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Zweite Liga Debakel für Daums Kölner

18.02.2007 ·  Der 1. FC Köln hat in der Zweiten Bundesliga seinen vorläufigen Tiefpunkt erreicht: Die Mannschaft von Christoph Daum ging beim Abstiegskandidaten Rot-Weiß Essen mit 0:5 unter. Karlsruhe zieht unterdessen allen davon.

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Feierlaune beim Karlsruher SC, Katerstimmung bei der Konkurrenz: Als einziges Team der Spitzengruppe hat Tabellenführer Karlsruher SC am 22. Spieltag einen Sieg geschafft und einen großen Schritt gen Fußball-Oberhaus vollbracht. Dagegen musste Hansa Rostock beim 2:2 gegen Aufsteiger FC Augsburg ebenso wichtige Punkte abgeben wie der MSV Duisburg beim 2:2 beim TSV 1860 München.

Völlig außer Rand und Band zeigte sich am Karnevalswochenende der 1. FC Köln und verabschiedete sich nach dem 0:5 bei Rot-Weiss Essen endgültig aus dem Aufstiegsrennen. „Wir waren nur auf dem Platz, aber nie im Spiel. Die Keimzelle ist und bleibt das Zweikampfverhalten. Da müssen Mindestanforderungen erfüllt werden, um in so einem Spiel zu bestehen. Unter dem Bruchstrich steht eine Riesenenttäuschung“, konstatierte Daum nach dem Debakel in Essen. Letztmals hatte der FC vor 33 Jahren gegen RWE verloren.

Den Blick auf die Aufstiegsränge kann sich Daum nun getrost schenken. Die einst als Topfavorit gehandelten „Geißböcke“ können getrost für die kommende Zweitliga-Spielzeit planen. Die Hausherren gingen durch Ferhat Kiskanc (16.) in Front, Danko Boskovic (39./69.), Serkan Calik (41.) und Barbaros Barut (54.) legten nach.

Dämpfer für Duisburg

Gut erholt präsentierte sich Spitzenreiter Karlsruhe nach der ersten Rückrundenniederlage zuletzt in Duisburg. Gegen Eintracht Braunschweig hatte das Team von Edmund Becker leichtes Spiel und fuhr durch die Treffer von Bradley Carnell (39.) und Jiri Kaufman (51.) einen ungefährdeten Heimsieg ein. Für die Gäste gehen langsam die Zweitliga-Lichter aus. „Das waren drei Big Points“, sagte Carnell. „Jetzt müssen wir aufsteigen“, sagte Kaufman angesichts von elf Punkten Vorsprung auf einen Nichtaufstiegsplatz.

Einen Dämpfer gab es für die „Zebras“, die in einer packenden Partie in München trotz einer frühen 2:0-Führung noch den Sieg aus der Hand gaben. Youssef Mokhtari (5./Handelfmeter) und Klemen Lavric (7.) hatten die Gäste in Front gebracht, doch die tapfer kämpfenden „Löwen“ kamen durch Tore von Torben Hoffmann (17.) und Nemanja Vucivevic (76.) zu einem verdienten Unentschieden. „Es ist schade um die ersten zehn Minuten“, sagte Münchens Trainer Walter Schachner.

Lautern verliert den Glauben an den Aufstieg

Auf der Stelle tritt auch Hansa Rostock: Der Ostsee-Club kam gegen Augsburg nur zu einem 2:2. Nach der Führung der Gäste durch Leonhard Haas (13.) und Axel Lawarée per Foulelfmeter (31.) benötigte der Ostsee-Club eine Energieleistung, um durch zwei Tore von Zafer Yelen (36./71.) doch noch einen Punkt zu retten. Der 22. Spieltag wird am Montag mit der Partie SpVgg Greuther Fürth gegen den zuletzt in fünf Partien siegreichen SC Freiburg abgeschlossen.

In Kaiserslautern ist die direkte Rückkehr ins Oberhaus zunächst kein Thema mehr. „Von dem Gedanken an den Aufstieg können wir uns zunächst verabschieden“, schimpfte Trainer Wolfgang Wolf nach dem 0:0 im Derby gegen Koblenz.

Jena macht Boden gut

Wichtigen Boden im Kampf gegen den drohenden Abstieg konnte der FC Carl Zeiss Jena durch den ersten Auswärtssieg gut machen. Der Neuling gewann beim SC Paderborn durch ein Tor von Toni Wachsmuth (45.+1) und darf nach dem zweiten Sieg hintereinander wieder auf den Klassenverbleib hoffen.

„Das war der erste Schritt“, atmete Trainer Harry Deutinger nach dem Sieg der SpVgg Unterhaching mächtig durch. „Jetzt wollen wir die Trendwende schaffen.“ Nach sechs Spielen ohne Sieg konnte Haching seine schwarze Serie beenden und beim 2:0 gegen Kickers Offenbach drei wichtige Punkte gegen den drohenden Abstieg einfahren. Immer düsterer sieht es für Wacker Burghausen aus: Die Oberbayern verloren am Freitag bei Erzgebirge Aue mit 0:3.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
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