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BVB in der Champions League : Philipps Traum wird wahr

  • -Aktualisiert am

Maximilian Philipp (rechts, mit Mario Götze) hat sich bei Borussia Dortmund schnell akklimatisiert. Bild: Picture-Alliance

Der Wechsel von Maximilian Philipp zu Borussia Dortmund war durchaus von Skepsis begleitet. Doch es spricht einiges dafür, dass er an diesem Mittwochabend gegen Tottenham seinen Einstand in der Champions League gibt.

          Als Maximilian Philipp im Sommer vom SC Freiburg zu Borussia Dortmund ging, war sein Wechsel durchaus von Skepsis begleitet. Sicher, der Angreifer hatte eine veritable Saison beim SC Freiburg hingelegt, neun Tore erzielt und fünf Vorlagen gegeben. Aber war es nötig, um die zwanzig Millionen Euro Ablöse für ihn zu bezahlen?

          Immens viel Geld für einen 23-Jährigen, der mit Freiburg im Jahr zuvor erst aufgestiegen war? Philipp gilt als Spieler mit „glänzender Perspektive“, wie Sportdirektor Michael Zorc es ausdrückt. Aber brauchte der BVB ihn so dringend, dass der Zulieferbetrieb aus dem Breisgau so viel Geld verlangen konnte wie nie zuvor für einen Fußballprofi?

          Abschließend lässt sich diese Frage noch nicht beantworten, aber die ersten Pflichtspiele der jungen Saison liefern Anhaltspunkte dafür, dass die Millionen gut angelegt sind, die Dortmund ausgab, als an den Geldregen aus dem Dembélé-Transfer noch nicht zu denken war. Philipp gehörte in allen drei Ligaspielen und auch in der ersten Runde des nationalen Pokalwettbewerbs der Startelf an.

          Sogar Peter Bosz schien ein wenig überrascht, wie gut Philipp sich eingelebt hat. Anfangs habe er noch ein wenig schüchtern gewirkt und „sich nicht so gezeigt“, sagte der BVB-Trainer. Aber als es ernst wurde, habe der Stürmer auf dem linken Flügel überzeugt.

          Und so spricht einiges dafür, dass Philipp an diesem Mittwochabend (20.45 Uhr/ live in ZDF, Sky und F.A.Z.-Liveticker)  sogar seinen Einstand in der Champions League gibt – im Londoner Wembley-Stadion gegen Tottenham Hotspur. Auf solch großen Bühnen aufzutreten, „davon habe ich als Kind geträumt“, sagt er, „jetzt wird es wahr.“ In den ersten Wochen hat der U-21-Europameister seinen Dortmunder Traum unbekümmert in die Tat umgesetzt. Der Weg in die Startelf wurde ihm dadurch erleichtert, dass arrivierte Profis wie Marco Reus und André Schürrle aufgrund von Verletzungen derzeit keine Konkurrenz für ihn sind; dass Ousmane Dembélé erst suspendiert und dann verkauft wurde.

          Aber auch ein Tipp seines Freiburger Förderers Christian Streich mag ihm geholfen haben. Der „Herr Streich“, so nennt Philipp seinen früheren Trainer, habe ihm mit auf den Weg gegeben, sich nicht unter Druck setzen zu lassen von der Transfersumme oder von den neuen Dimensionen im zweitgrößten deutschen Fußballverein. „Ich soll meinen Stiefel spielen und Spaß haben.“

          Philipp hat den Rat beherzigt und sich bemerkenswert schnell akklimatisiert. So schnell wie in den vergangenen Monaten ging es bei ihm nicht immer voran. Bevor die Freiburger Schule sich seiner annahm, war der Karrierestart des Berliners schleppend verlaufen. Bei Hertha BSC aussortiert, wechselte er zum Nachbarn Tennis Borussia, zog weiter nach Cottbus und landete vor knapp fünf Jahren schließlich bei der „U 19“ des SC Freiburg.

          Dort hat seine Karriere Fahrt aufgenommen. Bei allem Respekt vor den vielen Stars, darunter nun auch noch Andrej Jarmolenko, sieht Maximilian Philipp sich gut gerüstet für den Konkurrenzkampf in der Offensive: „Ich glaube, ich bin jetzt auch kein so Schlechter“, sagt er.

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