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Champions League : Neue Bayern-Sorgen um Robben und Coman

  • Aktualisiert am

Kingsley Coman machte ein auffällig gutes Spiel gegen Paris. Bild: AFP

Die Münchner melden sich mit dem Sieg über Paris zurück im Konzert der Großen in der Champions League. Nun blicken alle auf die Auslosung. Nur zwei verletzte Spieler trüben die Laune.

          Die Rückkehr von Arjen Robben in den Spielbetrieb wird sich beim FC Bayern München verzögern. Der Niederländer hat nach einem Muskelfaserriss im Oberschenkel nun Probleme mit dem Ischias-Nerv, wie Trainer Jupp Heynckes nach dem 3:1 des deutschen Fußball-Meisters am Dienstagabend in der Champions League gegen Paris Saint-Germain mitteilte. „Bei Arjen ist es schwierig“, sagte Heynckes. Der Nerv sei entzündet. „Da kann man keine Prognose stellen.“ Es sei keine schlimme Verletzung. Nach Einschätzung von Heynckes könne sie einen Zeitraum von ein, zwei Wochen einnehmen. Der 33 Jahre alte Robben pausiert seit zwei Wochen. Im Champions-League-Spiel beim RSC Anderlecht in Belgien hatte er sich einen Muskelfaserriss zugezogen.

          Champions League

          Der FC Bayern muss zudem für die nächsten Aufgaben um den Einsatz von Flügelspieler Kingsley Coman bangen. „Ich habe mit dem Doc gesprochen. Er wird Mittwoch nochmal untersucht. Es ist zumindest nichts Schlimmes, glaube ich. Aber man muss abwarten, um die richtige Diagnose zu stellen“, sagte Sportdirektor Hasan Salihamidzic. Der 21 Jahre alte Franzose hatte am Ende des Spiels muskuläre Probleme. Er fasste sich an den linken Oberschenkel. Bayern-Trainer Heynckes geht allerdings davon aus, dass er nicht länger auf Coman verzichten muss. „Die Verletzung von Kingsley ist laut Doktor Müller-Wohlfahrt nicht so schlimm, obwohl man erstmal abwarten soll“, sagte Heynckes.

          Die Fans feierten ihre Fußball-Lieblinge schon wieder als „Super-Bayern“. Nach dem prestigeträchtigen Sieg über Paris ist der Glaube zurück, dass der deutsche Rekordmeister unter Heynckes auch in der Champions League Großes leisten könnte. „Ich habe ja gesagt, dass der FC Bayern eine große Historie im Europapokal und in der Champions League hat. Mit dem heutigen Spiel haben wir untermauert, dass wir nach wie vor nicht nur wettbewerbsfähig sind, sondern dass wir eine gute Mannschaft und Ambitionen haben“, sagte der Bayern-Coach nach dem Heimerfolg gegen die Torrekordler um 222-Millionen-Mann Neymar.

          Bereits am Dienstagabend standen in Manchester City mit dem früheren Coach Pep Guardiola, FC Barcelona mit Superstar Lionel Messi, Manchester United, AS Rom, Tottenham Hotspur uns Besiktas Istanbul sechs von insgesamt sieben möglichen Bayern-Gegnern für das Achtelfinale im kommenden Jahr fest. Die Auslosung findet am Montag statt. „Wenn man so in die Gruppen schaut, ist nichts einfach. Aber wir sind da“, verkündete Sportdirektor Hasan Salihamidzic selbstbewusst. „Man kann sich eh nichts wünschen“, sagte Sven Ulreich, der sich abermals als starker Rückhalt im Münchner Tor präsentiert hatte. Respektvoll äußerte sich auch der Gegner, der den Gruppensieg trotz der Niederlage in München sicherte. „Die Bayern haben es gut gemacht. Man sieht, dass sie nach wie vor eine der besten Mannschaften in Europa sind“, sagte PSG-Weltmeister Julian Draxler.

          Klare Ansage: Die Bayern besiegen Paris im Rückspiel mit 3:1. Bilderstrecke

          Anders als beim desaströsen 0:3 im September, das Trainer Carlo Ancelotti den Job gekostet hatte, jubelten unter Heynckes diesmal die Münchner um Kapitän Franck Ribéry. Robert Lewandowski (8. Minute) und Corentin Tolisso (37./69.) erzielten vor 70.000 Zuschauern die Tore. Zudem agierten die Bayern über weite Strecken abgeklärt, verteidigten als Kollektiv diszipliniert und erreichten so das Hauptziel des Spiels. „Wir wollten das 0:3 aus dem Hinspiel gutmachen, das lag uns sehr am Herzen“, sagte der starke Tolisso. Paris, das durch Kylian Mbappé zum 1:2 kam, tröstete sich mit dem erreichten Gruppensieg. „Dieses Spiel könnte in drei, vier Monaten ein K.o.-Spiel sein“, sagte PSG-Trainer Unai Emery. „Das war ein großes Spiel. Das sind zwei Mannschaften, die Titelanwärter sind, die gewinnen wollen.“ Erst einmal stehen für beide andere Aufgaben in der ersten K.o.-Runde im Februar und März 2018 an.

          Die Münchner haben mit dem abschließenden Sieg über Paris ihre Prämieneinnahmen in der Champions League auf bislang 26,2 Millionen Euro erhöht. Zum Startgeld der Europäischen Fußball-Union Uefa von 12,7 Millionen Euro für jeden der 32 Teilnehmer an der Königsklasse kommen 7,5 Millionen für fünf Siege in Gruppe B. Weitere sechs Millionen Euro erhält jeder Achtelfinal-Teilnehmer. Im Falle des Titelgewinns würden weitere 29,5 Millionen auf das Konto des deutschen Rekordmeisters fließen. Die Gesamtprämie würde sich dann auf 55,7 Millionen Euro summieren. Hinzu kommen Einnahmen aus dem Marktpool der Uefa von mindestens 25 Millionen Euro sowie die Zuschauer-Einnahmen aus aktuell vier Heimspielen von rund zwölf Millionen Euro. Der FC Bayern wird demnach Einnahmen von 60 bis etwas mehr als 100 Millionen Euro in der Champions League erzielen. Die Uefa schüttet 2017/18 mehr als eine Milliarde Euro an die Champions-League-Teilnehmer aus. Die Prämien ergeben einen festen Betrag von 761,9 Millionen Euro. Hinzu kommen etwas mehr als 500 Millionen Euro an variablen Zahlungen (Marktpool).

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