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Zweite Fußball-Bundesliga Spitzenreiter Mainz verliert - Ahlen überrascht weiter

09.11.2008 ·  Tag der Auswärtsmannschaften in der zweiten Bundesliga: Ahlen siegte auch in Duisburg. Spitzenreiter Mainz unterlag Augsburg zuhause mit 0:3. Oberhausen gewann bei 1860 München. Duisburgs Trainer Bommer wurde nach dem Spiel entlassen.

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Die „Wundertüte“ zweite Fußball-Bundesliga ist auch nach zwölf Spieltagen für Überraschungen gut. Kellerkind SV Wehen Wiesbaden verpasste dem 1. FC Kaiserslautern eine bittere Lektion, und Schlusslicht FSV Frankfurt riss den 1. FC Nürnberg aus allen derzeitigen Aufstiegsträumen (siehe auch: Zweite Liga: Lautern stolpert in Wehen).

Und die Serie der Favoritenstürze ging am Sonntag weiter. Der FC Ingolstadt entführte mit dem 3:0 bei Spitzenreiter FSV Mainz 05 drei Punkte, Rot-Weiß Oberhausen stoppte beim 1:0 die Erfolgsserie des TSV 1860 München, und Rot Weiss Ahlen sorgte mit dem 1:0 beim MSV Duisburg für Ernüchterung (siehe auch: 2. Bundesliga: Ergebnisse und Tabelle).

Mainz vergibt große Chance mit einer Heimpleite

In Rostock droht Trainer Frank Pagelsdorf der Rauswurf, nachdem Hansa beim 2:2 gegen den VfL Osnabrück eine Zwei-Tore-Führung verspielte und schon seit vier Spielen ohne Sieg ist. Die Spielvereinigung Greuther Fürth verpasste mit dem 1:1 im Derby beim FC Augsburg den Sprung auf Platz drei. Zum Abschluss des Spieltags können der SC Freiburg oder der FC St. Pauli, die sich an diesem Montag (20.15 Uhr / Live bei Premiere, im DSF und im FAZ.NET-Liveticker) im direkten Duell gegenüber stehen, mit einem Sieg auf die Aufstiegsplätze zurückkehren.

Mit der ersten Saison-Heimniederlage vergab Mainz die große Chance, die Tabellenführung vor Lautern (2:4 am Freitag in Wehen) auszubauen. Aufsteiger Ingolstadt landete eine Woche nach dem 4:0 gegen Freiburg eine weiteren Coup und dank der Tore von Vratislav Lokvenc (10. Minute), Markus Karl (34.) und Daniel Jungwirth (80.) den ersten Auswärtssieg dieser Saison.

Duisburg entlässt Trainer Bommer am Abend

Ernüchterung auch in Duisburg, wo der der vier Spielen sieglose MSV weiterhin den Ansprüchen hinterherläuft. Aufsteiger Ahlen fand dank Torschütze Lars Toborg (6.) wieder Anschluss an die Spitzenplätze. „Das ist keine schöne Situation, aber ich laufe vor schwierigen Situationen nicht davon“, sagte Duisburgs Trainer Bommer.

Wenige Stunden war er seinen Job los. „Es ist Schluss mit Bommer. Er hat zuletzt einen zunehmend zermürbten Eindruck gemacht“, begründete MSV-Chef Walter Helmich die Entlassung des Coaches am Sonntagabend. Der bisherige Co-Trainer Heiko Scholz soll die „Zebras“ als Interimslösung betreuen (siehe auch: Zweite Bundesliga: Duisburg trennt sich von Trainer Bommer ).

„Die Gremien werden sich bis Montag darüber verständigen“

In Rostock hatte Vorstandschef Dirk Grabow („Das ist ein sehr wichtiges Spiel für den Verein“) die Partie gegen Osnabrück vor dem Anpfiff auch zum Endspiel für den Hansa-Coach ausgerufen. Nach 90 Minuten herrschte Riesen-Enttäuschung bei den seit vier Spielen sieglosen Hanseaten.

Robert Lechleiter (23./43.) hatte Hansa mit 2:0 in Führung geschossen, doch Thomas Reichenberger (74.) und Marvin Braun (86.) brachten Pagelsdorf in höchste Bedrängnis. „Die Gremien werden sich bis Montag darüber verständigen“, sagte Hansas-Vorstandschef Dirk Grabow im TV-Sender „Premiere“ über einen möglichen Rauswurf von Pagelsdorf.

Fürth verpasst den Sprung auf den dritten Platz

Nach 480 Minuten ohne Gegentor musste „Löwen“-Torwart Philipp Tschauner wieder hinter sich greifen, und bei dem Treffer des Oberhauseners Mike Terranova (33.) blieb es auch. Die Erfolgsserie des zuvor sechs Partien ungeschlagenen TSV von 1860 war zu Ende, während RWO den ersten Auswärtspunkt holte.

Mit dem Remis im bayerischen Duell in Augsburg verpassten Fürth den Sprung auf den dritten Platz. Stefan Reisinger (7.) hatte die Franken in Führung geschossen, in der 60. Minute bewahrte Mourad Hdiouad die seit fünf Spielen ungeschlagenen Schwaben vor der dritten Heimniederlage.

„Ich werde kein Harakiri machen, aber rigoros vorgehen“

Beim 1. FC Nürnberg läuten nach der trostlosen Nullnummer am Freitag gegen Frankfurt die Alarmglocken. „Um den Aufstieg spielen andere, aber nicht der FCN“, hakte Kapitän Raphael Schäfer die Rückkehr ins Oberhaus ab und machte sich sogar Sorgen um den Klassenverbleib: „Wir stecken mitten im Abstiegskampf.“

Trainer Michael Oenning, der weiterhin das Vertrauen der Chefetage genießt, will den „Club“ mit einer radikalen Personalpolitik aus der Krise holen und die Stars gegen junge Spieler austauschen: „Ich werde kein Harakiri machen, aber rigoros vorgehen. Wenn es mit den Arrivierten nicht geht, werden wir es mit anderen probieren.“

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