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Bundesligastart in Österreich Schwer zu schlucken

 ·  Endlich wieder Fußball! In Österreich startet an diesem Wochenende die Bundesligasaison - mit Ralf Rangnick als Sportdirektor bei Red Bull Salzburg. Ein Fest für Freunde des schnörkellosen Sports ist jedoch nicht zu erwarten.

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© dpa Willkommen in der „„tipp3-Bundesliga powered by T-Mobile“: Salzburgs Trainer Roger Schmidt und Red-Bull-Sportdirektor Ralf Rangnick (rechts)

Endlich wieder Bundesliga! Schon an diesem Samstag. Leider nur in Österreich. In einer Liga also, in der man auch in Orte wie Ried, Mattersburg oder neuerdings Wolfsberg reisen muss, um erstklassigen Fußball zu sehen. Aber bitte, Deutschland hat ja auch schöne Fußballprovinz zu bieten. So wie Hoffenheim, von Ralf Rangnick einst in die Bundesliga geführt. Oder Paderborn, das unter Roger Schmidt im Mai den Aufstieg nur knapp verpasste.

In dieser Woche sahen die beiden Deutschen erstmals ein Pflichtspiel ihres neuen Arbeitgebers - und bekamen einen ziemlich starren Blick. Mit Red Bull Salzburg, Österreichs Meister und Pokalsieger, erlebten Sportdirektor Rangnick und Trainer Schmidt im Hinspiel der zweiten Qualifikationsrunde zur Champions League ein 0:1 bei FC 91 Düdelingen. Das liegt in Luxemburg.

Ein Fest für Radioreporter

Seit langem versucht der Brause-Milliardär Dietrich Mateschitz, auch im Fußball dahin zu kommen, wohin ihn sein Geld in der Formel 1 schon gebracht hat: ganz nach oben. Aber bisher ist Red Bull am Ball nie auch nur in die Vorrunde der Champions League gekommen.

Das hat in den letzten zehn Jahren von Österreichs Vereinen nur Rapid Wien einmal geschafft; und davor, gleich dreimal, Sturm Graz, dank der finanziellen Phantasie eines schillernden Präsidenten, der dafür in diesem Frühjahr die Zeche zahlte: fünf Jahre Haft. Der Kommentar von Hannes Kartnig, der demnächst wohl auf deutlich weniger Platz leben muss als die Haifische in seiner bisherigen Luxusvilla: „Ich war ein Trottel. Ich hätte wissen müssen, dass nur das Waffengeschäft gefährlicher ist als das Fußballgeschäft.“ Ja, der österreichische Fußball hat seine Gefahren.

Vielleicht sogar noch mehr, wenn man als Deutscher kommt. Dass es in diesem sympathischen Nachbarland schon sprachlich sperriger zugeht als in der Heimat, konnten Rangnick und Schmidt bereits beim Blick auf ihren Spielkalender in der „tipp3-Bundesliga powered by T-Mobile“ sehen. Im zweiten Auswärtsspiel Anfang August reist der Meister zum Aufsteiger, und der trägt in voller Pracht den folgenden Namen: „Riegler & Zeichmeister Pellets Wolfsberger Athletik Club“. Ein Fest für Radioreporter. Aber wohl keins für Freunde schnörkellosen Fußballs.

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Jahrgang 1959, Sportkorrespondent in München.

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