12.09.2006 · An diesem Dienstag beginnt die neue Saison der Champions League. Als hohe Favoriten gehen Titelverteidiger Barcelona und Chelsea London ins Rennen. Die Bayern haben in diesem Jahr keine große Erwartungen. Auch Bremen und Hamburg bleiben bescheiden.
Auf dem Weg nach Athen winkt im Millionen-Spiel mehr Geld als je zuvor: 4,4 Millionen Euro streicht jeder Teilnehmer an der lukrativen Gruppenphase der Champions League ein. Dazu klingelt es bei Erfolgen abermals in der Kasse der europäischen Fußball-Elite. Für Siege in der am Dienstag beginnenden Gruppenphase gibt es 600.000 Euro, ein Unentschieden wird mit 300.000 Euro entlohnt. Vom Achtelfinale an steigen die Prämien in Millionenhöhe, so daß für den Gewinner des Endspiels am 23. Mai 2007 im Olympiastadion von Athen rund 40 Millionen Euro zu verdienen sind (Siehe auch: Vor dem Start: Zahlen und Fakten zur Champions League).
Wer in Griechenlands Hauptstadt die bedeutendste Trophäe im Vereinsfußball in die Höhe stemmen darf, entscheidet sich nach weitläufiger Experten-Meinung wohl in einem Zweikampf zwischen dem wieder einmal millionenschwer aufgerüsteten FC Chelsea und Titelverteidiger Barcelona, die in Gruppe A direkt aufeinandertreffen. Der englische Meister will es nach den Investitionen in Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack und den ukrainischen Stürmer Andrej Schewtschenko in der Saison 2006/2007 endlich auch auf der europäischen Bühne wissen. „Wir wollen alle die Champions League gewinnen“, sagt der von München nach London gewechselte Ballack.
Deutsches Trio mit Außenseiterchancen
In der vergangenen Saison war die Mannschaft des portugiesischen Trainers Jose Mourinho bereits im Achtelfinale am späteren Sieger Barcelona gescheitert. Und auch in diesem Jahr will sich der spanische Meister auf dem Weg nach Athen nicht stoppen lassen. „Ich denke schon, daß der FC Barcelona Favorit ist, aber wir müssen die Begegnungen erst spielen, eine nach der anderen“, sagt Barcas Mittelfeldregisseur Deco ganz unbescheiden.
Champions League: Hohe Favoriten und kleinlaute Bayern
Bescheiden bleiben dagegen die deutschen Vertreter aus München, Bremen und Hamburg: Das Trio gehört in diesem Jahr nicht zum Favoritenkreis. Selbst der deutsche Meister FC Bayern München gibt sich vor seinem zehnten Auftritt in Folge in der Königsklasse ungewohnt kleinlaut. Und auch die derzeit schwächelnden Nord-Clubs Werder Bremen und Hamburger SV stehen in den deutsch-englischen Prestige-Duellen zum Auftakt der Gruppenphase vor schweren Aufgaben.
Bremen hofft auf Borowski und Frings
„Man muß mit einem Schuß Demut an die Champions League rangehen. Wir zählen nicht mehr zum Kreis der Favoriten. Der FC Bayern kann nur Champions-League-Sieger werden, wenn alles tausendprozentig perfekt läuft“, sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge vor dem Duell mit Spartak Moskau am Dienstag. „Wir müssen die Vorrunde überstehen, das kann man von uns verlangen“, sagte Trainer Felix Magath.
Dies wäre für den Vize-Meister Bremen in der wohl schwersten Vorrundengruppe bereits ein großer Erfolg. Nur drei Tage nach der peinlichen Pokal-Niederlage gegen die Amateure des FK Pirmasens tritt Werder gegen die teuerste Vereinsmannschaft der Welt an. Vor dem ersten Spiel am Dienstag beim FC Chelsea hoffen die Bremer vor allem auf die Rückkehr von Tim Borowski und Torsten Frings. Doch es brodelt, denn Werder hat derzeit ein Torwart- und Abwehrproblem und muß zudem um den Einsatz von Miroslav Klose bangen.
HSV: Kirschstein spricht von einer Krise
Auch beim HSV herrscht vor dem ersten Champions-League-Auftritt seit knapp sechs Jahren am Mittwoch gegen den FC Arsenal (alle Spiele im FAZ.NET-Liveticker) Tristesse und Nervosität. „Wir sind in einem kleinen Tal“, sagte Trainer Thomas Doll angesichts des Liga-Fehlstarts, immer neuer Verletzungssorgen und dem Pokal-Aus bei den Stuttgarter Kickers. Torhüter Sascha Kirschstein sprach offen von einer Krise. Vielleicht kommt das Team von Jens Lehmann da gerade recht: Nach drei Spielen ohne Sieg steht das Team in der Premier League nur auf Rang 17 - Krisenstimmung also auch in London.
| Verein | Sp | Diff | Pkt. | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | ![]() |
Borussia Dortmund | 34 | 55 | 81 | ![]() |
| 2. | ![]() |
Bayern München | 34 | 55 | 73 | ![]() |
| 3. | ![]() |
FC Schalke 04 | 34 | 30 | 64 | ![]() |
| 4. | ![]() |
Bor. Mönchengladbach | 34 | 25 | 60 | ![]() |
| 5. | ![]() |
Bayer Leverkusen | 34 | 8 | 54 | ![]() |
| 6. | ![]() |
VfB Stuttgart | 34 | 17 | 53 | ![]() |
| 7. | ![]() |
Hannover 96 | 34 | -4 | 48 | ![]() |
| 8. | ![]() |
VfL Wolfsburg | 34 | -13 | 44 | ![]() |
| 9. | ![]() |
Werder Bremen | 34 | -9 | 42 | ![]() |
| 10. | ![]() |
1. FC Nürnberg | 34 | -11 | 42 | ![]() |
| 11. | ![]() |
1899 Hoffenheim | 34 | -6 | 41 | ![]() |
| 12. | ![]() |
SC Freiburg | 34 | -16 | 40 | ![]() |
| 13. | ![]() |
FSV Mainz 05 | 34 | -4 | 39 | ![]() |
| 14. | ![]() |
FC Augsburg | 34 | -13 | 38 | ![]() |
| 15. | ![]() |
Hamburger SV | 34 | -22 | 36 | ![]() |
| 16. | ![]() |
Hertha BSC | 34 | -26 | 31 | ![]() |
| 17. | ![]() |
1. FC Köln | 34 | -36 | 30 | ![]() |
| 18. | ![]() |
1. FC Kaiserslautern | 34 | -30 | 23 | ![]() |