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0:2 in Istanbul : Leipzig stößt an seine Grenzen

  • Aktualisiert am

Als das Flutlicht noch brannte: Besiktas geht gegen Leipzig in Führung Bild: AFP

Im Champions-League-Spiel von RB Leipzig bei Besiktas Istanbul fällt zwischendurch das Licht aus. 40.000 Fans leuchten mit ihren Handys. Am Ende gewinnt der Gastgeber 2:0.

          Zehn-Minuten-Unterbrechung durch eine Flutlicht-Panne, drohender Kreislaufkollaps für Timo Werner und null Punkte: RB Leipzig ist in seinem ersten Auswärtsspiel in der Champions League von nichts verschont geblieben und hat vom abgezockten türkischen Titelträger Besiktas Istanbul beim 0:2 am Dienstagabend phasenweise gnadenlos die Grenzen aufgezeigt bekommen.

          Nach einem frühen Rückstand durch den Niederländer Ryan Babel in der elften Minute und dem frühen Aus für Torgarant Werner nach einer guten halben Stunde sorgte Talisca (43. Minute) noch vor der Pause für die Treffer zum zweiten Sieg von Tabellenführer Besiktas im zweiten Spiel. Das Leipziger Team von Trainer Ralph Hasenhüttl steht trotz einer späten Leistungssteigerung und guten Chancen in den letzten Minuten nach nur einem Punkt aus den ersten beiden Spielen bereits unter Druck.

          Champions League

          Wegen eines Flutlichtausfalls musste die Partie nach dem Seitenwechsel unterbrochen werden. Die rund 40.000 Fans leuchteten mit ihren Handys. Doch Schiedsrichter Sergej Karasew aus Russland schickte die Mannschaften in die Kabine. Rund zehn Minuten nach der Panne brannte wieder genug Licht und die Partie konnte weiter gehen. Für Leipzig ohne Erfolg.

          Es hätte nicht schlimmer für die Leipziger beginnen können, bei denen Mittelfeld-Genius Naby Keita noch rechtzeitig fit geworden war. Der Wucht, mit der die Besiktas-Profis angeführt von Europameister Ricardo Quaresma an dessen 34. Geburtstag in die Partie starteten, hatten Keita und seine Kollegen erstmal nichts entgegenzusetzen. Die ohrenbetäubenden Pfiffe bei jedem Ballkontakt der Gäste hinterließen zudem Spuren. Von der aggressiven Spielweise aus der Bundesliga war rein gar nichts zu sehen. Es ging nur darum, diese erste Druckwelle der betagten, aber abgezockten Mannschaft mit einem Durchschnittsalter von 29,5 Jahren (Startformation RB 23,5 Jahre) irgendwie zu überstehen. Das ging aber schief.

          Nach einer ersten Chance durch Talisca in der vierten Minute verwandelte Babel einen Rückpass von Cenk Tosun von der linken Seite ins kurze Eck. Einzig Emil Forsberg schien in dieser Phase mithalten zu können. Keita, in der Bundesliga nach einer Roten Karte noch gesperrt, handelte sich schnell eine Gelbe Karte ein, nach einem groberen Foul wollte Hasenhüttl den 22-Jährigen bereits nach einer guten halben Stunde vom Platz nehmen. Im Stadion wurde der Wechsel per Lautsprecher sogar verkündet. Dann aber zeigte Werner an, der es bis dahin meist mit dem knallharten chilenischen Defensiv-Spezialisten Gary Medel zu tun gehabt hatte, dass er raus musste. Damit war RB seines wichtigsten Akteurs beraubt: In der Liga erzielte Werner in den sechs Spielen fünf Tore. Noch ärgerlicher für die Leipziger: Er musste vom Platz, nachdem RB besser in die Partie gefunden hatte. Nur war auch dabei nicht viel rausgekommen: Ein Fernschuss von Marcel Sabitzer (23.), den Besiktas-Keeper Fabri klären konnte.

          Improvisation in Istanbul: Tausende Handylichter leuchten Bilderstrecke
          Improvisation in Istanbul: Tausende Handylichter leuchten :

          Kurz vor der Pause erhöhten dann die Türken plötzlich wieder das Tempo, ein Schuss des starken Tosun konnte Gulacsi noch abwehren. Auf Außenrist-Vorlage von Queresma ließ Talisca RB-Keeper Gulacsi per Kopf keine Chance. Nach dem Wechsel verließ Keita dann doch das Feld - für ihn kam der frühere Galatasaray-Profi Bruma (59.).

          Kevin Kampl war für den ebenfalls vorbelasteten Kapitän Willi Orban gekommen (46.), mit einer Dreierkette versuchte RB jetzt die Offensive zu verstärken, was auch teilweise gelang. Ausgerechnet in eine Leipziger Drangphase fiel der Ausfall einiger Flutlichtmasten. Forsberg (48.), der starke Sabitzer (57.) und Bruma (59.) vergaben Chancen. In der Schlussphase schoss Jean-Kevin Augustin erst knapp vorbei (81.), dann über das Tor (89.), Sabitzer traf die Latte (83.).

          Quelle: FAZ.NET

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