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Chelsea London Angeschlagener Mourinho wird gestützt

09.01.2007 ·  Energisch hat die Vereinsspitze von Chelsea London Meldungen dementiert, nach denen Teammanager Mourinho den englischen Fußball-Meister verlassen wird. „Das ist absolut nicht wahr“, sagte Geschäftsführer Kenyon: „Es gibt keinen Grund für eine Trainerdiskussion.“

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Energisch hat Peter Kenyon, Geschäftsführer des FC Chelsea, Meldungen dementiert, nach denen Teammanager Jose Mourinho den englischen Fußball-Meister nach der Saison verlassen wird. „Das ist absolut nicht wahr“, sagte Kenyon während einer China-Reise. Diverse Zeitungen hatten spekuliert, dass der Portugiese seinen Platz für den niederländischen Coach Guus Hiddink räumen werde. Hiddink ist derzeit als russischer Nationaltrainer tätig.

„Es gibt keinen Grund für eine Trainerdiskussion. Wir sind Zweiter in der Meisterschaft mit sechs Punkten Rückstand auf Manchester United. Wir haben die Gruppenphase der Champions League als Erster abgeschlossen, stehen im Halbfinale des Liga-Pokals und in der vierten Runde des FA-Cups. Sicherlich, die Saison ist noch nicht beendet, aber wir sind überall in einer guten Position“, sagte Kenyon.

Geschichte mit Hiddink nur „aufgewärmt“

Doch Clubbesitzer Roman Abramowitsch scheint die Geduld zu verlieren mit dem Coach, dem er jährlich ein Grundgehalt von rund acht Millionen Euro überweist. Der russische Multimilliardär, der in drei Jahren über 500 Millionen Euro in den FC Chelsea gepumpt hat, fordert den Gewinn der Champions League. Ansonsten könnte Guus Hiddink übernehmen. Der Name Hiddink war auch in Zusammenhang mit der Kritik an Mourinho und dessen Umgang mit den Spielern genannt worden.

„Das mit Hiddink ist eine alte Geschichte, die immer wieder aufgewärmt wird“, erklärte Kenyon. Der Niederländer gilt als Freund Abramowitschs. Der russische Verband hatte auf die Gerüchte in England prompt reagiert und auf Hiddinks Vertragsdauer bis 2008 hingewiesen. Mourinho werden unterdessen schon neue Kontakte nachgesagt: Inter Mailand und Juventus Turin sollen Interesse an einer Liaison mit dem Portugiesen haben.

Drei Unentschieden als dunkler Moment?

Seit José Mourinho im Sommer 2004 zum FC Chelsea kam, galt sein Trainerstuhl beim englischen Meister als der bestbezahlte im Weltfußball - und auch als einer der sichersten. Doch nach fast drei Jahren hat die britische Presse Probleme in der „Traumehe“ wahr genommen. „Wer darauf setzt, dass Mourinho nächste Saison noch in Chelsea ist, ist ein mutiger Mann“, schrieb die Boulevardzeitung „The Sun“. Auch die „Times“ ist überzeugt: „Es ist wahrscheinlicher, dass er zurücktritt oder entlassen wird als dass er eine vierte Saison an der Stamford Bridge beginnt.“

„Ich finde es amüsant, dass dies als dunkler Moment meiner Trainerlaufbahn bezeichnet wird, bloß weil ich drei Mal unentschieden gespielt habe“, sagte Mourinho am Wochenende. Doch es sind nicht nur sportliche Gründe, die den Portugiesen zum „Wackeltrainer“ machen. Seine Transferpolitik, sein aggressives Auftreten in der Öffentlichkeit und sein dauerndes Lamentieren über Verletzungen werden hinter verschlossenen Türen gegen den 43-Jährigen angeführt.

Kollegen gehen mit Ballack hart ins Gericht

Mourinho schaffte es bislang nicht, die teuren Superstars Schewtschenko und Ballack einzubinden. Während der ukrainische Torjäger seit einigen Wochen auf die Ersatzbank verbannt wurde, steht Ballack nicht mehr nur bei Fans und Medien, sondern angeblich sogar bei seinen Mitspielern in der Kritik. Wie die Sunday Times berichtet, sollen Stürmerstar Didier Drogba und Mittelfeldspieler Claude Makelele nach dem 2:2 zum Jahresabschluss gegen den FC Fulham in letzter Sekunde davon abgehalten worden sein, sich bei Mourinho über Ballacks Mangel an Effektivität zu beschweren.

Gegen Fulham hatte der 30 Jahre alte Mittelfeldstar kurz vor dem Spielende mit einer verunglückten Abwehr den Ausgleich der Gäste begünstigt. Nach Ansicht mehrerer Mitspieler setze sich Ballack auf dem Platz zu wenig ein, arbeite nicht hart genug in der Defensive und habe immer noch keine Bindung zu seinen neuen Kollegen im Angriff gefunden. Diese Vorwürfe seien in Teammeetings geäußert worden sein. Dennoch hält Mourinho seine Hand bislang schützend über den deutschen Kapitän, den er wiederholt als „unantastbar“ bezeichnete.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa/sid
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