. Der Brasilianer verließ stark blutend das Feld. Der chilenische Schiedsrichter Enrique Osses ließ weiterspielen, was zu heftigen Protesten der Gastgeber-Mannschaft führte. Da es auch in der Kabine zu Aggressionen kam, schritt die Polizei ein. Die argentinische Mannschaft weigerte sich daraufhin, auf das Spielfeld zurückzukehren. São Paulos Kapitän, Torwart Rogerio Ceni, warf den Gästen eine rabiate Spielweise vor. „Sie sind hierhergekommen, um zu kämpfen, nicht um zu spielen“, sagte der Schlussmann.

Spieler des argentinischen Clubs gaben dagegen an, dass ihr Bus schon auf dem Weg ins Stadion von aggressiven Fans mit Steinen und Bierdosen beworfen worden sei. Das Hinspiel in Argentinien war 0:0 ausgegangen.

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