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Champions League „Daneben gegriffen und simuliert“

04.10.2007 ·  Für den peinlichen Höhepunkt des Fußball-Abends sorgte AC Mailands Torwart Dida, der erst den Siegtreffer von Celtic Glasgow verschuldete, dann nach einer harmlosen Fan-Attacke eine Verletzung vortäuschte und sich vom Feld tragen ließ.

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Schmierentheater um AC Mailands Torhüter Dida, Favoritenstürze und Ernüchterung für Timo Hildebrand und Bernd Schuster - der zweite Spieltages der Fußball-Champions-League am Mittwoch bot hohen Unterhaltungswert.

Für die größte Schauspieleinlage sorgte dabei Milans Dida, der beim 1:2 des Titelverteidigers gegen Celtic Glasgow für einen peinlichen Höhepunkt sorgte. Unmittelbar nach seinem kapitalen Fehler, der Celtic in der Schlussminute den Siegtreffer durch Scott McDonald ermöglichte, wälzte sich der Brasilianer auf dem Boden, täuschte nach einer harmlosen Fan-Attacke eine Verletzung vor und ließ sich vom Feld tragen. Nach dem entscheidenden Tor war ein schottischer Fan auf das Spielfeld gerannt und hatte Dida leicht am Hals berührt, der daraufhin theatralisch zu Boden ging.

„Wir werden keinen Protest einlegen“

Für die Aktion musste der Keeper deutliche Kritik der italienischen Medien einstecken. „Dida blamiert sich: Daneben gegriffen und simuliert“, titelte die Sportzeitung „Tuttosport“. Und die „Corriere dello Sport“ forderte: „Milan, dafür muss Dida eine Lektion erteilt werden.“ Selbst Milans Verantwortliche waren von Didas Simulation peinlich berührt. „Wir werden keinen Protest einlegen“, stellte Vize-Präsident Adriano Galliani klar.

Real Madrids Trainer Bernd Schuster holte zwar mit 2:2 bei Lazio Rom einen Punkt, wurde aber ausgerechnet von seinem Vorgänger als Real-Coach massiv kritisiert. Der Italiener Fabio Capello lästerte im italienischen Fernsehen: „Dieses Madrid hat keine Identität“. Dank zweier Tore von Ruud van Nistelrooy liegt Real dennoch in Bremens Gruppe C bei vier Zählern punktgleich mit Olympiakos Piräus auf Achtelfinal-Kurs. (Siehe: Champions League: Herber Rückschlag für Werder Bremen).

Hildebrand verliert und gewinnt

In der Schalker Gruppe B machte Nationaltorhüter Hildebrand im Kampf um einen Stammplatz im Tor des FC Valencia möglicherweise einen vorentscheidenden Schritt nach vorne. Der 28-Jährige stand gegen den FC Chelsea im Tor, obwohl der etatmäßige Stammkeeper Santiago Canizares sich nach seiner Oberschenkelverletzung wieder fit gemeldet hatte. „Man hat den Eindruck, dass Hildebrand seinen Trainer Quique Sánchez Flores überzeugt hat“, schrieb die spanische Sportzeitung „Marca“. Die 1:2 (1:1)-Niederlage konnte der frühere Stuttgarter aber nicht verhindern.

Ein Eigentor von Abwehrspieler Moretti (21.), der eine Flanke vor Joe Cole an Hildebrand vorbeilenkte, und Didier Drogba (71.) besiegelten die Niederlage des FC Valencia. David Villa (9.) hatte die Spanier mit seinem zweiten Wettbewerbstor gegen den FC Chelsea in Führung gebracht, der seinen ersten Pflichtspielsieg unter Mourinho-Nachfolger Avram Grant feierte. Der Club des weiterhin verletzten Michael Ballack steht mit vier Punkten nun auf dem ersten Platz vor Valencia und dem deutschen Vizemeister Schalke 04 (beide 3) nach dessen 2:0 (0:0) bei Rosenborg Trondheim. (Siehe: Champions League: Jones und Kuranyi lassen Schalke jubeln).

Donezk noch ohne Gegentor

In der Gruppe A feierte der ehemalige Bundesligacoach Eric Gerets einen gelungenen Einstand bei Olympique Marseille. Die Franzosen siegten überraschend mit 1:0 beim Vorjahres-Finalisten FC Liverpool. Marseille führt mit sechs Punkten vor dem FC Porto, der bei Besiktas Istanbul ebenfalls mit 1:0 gewann.

Schachtjor Donezk feierte mit dem 1:0 bei Benfica Lissabon seinen zweiten Sieg und führt die Gruppe D mit sechs Punkten an. Der Brasilianer Jadson (42.) erzielte das Siegtor für den ukrainischen Meister, der auf dem besten Weg in die K.o.-Runde ist. Dagegen müssen die Portugiesen nach der zweiten Niederlage um das Weiterkommen bangen. (Ergebnisse Champions League).

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