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Schelte der Bayern-Bosse : „Es gab Spieler, die haben sich dafür bedankt“

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Nach dem Sieg in Wolfsburg ist die Laune bei den Bayern um Neuer (links) und Lewandowski wieder besser. Bild: dpa

Die Reise zur Champions League nach Athen treten die Bayern ohne einen Star an. Der Einsatz eines anderen Spielers ist fraglich. Das größte Thema ist aber weiter die turbulente Pressekonferenz der Münchner Bosse.

          Uli Hoeneß schwieg diesmal lieber. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge war nach den Turbulenzen der denkwürdigen Pressekonferenz auf dem Weg seiner Bayern zum Sonderflieger nach Athen dagegen bemüht, den Blick auf den Champions-League-Auftrag zu lenken. „Sinn und Ziel der ganzen Geschichte war, der Mannschaft und dem Trainer zu zeigen, dass wir bereit sind, sie nach außen zu schützen“, begründete Rummenigge den viel kritisierten Auftritt der Münchner Chef-Riege vom Freitag und wies gerne auf den Sieg in Wolfsburg hin.

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          „Entscheidend war, dass wir schnell die Kurve kriegen. Das war ein erster wichtiger Schritt in die Richtung. Ich hoffe, dass jetzt weitere folgen“, sagte der Bayern-Boss. Trainer Niko Kovac war am Vorabend im Olympiastadion schon ganz auf das Spiel am Dienstag (18.55 Uhr MESZ im F.A.Z.-Liveticker zur Champions League und bei Sky) bei AEK Athen fokussiert. „Die Pk klar, wir haben sie alle mitbekommen, die war für mich aber überhaupt nicht maßgebend, was die Vorbereitung des Spiels in Wolfsburg betraf“, sagte der Bayern-Trainer. Und die Taktik des Athens-Spiels wird sie dann wohl erst recht nicht beeinflussen. „Ich finde, dass das Team auch zuvor gut funktioniert hat. Es kann schon sein, dass solch eine Situation bei den Spielern ein großes Thema war oder ist“, sagte Kovac. Vielleicht denke man da etwas drüber mehr nach oder rücke enger zusammen, aber ganz beantworten könne er die Frage nicht.

          Nach dem für das Betriebsklima so wichtigen 3:1 vom Samstag in der Bundesliga soll für den angestrebten Gruppensieg in der Königsklasse ein weiterer Sieg folgen. Auch ohne den verletzten Franck Ribéry, der wegen einer Wirbelblockade in München blieb.  „Es hätte keinen Sinn, ihn mitzunehmen, weil die Reise eine Belastung ist, dementsprechend ist er in München besser aufgehoben“, sagte Rummenigge am Vormittag am Flughafen und ergänzte: „Man braucht da gar nichts reininterpretieren. Das ist eine reine Problematik der Muskulatur.“ Ob Außenverteidiger David Alaba mitspielen kann, entscheidet sich erst am Spieltag. Er hat nach einem Muskelfaserriss noch muskuläre Probleme. Der FC Bayern will in Athen so oder so einen weiteren Schritt Richtung Achtelfinale der Königsklasse machen. Nach dem 2:0 bei Benfica Lissabon und dem 1:1 gegen Ajax Amsterdam sind die Bayern Tabellenzweiter ihrer Gruppe. Am 7. November empfangen die Münchner den griechischen Meister zum Rückspiel.

          Der Münchner Plan: Mit fußballerischen Erfolgen soll das verheerende Medienecho auf die Rundumschlag-Pressekonferenz abklingen. Dazu setzt der deutsche Rekordmeister auf den Faktor Zeit. „Wir haben die Dinge ziemlich im Klartext angesprochen. Es hat ein großes Medienecho gegeben, alles okay. Jetzt schauen wir, in die Spur zurückzukommen“, sagte der Vorstandschef drei Tage nach dem PR-Desaster. Aus dem Mannschaftskreis sei Dank gekommen, berichtete Rummenigge: „Es gab Spieler, die haben sich dafür bedankt.“ Der 63-Jährige mochte bei seiner wohl überlegten Erklärung vom Montag „nicht minutiös“ auf „jedes Detail“ vom Freitag eingehen. Und „der Pressesprecher von Uli“ sei er auch nicht, sagte Rummenigge, als er auf dessen Aussagen angesprochen wurde. „Der Uli weiß, dass er zumindest mit dem einen Wort nicht sehr glücklich gelegen ist.“

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