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Zweite Fußball-Bundesliga St. Pauli verliert in letzter Sekunde - Duisburg siegt in Fürth

22.11.2009 ·  Turbulentes Spitzenspiel in Augsburg: St. Pauli spielte lange in Unterzahl - und verlor doch erst in der Nachspielzeit. Duisburg kam unter dem neuen Trainer Milan Sasic zum ersten Sieg. Und Koblenz feierte gegen Aachen einen wichtigen Sieg im Abstiegskampf.

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Bielefeld patzt, St. Pauli stolpert - für den 1. FC Kaiserslautern ist der Weg frei zur alleinigen Tabellenführung in der zweiten Fußball-Bundesliga. Am dreizehnten Spieltag vergab der FC St. Pauli beim bitteren 2:3 am Sonntag beim FC Augsburg die Chance, nach der 0:1-Heimpleite von Arminia Bielefeld am Freitag gegen 1860 München Platz eins zu übernehmen.

Mit einem Sieg an diesem Montag (20.15 Uhr / FAZ.NET-Bundesliga-Livetickerx) im Schlagerspiel beim 1. FC Union Berlin können sich die Lauterer an die Tabellenspitze setzen. Bei der Spielvereinigung Greuther Fürth geht die Krise weiter: Mit dem 0:1 gegen den MSV Duisburg kassierten die Franken die dritte Heimniederlage nacheinander.

Im Tabellenkeller waren die TuS Koblenz, die beim 1:0 über Alemannia Aachen ihren Heimkomplex besiegte, sowie am Samstag Hansa Rostock und der FSV Frankfurt die großen Gewinner. Rostock stoppte nach vier Niederlagen in Folge mit dem 2:1 gegen den Karlsruher SC seine Talfahrt, Frankfurt feierte beim 3:1 bei Rot-Weiß Oberhausen den ersten Auswärtssieg in dieser Saison.

Andrew Sinkala besiegelte die bittere Niederlage von St. Pauli

Rot für Florian Lechner, ein Eigentor, Serie zu Ende - nach fünf Spielen ohne Niederlage erlebte St. Pauli einen rabenschwarzen Sonntag. Marius Ebbers (29. Minute) brachte die „Kiezkicker“ in Führung, aber nach dem Platzverweis von Lechner (35.) wegen eines üblen Fouls an Ibrahima Traoré nahm das Unheil zunächst seinen Lauf. Michael Thurk (54.) mit seinem 13. Saisontreffer und Fabio Morena (56.) per Eigentor brachten den FCA in Front. Aber St. Pauli zeigte Moral und schaffte durch Ebbers den Ausgleich. In der Nachspielzeit besiegelte Andrew Sinkala die bittere Niederlage von St. Pauli.

St. Paulis Trainer Holger Stanislawski war nach der bitteren Niederlage restlos bedient und stempelte das Gespann um Schiedsrichter Guido Winkmann zum Sündenbock. „Mit zehn gegen 14 zu spielen, ist recht schwierig. Die Rote Karte war eine klare Fehlentscheidung, und hinterher gab es noch weitere Fehlentscheidungen“, schimpfte Stanislawski. „Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen“, stellte Augsburgs Trainer Jos Luhukay nach der dramatischen Partie erleichtert fest.

Fürth konnte seine Heimmisere auch gegen die Notelf des MSV Duisburg nicht beenden. Die Mannschaft von Trainer Benno Möhlmann verpasste mit der dritten Heimniederlage nacheinander den Anschluss nach oben. Dank Torschütze Nicky Adler (62.) feierte MSV-Coach Milan Sasic, der acht Stammspieler ersetzen musste, den ersten Sieg in seinem zweiten Spiel als Nachfolger von Peter Neururer. Elf Minuten vor Spielende vergab Sami Allagui Fürths Ausgleich, als er einen fragwürdigen Handelfmeter übers MSV-Tor drosch. „Wir haben nicht die Spielklasse und die Intelligenz, um da oben mitzuspielen“, sagte Möhlmann, „jetzt müssen wir aufpassen, dass wir uns nicht nach unten orientieren müssen.“

„Die Mannschaft wird personell ein anderes Gesicht bekommen“

Nur ein Tor fiel auch in Koblenz, wo Sloweniens WM-Teilnehmer Matrej Mavric (76.) der TuS nach fünf sieglosen Heimspielen per Kopfball drei ganz wichtige Punkte bescherte. Auch der FSV Frankfurt schöpft im Kampf um den Klassenverbleib wieder Hoffnung. „Ich freue mich, dass es uns endlich gelungen ist, den Auswärtsfluch gebrochen haben“, stellte FSV-Coach Hans-Jürgen Boysen nach 2:1 am Samstag bei Rot-Weiß Oberhausen erleichtert fest. Maßgeblichen Anteil an Frankfurts ersten Auswärtssieg in dieser Saison hatte der Brasilianer Cidimar, der an allen drei Toren beteiligt war und zwei Treffer selbst beisteuerte.

Ausgerechnet gegen 1860 München, das seit März dieses Jahres auswärts nicht mehr gewonnen hatte, ging die Serie von Arminia Bielefeld von neun Spielen ohne Niederlage zu Ende. „Das war wirklich nicht gut. In der zweiten Liga muss man über den Kampf ins Spiel finden, das habe ich größtenteils vermisst“, sagte Arminen-Trainer Thomas Gerstner nach dem 0:1 gegen die „Löwen” und kündigte für das Spitzenspiel gegen Kaiserslautern am kommenden Montag Konsequenzen an: „Die Mannschaft wird personell ein anderes Gesicht bekommen“.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
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