http://www.faz.net/-gtl-7515x

Copa Sudamericana : Finale abgebrochen - Spieler mit Waffen bedroht

  • Aktualisiert am

Südamerikas Fußball braucht ein Sicherheitskonzept: Spielabbruch im Finale Bild: dapd

Schwere Tumulte überschatten das Finale der Copa Sudamericana. Nach Schlägereien zwischen den Spielern wird die Partie abgebrochen. Das Eingreifen der Polizei sorgt auch nicht für Sicherheit.

          Nach dem Abbruch des Endspiels der Copa Sudamericana zwischen dem FC São Paulo und CA Tigre haben Vertreter des argentinischen Fußball-Clubs massive Vorwürfe gegen die brasilianische Polizei erhoben. Laut Tigre-Trainer Nestor Gorosito sollen Beamte Spieler seiner Mannschaft vor den Umkleidekabinen mit Waffen bedroht haben. „Sie lauerten uns auf und einer von ihnen zog einen Revolver und hielt ihn unserem Torwart Damian Albil vor die Brust. Sicherheitskräfte und Polizei haben uns auch geschlagen, es waren um die 20 Personen“, sagte der Coach dem Sender Fox Sports. Argentinische Medien veröffentlichten Fotos von Blutflecken an den Wänden der Kabine.

          Die Partie war am späten Mittwochabend (Ortszeit) nach Ende der ersten Halbzeit wegen Schlägereien zwischen den Spielern auf dem Platz und in den Umkleidekabinen beim Stand von 2:0 für die Gastgeber abgebrochen worden. Ungeachtet der Proteste der Argentinier erklärte der südamerikanische Fußball-Verband (Conmebol) São Paulo zum Sieger. Für den brasilianischen Verein ist es der erste Titel im Südamerika-Cup, der der Europa League vergleichbar ist.

          Zu den Auseinandersetzungen vor rund 70.000 Zuschauern im Morumbi-Stadion war es in der 39. Minute gekommen, nachdem Tigre-Verteidiger Lucas Orbán São Paulos Mittelfeldspieler Lucas, der das 1:0 erzielt hatte, mit dem Ellbogen ins Gesicht geschlagen hatte. Der Brasilianer verließ stark blutend das Feld. Der chilenische Schiedsrichter Enrique Osses ließ weiterspielen, was zu heftigen Protesten der Gastgeber-Mannschaft führte. Da es auch in der Kabine zu Aggressionen kam, schritt die Polizei ein. Die argentinische Mannschaft weigerte sich daraufhin, auf das Spielfeld zurückzukehren. São Paulos Kapitän, Torwart Rogerio Ceni, warf den Gästen eine rabiate Spielweise vor. „Sie sind hierhergekommen, um zu kämpfen, nicht um zu spielen“, sagte der Schlussmann.

          Spieler des argentinischen Clubs gaben dagegen an, dass ihr Bus schon auf dem Weg ins Stadion von aggressiven Fans mit Steinen und Bierdosen beworfen worden sei. Das Hinspiel in Argentinien war 0:0 ausgegangen.

          Quelle: FAZ.NET/dpa

          Weitere Themen

          Unentschieden nach Torspektakel

          4:4 in Hannover : Unentschieden nach Torspektakel

          Zum Hinrunden-Finale bieten Hannover 96 und Bayer Leverkusen nochmal beste Fußball-Unterhaltung. Vor allem bei der Werkself hält sich die Freude über das 4:4 aber in Grenzen.

          Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben.

          Topmeldungen

          Der Offshore-Windpark Butendiek etwa 30 Kilometer vor Sylt in der Nordsee

          F.A.Z. exklusiv : EU streicht Betrieben Ökostrom–Befreiung

          Für bis zu 10.000 Betriebe steigt ab Januar die Stromrechnung, weil die EU ihnen die Befreiung von der Ökostromumlage gestrichen hat. Zusatzkosten in Millionenhöhe werden erwartet.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.