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Zweite Liga Freiburg und Duisburg patzen - Braunschweig erster Absteiger

22.04.2007 ·  Freiburg (1:3 gegen Jena) und Duisburg (0:0 gegen Braunschweig) haben im Aufstiegskampf der zweiten Bundesliga Punkte gelassen. Der vierte Braunschweiger Zweitliga-Abstieg ist nun auch rechnerisch perfekt.

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Die Aufstiegskandidaten der 2. Fußball-Bundesliga zeigen auf der Zielgeraden urplötzlich Nerven. Mitten in der hitzigen Diskussion um den am Saisonende scheidenden Trainer Volker Finke riss am 30. Spieltag die Erfolgsserie des SC Freiburg, der ausgerechnet beim 1:3 gegen den abstiegsbedrohten FC Carl Zeiss Jena im eigenen Stadion die erste Niederlage im Jahr 2007 kassierte. „Es sind noch vier Spieltage. Wir sollten auf keinen Fall resignieren und sofort wieder die Erfolgsspur suchen“, kommentierte Finke. Die Debatten um seine Ablösung hätten natürlich Auswirkungen auf die Mannschaft, so der Coach: „Die ganzen Diskussionen sind nicht so super.“

Der MSV Duisburg konnte kein Kapital aus dem Patzer seines bislang ärgsten Verfolgers schlagen. Der Tabellendritte kam gegen Schlusslicht Eintracht Braunschweig, der seit Sonntag als erster Absteiger feststeht, nicht über ein torloses Unentschieden hinaus. „Wir haben in der zweiten Halbzeit dumm gespielt“, schimpfte MSV-Trainer Rudi Bommer nach dem ideen- und erfolglosen Sturmlauf.

Lautern als großer Gewinner

Großer Gewinner des fünftletzten Spieltags war neben dem 1. FC Kaiserslautern, der am Freitag 4:0 gegen Kickers Offenbach gewonnen hatte, die SpVgg Greuther Fürth. Die Franken erfüllten mit einem 3:0 ihre Heimspiel-Pflichtaufgabe gegen den SC Paderborn souverän und sind wieder mitten drin im Aufstiegsrennen. „Wir haben wieder den Anschluss geschafft“, sagte der Fürther Kapitän Thomas Kleine.

Hinter dem Spitzenreiter Karlsruher SC (60 Punkte) und Hansa Rostock (55), die an diesem Montag (20.15 Uhr/DSF) im Top-Spiel aufeinander treffen, streiten sich Duisburg (53), Fürth, Freiburg (beide 51) und Kaiserslautern (50) um den begehrten dritten Platz.

Jena und Haching punkten im Abstiegskampf

Im Abstiegskampf ist die erste Entscheidung gefallen: Nach dem 0:0 in Duisburg ist der vierte Braunschweiger Zweitliga-Abstieg auch rechnerisch perfekt. Neben Jena konnte dagegen auch die SpVgg Unterhaching jubeln. Das Team von Trainer Werner Lorant feierte in Überzahl dank des 9. Saisontores von Robert Lechleiter einen 1:0-Heimsieg gegen Aufsteiger TuS Koblenz. Auf den Abstieg einstellen muss sich Wacker Burghausen nach dem 0:2 im bayerischen Derby gegen den FC Augsburg mit Doppeltorschütze Axel Lawarée (40./69.).

Ein unberechtigter Freistoß brachte Freiburg gegen Jena auf die Verliererstraße. Alexander Voigt traf durch die Abwehrmauer zum 0:1 (39.). „Das war eine absolute Fehlentscheidung“, schimpfte SC-Coach Finke. Bei den Bemühungen um eine Wende zeigte der Georgier Alexander Iaschwili Nerven, als er einen Foulelfmeter in die Hände von Jenas Torwart schob (52.). Wie man es besser macht, bewies Voigt, der bei seinem zweiten Tor eiskalt vom Punkt aus verwandelte (61.). Im Gegenzug gelang Mohamad zwar der Anschlusstreffer, aber in der Nachspielzeit machte Tobias Werner Jenas 3:1-Sieg perfekt.

Zweiter Sieg für Neubarth

„Es ist unglaublich. Die Mannschaft hat super gespielt und gefightet“, jubelte Jena-Coach Frank Neubarth nach seinem zweiten Sieg im zweiten Spiel. „Natürlich ist es ein Rückschlag“, meinte dagegen SC-Profi Sascha Riether: „Jetzt kommt es auf den Kopf an.“

Duisburg enttäuschte gegen Braunschweig auf ganzer Linie. Beim Einbahnstraßenfußball vor 16 371 enttäuschten Zuschauern konnte das Team von Rudi Bommer keine Torchance nützen. Auch Fürth hatte lange Probleme mit den Paderbornern. Doch nach einem Foulelfmeter, den Timo Achenbach an die Latte knallte (50.), sorgten „Joker“ Cidimar (63.), Thomas Kleine (70.) und Stefan Reisinger (78.) noch für einen klaren Sieg der Franken.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
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