Home
http://www.faz.net/-gtm-759ag
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER

Bundestrainer Joachim Löw „Vielleicht hätte ich etwas bewirken können“

Bundestrainer Joachim Löw hat im Rückblick auf das verlorene EM-Halbfinale und das 4:4 gegen Schweden eigene Fehler eingestanden. Er müsse sich den Vorwurf gefallen lassen, nicht eingegriffen zu haben, sagte er in einem Interview. Dass er nach der WM 2014 aufhören wolle, habe er aber nie behauptet.

© dpa Vergrößern Gesteht Fehler ein: Bundestrainer Joachim Löw

Bundestrainer Joachim Löw hat im Rückblick auf das verlorene EM-Halbfinale gegen Italien und das 4:4 gegen Schweden eigene Fehler eingestanden und eine Fortsetzung seiner Amtszeit über 2014 hinaus offengelassen. „Mit dem Wissen von heute würde ich im EM-Halbfinale gegen Italien wahrscheinlich eine andere Aufstellung wählen. Ich hatte ja einen klaren Plan für dieses Spiel“, sagte Löw in einem Interview der „Süddeutschen Zeitung“ (Samstagsausgabe).

Sowohl beim 1:2 gegen Italien bei der Fußball-Europameisterschaft in Polen und der Ukraine, als auch beim 4:4 nach 4:0-Vorsprung im WM-Qualifikationsspiel gegen Schweden müsse er sich den Vorwurf gefallen lassen, nicht eingegriffen und zu wenig gecoacht zu haben. „Vielleicht hätte ich tatsächlich durch irgendwelche Maßnahmen noch etwas bewirken können“, sagte Löw.

Mehr zum Thema

Es komme schon mal vor, dass ein Trainer nach einem Spiel einräumen müsse: „Heute hatte ich nicht die richtigen Lösungen parat.“ Mit Blick auf die kommende Weltmeisterschaft sagte Löw: „Es gäbe nichts Größeres für mich, als 2014 in Brasilien Weltmeister zu werden.“ Dass er nach dem Turnier in Brasilien als Bundestrainer aufhöre, sei indes nicht sicher. Das habe er nie behauptet. Es sei alles möglich, meinte der 52.Jährige. Insgesamt hofft Löw nach dem durchwachsenen Länderspieljahr 2012, dass er und seine Mannschaft aus den gemachten Fehlern lernen. „Manchmal müssen Dinge richtig wehtun, damit man daraus lernt“, sagte er in einem Interview auf der Homepage des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zum Jahreswechsel. Alle müssten lernen, damit umzugehen.

Bild Löw Bundestrainer Löw: „Es gäbe nichts Größeres für mich, als 2014 in Brasilien Weltmeister zu werden“ © dpa Bilderstrecke 

Darin sieht er aber auch einen positiven Aspekt für die Zukunft: „Wenn man mal solche negativen Dinge erlebt hat, will man sie mit aller Gewalt verhindern.“ Und der DFB-Chefcoach sieht sein Team trotz der Rückschläge weiter auf einem guten Weg. Er sehe die Entwicklung in den letzten zwei, drei Jahren. „Da haben wir große Fortschritte gemacht.“

Quelle: FAZ.NET/dpa

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Niersbach total optimistisch DFB richtet sich auf EM 2024 ein

DFB-Präsident Niersbach will die EM 2024 in Deutschland ausrichten, ohne neue Stadien bauen zu müssen. Eine Interessenskollision mit einer deutschen Olympia-Bewerbung für das gleiche Jahr sieht er nicht. Mehr

16.12.2014, 11:36 Uhr | Sport
Bundestrainer Löw ist guter Dinge

Nachdem sieben Spieler der Nationalmannschaft unter Erkältungsbeschwerden litt, ist Bundestrainer Joachim Löw vor dem Viertelfinale gegen Frankreich guter Dinge. Mehr

04.07.2014, 12:24 Uhr | Sport
Wahl in Baden-Baden Höfl-Riesch, Harting und die Weltmeister

Keine Überraschung bei der Wahl zu Deutschlands Sportlern des Jahres: Die Fußball-Weltmeister sind die beste Mannschaft, Robert Harting gewinnt abermals - und bei den Frauen ist es wieder eine Sport-Rentnerin. Mehr

21.12.2014, 23:45 Uhr | Sport
Spannung vor dem WM-Spiel gegen Brasilien

Das letzte Training vor dem Halbfinale. Bundestrainer Löw rechnet mit großer Eigendynamik und Brasiliens gesperrter Kapitän Silva glaubt, dass seine und die Abwesenheit Neymars sein Team zusammenschweißen. Mehr

08.07.2014, 09:39 Uhr | Sport
TV-Kritik: RTL-Jahresrückblick Ebola zwischen Neuer und Schweinsteiger

Für RTL ist 2014 nur eines von Interesse gewesen: Fußball. Entsprechend vorhersehbar war Günther Jauchs Sendung Menschen, Bilder, Emotionen – bis Barbara Schöneberger kam. Mehr Von Frank Lübberding

08.12.2014, 05:27 Uhr | Feuilleton
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 22.12.2012, 12:09 Uhr

Umfrage

Welche Bundesligaklubs schaffen es ins Viertelfinale der Champions League?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.

Harting ist der richtige Mann

Von Christoph Becker

Ist Robert Hartings Wahl zum Sportler des Jahres wirklich ein „Armutszeugnis“, wie Maria Höfl-Riesch behauptet? Nein. Der Diskuswerfer ist ein Mann des Jahres, ganz sicher im Sport, vielleicht sogar darüber hinaus. Mehr 11 20

Ergebnisse, Tabellen und Statistik