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Champions League Valencia ohne Hildebrand souverän - Lazio mit Sorgen

15.08.2007 ·  Der FC Valencia ist auf dem Weg in die Champions League, der Wunschverein des Hamburgers van der Vaart setzte sich im Qualifikationshinspiel locker gegen Elfsborg Boras durch. Lazio Rom muss dagegen nach einem Remis und zwei Roten Karten gegen Dinamo Bukarest zittern.

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Timo Hildebrand ist bei seinem neuen Club FC Valencia derzeit nur zweite Wahl. Ohne den deutschen Fußball-Nationaltorhüter kamen die Spanier im Hinspiel der Qualifikation zur Champions League gegen den schwedischen Club IF Elfsborg Boras zu einem klaren 3:0-Erfolg. Der Ex-Stuttgarter musste von der Ersatzbank mitansehen, wie seine neuen Teamkollegen den Einzug in die europäische Elite-Liga fast schon perfekt machten.

Valencias Trainer Quique Sánchez Flores hatte in der Partie am Dienstagabend im Mestalla-Stadion auf bewährte Kräfte gesetzt und dem 37-jährigen Keeper Santiago Cañizares zu dessen 100. Einsatz im Europapokal verholfen. Spanische Medien sahen darin ein Anzeichen dafür, dass Hildebrand im Konkurrenzkampf um den Platz im Tor des zweimaligen Champions-League-Finalisten ins Hintertreffen geraten ist und der Routinier Cañizares die Nase vorn hat.

Alte Garde gegen Neuzugänge

Der Coach gab nicht nur auf dem Posten des Torwarts der alten Garde aus der vorigen Spielzeit den Vorzug. Neben Hildebrand mussten auch die neuverpflichteten Spieler Iván Helguera (vorher Real Madrid) und Javier Arizmendi (Deportivo La Coruña) mit Plätzen auf der Bank vorlieb nehmen.

Der FC Valencia setzte sein Vorhaben, bereits im Hinspiel eine Vorentscheidung zu erzwingen, in die Tat um. Die Treffer zum ungefährdeten 3:0 erzielten Vicente (6. Minute), David Silva (58.) und Fernando Morientes (70.). Die Spanier können nun relativ unbeschwert zum Rückspiel nach Schweden reisen, wo sie auf einem gefürchteten Kunstrasenplatz antreten müssen.

Siege für Rangers und Benfica

Ein solch beruhigendes Polster konnte sich Benfica Lissabon nicht verschaffen. Der Europapokalsieger der Landesmeister von 1961 und 1962 durfte sich am Ende beim zweifachen Torschützen Rui Costa (25./86.) bedanken, dass es zu einem 2:1-Sieg gegen den FC Kopenhagen reichte.

Eine noch ungünstigere Ausgangsposition im Rückspiel hat Lazio Rom, das gegen Dinamo Bukarest nicht über ein 1:1 hinauskam. Massimo Mutarelli (54.) bewahrte den Dritten der Serie A vor einer Heimniederlage gegen die Rumänen. Ionel Daniel Danciulescu hatte die Gäste in der 22. Minute in Führung gebracht. Roms Angreifer Tommaso Rocchi (38.) hat einen Elfmeter verschossen. Seine Teamkollegen Valon Behrami und Mutarelli sowie der Belgrader Goian flogen in der Schlussphase vom Platz. Das Rückspiel findet am 28. August statt.

Im Vorfeld der Partie waren bei Fan-Ausschreitungen insgesamt fünf Rumänen verletzt worden. Zwei Männer erlitten eine Stichverletzung im Rücken beziehungsweise im Bein, einer davon musste die Nacht im Krankenhaus bleiben.

Im Stadion gab es dann zum wiederholten Male rassistische Sprechchöre römischer Fans. „Wir warten die Berichte des Schiedsrichters und des Uefa-Beobachters ab und werden untersuchen, was vorgefallen ist“, sagte ein Uefa-Sprecher. „Die Gewalt außerhalb des Stadions ist ein Fall für Polizei und Behörden. Aber wir hatten schon vor dem Spiel Befürchtungen, dass es Rassismus geben könnte. Sollte das der Fall gewesen sein, haben wir bekanntermaßen eine Null-Toleranz-Politik.“ Die Uefa hat Klubs für solche Fälle mit Ausschluss gedroht. Lazio ist in früheren Jahren schon dreimal wegen Rassismus oder Gewalt von Fans durch den europäischen Kontinentalverband bestraft worden, zuletzt 2004.

Der schottische Rekordmeister Glasgow Rangers kann durch ein Last-Minute-Tor von Nacho Novo auf den Einzug in die Königsklasse hoffen. Die Rangers gewannen im heimischen Ibrox Park gegen den serbischen Vertreter Roter Stern Belgrad mit 1:0 (0:0). Am Mittwoch empfängt Werder Bremen in der Qualifikation zur Champions League den kroatischen Meister Dinamo Zagreb.

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