Home
http://www.faz.net/-gtn-tlb5
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Zweite Liga Als Herbstmeister zur Weihnachtsfeier

17.12.2006 ·  Der Karlsruher SC eroberte mit einem 2:0-Sieg gegen Greuther Fürth die Tabellenspitze der 2. Fußball-Bundesliga. Im ersten Spiel nach der beschlossenen Trennung feierte Trainer Volker Finke mit dem SC Freiburg einen 1:0-Erfolg beim TuS Koblenz.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (0)

Der Karlsruher SC hat das Fernduell mit Hansa Rostock um die Herbstmeisterschaft in der 2. Fußball-Bundesliga gewonnen und geht als Aufstiegskandidat Nummer 1 in die Winterpause. Nach der Rostocker Nullnummer am Freitagabend in Unterhaching eroberten die Badener am Sonntag mit einem 2:0-Sieg gegen die SpVgg Greuther Fürth die Tabellenspitze.

Trainer Ede Becker freute sich nach dem elften Saisonsieg auf eine „schöne Weihnachtsfeier“ am Abend: „Es war ein tolles Jahr für uns“, frohlockte der 50jährige. Mit 38 Punkten liegen die Badener nach 17 Spieltagen ebenso wie die als einziges Team noch ungeschlagenen Rostocker (37 Zähler) klar auf Erstligakurs.

Köln näher am Ab- als am Aufstieg

Der dritte Aufstiegsplatz bleibt dagegen heiß umkämpft: Der MSV Duisburg (32) kam am Sonntag dank eines Last- Minute-Treffers von Klemen Lavric im Derby beim Abstiegskandidaten Rot-Weiss Essen zu einem glücklichen 2:1-Sieg. Erzgebirge Aue könnte am Montagabend (20.15 Uhr) mit einem Auswärtserfolg im Verfolgerduell beim TSV 1860 München allerdings noch mit dem Tabellendritten Duisburg nach Punkten gleich ziehen.

Die große Enttäuschung der ersten Saisonhälfte ist der 1. FC Köln. Die Rheinländer blieben beim 2:2 gegen Kaiserslautern auch im dritten Spiel unter Trainer Christoph Daum sieglos. Mit 20 Punkten ist man auf Platz zehn dem Abstieg viel näher als dem Wiederaufstieg. 49.500 Zuschauer und Daum waren am Freitagabend im Kölner Stadion nach einer gegen neun Lauterer Akteure verspielten 2:0-Führung geschockt. „Im Fußball muß man manchmal durch ein Tal der Tränen gehen“, kommentierte Daum: „Wir haben unser Ziel nicht erreicht.“

Fürths Möhlmann vor dem Abgang

Anders der KSC: Elf Siege, fünf Remis und nur eine Niederlage wecken beim deutschen Meister von 1909 berechtigte Hoffnungen, im Sommer neun Jahre nach dem Bundesliga-Abstieg wieder erstklassig zu sein.

Beim 2:0 zum Hinrunden-Abschluß profitierte der KSC zunächst von einem Eigentor des Fürthers Martin Lanig (17.). Nach einem Freistoß versetzte Sebastian Freis (50.) mit seinem 6. Saisontreffer die Fans endgültig in Weihnachtsstimmung. „Wir haben jetzt schon einen Vorsprung auf die Nichtaufstiegsplätze, den wollen wir halten“, kommentierte Torschütze Freis.

Befreiung für Finkes Freiburger

Beim Vorjahres-Fünften Fürth stehen die Zeichen auf ein Ende der Amtszeit von Benno Möhlmann. Der Trainer wird den Tabellen-Neunten bei einem Nichtaufstieg im Sommer verlassen. An diese vor Saisonbeginn gemachte Vorgabe werde er sich halten, bestätigte Möhlmann.

Im ersten Spiel nach der beschlossenen Trennung zum Saisonende feierte Trainer Volker Finke mit dem SC Freiburg einen wichtigen 1:0- Erfolg beim Aufsteiger TuS Koblenz. Roda Antar sorgte mit seinem fünften Saisontor dafür, daß Finke in seiner 16. Saison als SC-Coach nicht auf einem Abstiegsplatz überwintern muß.

Ganz unten: Burghausen, Jena, Essen, Braunschweig

Wacker Burghausen holte drei Tage nach der Beurlaubung von Trainer Markus Schupp mit dem Interims-Duo Fred Arbinger und Wolfgang Riedl in Paderborn mit einem glücklichen 1:1 wenigstens einen Zähler. Stefan Aigner (61.) erzielte für die Oberbayern den Ausgleich. Burghausen belegt trotzdem zusammen mit Carl Zeiss Jena, Essen und Eintracht Braunschweig die vier Abstiegsränge.

Der Tabellenletzte Braunschweig verlor nach einer 1:0-Führung durch Tobias Schweinsteiger (22.) gegen Kickers Offenbach mit 1:2 und ist nach neun Punkten aus 17 Spielen auf direktem Weg in die Regionalliga.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen
Themen zu diesem Artikel
Fußball
 Bundesliga 
 2. Bundesliga 
  Verein Sp Diff Pkt.  
1.  Logo: Borussia Dortmund
Borussia Dortmund   34  55   81 Gleichheit zur Vorwoche
2.  Logo: Bayern München
Bayern München   34  55   73 Gleichheit zur Vorwoche
3.  Logo: FC Schalke 04
FC Schalke 04   34  30   64 Gleichheit zur Vorwoche
4.  Logo: Bor. Mönchengladbach
Bor. Mönchengladbach   34  25   60 Gleichheit zur Vorwoche
5.  Logo: Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen   34  8   54 Gleichheit zur Vorwoche
6.  Logo: VfB Stuttgart
VfB Stuttgart   34  17   53 Gleichheit zur Vorwoche
7.  Logo: Hannover 96
Hannover 96   34  -4   48 Gleichheit zur Vorwoche
8.  Logo: VfL Wolfsburg
VfL Wolfsburg   34  -13   44 Gleichheit zur Vorwoche
9.  Logo: Werder Bremen
Werder Bremen   34  -9   42 Gleichheit zur Vorwoche
10.  Logo: 1. FC Nürnberg
1. FC Nürnberg   34  -11   42 Gleichheit zur Vorwoche
11.  Logo: 1899 Hoffenheim
1899 Hoffenheim   34  -6   41 Gleichheit zur Vorwoche
12.  Logo: SC Freiburg
SC Freiburg   34  -16   40 Gleichheit zur Vorwoche
13.  Logo: FSV Mainz 05
FSV Mainz 05   34  -4   39 Gleichheit zur Vorwoche
14.  Logo: FC Augsburg
FC Augsburg   34  -13   38 Verbesserung zur Vorwoche
15.  Logo: Hamburger SV
Hamburger SV   34  -22   36 Verschlechterung zur Vorwoche
16.  Logo: Hertha BSC
Hertha BSC   34  -26   31 Verbesserung zur Vorwoche
17.  Logo: 1. FC Köln
1. FC Köln   34  -36   30 Verschlechterung zur Vorwoche
18.  Logo: 1. FC Kaiserslautern
1. FC Kaiserslautern   34  -30   23 Gleichheit zur Vorwoche
Ergebnisse, Tabellen und Statistik