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Donnerstag, 16. Februar 2012
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Zweite Fußball-Bundesliga Rostock erlebt 0:6-Debakel in Kaiserslautern

17.11.2008 ·  Mit der deutlichen Niederlage gegen den 1. FC Kaiserslautern hat sich der rasante Abstieg von Hansa Rostock auch nach der Entlassung von Trainer Frank Pagelsdorf fortgesetzt. Heath Pearce sah in der 64. Minute zu allem Überfluss noch die Rote Karte.

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Mit einem 0:6 (0:2)-Debakel beim 1. FC Kaiserslautern hat sich die rasante Talfahrt von Bundesliga-Absteiger Hansa Rostock auch nach der Entlassung von Trainer Frank Pagelsdorf fortgesetzt. Das von Interimscoach Juri Schlünz betreute Team von der Ostsee stürzte am Montagabend nach einer desolaten Vorstellung beim Tabellenzweiten mit 14 Punkten auf den 14. Tabellenplatz der zweiten Fußball-Bundesliga ab.

Vor gut 27.000 Zuschauern erzielten Srdjan Lakic (8./45. Minute), Erik Jendrisek (54./83.) und Josh Simpson (69./76.) die Tore für die „Roten Teufel“, die mit 26 Punkten wieder auf einem Aufstiegsplatz stehen. Die seit nunmehr fünf Spielen sieglosen Rostocker beendeten die Partie nur zu Zehnt, nachdem Heath Pearce in der 64. Minute wegen einer Notbremse die Rote Karte gesehen hatte. Enrico Kern scheiterte zu allem Überfluss in der 72. Minute mit einem Foulelfmeter an FCK-Torwart Luis Robles, der ansonsten beschäftigungslos blieb.

„Alles verkehrt gemacht“

„Ich bin geschockt“, sagte Hansa-Manager Herbert Maronn. „Die Mannschaft hat eine katastrophale Leistung abgeliefert. Wir haben alles verkehrt gemacht, was man verkehrt machen kann. Das muss ich erst einmal verdauen.“

Die Hausherren starteten furios in die Partie und hatten nach dem frühen 1:0 durch einen Kopfball von Lakic weitere Chancen, das Ergebnis zu erhöhen. Nach einer Viertelstunde war der Schwung jedoch zunächst dahin. Die Gäste waren nun gleichwertig, ohne sich jedoch Möglichkeiten zu erarbeiten. Praktisch mit dem Halbzeitpfiff erhöhte Lakic mit seinem achten Saisontor auf 2:0, als die Hansa-Abwehr im Tiefschlaf lag.

„Nicht in Euphorie verfallen“

„Wir waren im Abschluss konsequent und effektiv, dürfen jetzt aber nicht in Euphorie verfallen“, sagte FCK-Coach Milan Sasic. „Ich bin abergläubig. Alle Mannschaften, die bisher hoch gewonnen haben, haben das nächste Spiel verloren. Das soll uns eine Lehre sein.“

Auch beim dritten Gegentreffer durch Jendrisek sah die Rostocker Hintermannschaft schlecht aus. Nach dem Feldverweis gegen Pearce, der Sidney Sam umriss, brachen alle Dämme. „Die Mannschaft ist auseinandergefallen“, rügte Schlünz. Der nach einem Mittelfußbruch lange verletzte Simpson nutzte die Schwächen der Rostocker nach seiner Einwechslung zu einem Doppelschlag. Für die seit April vor heimischem Publikum unbesiegten Pfälzer rundete Jendrisek den höchsten Saisonsieg ab.

1. FC Kaiserslautern - Hansa Rostock 6:0 (2:0)
Kaiserslautern:
Robles - Dick, Ouattara (82. Hornig), Amedick, Bugera - Bellinghausen - Sam, Dzaka (74. Demai), Jendrisek - Hesse (46. Simpson), Lakic. - Trainer: Sasic
Rostock: Hahnel - Fillinger, Orestes, Gledson, Pearce - Bülow - Langen (60. Bartels), Kern, Rahn (67. Oczipka) - Lechleiter, Schindler. - Trainer: Schlünz
Schiedsrichter: Deniz Aytekin (Nürnberg)
Tore: 1:0 Lakic (8.), 2:0 Lakic (45.+1), 3:0 Jendrisek (54.), 4:0 Simpson (69.), 5:0 Simpson (76.), 6:0 Jendrisek (83.)
Zuschauer: 27.199
Rote Karte: Pearce nach einer Notbremse (64.)
Gelbe Karten: Dzaka (2) - Orestes (2), Bartels (3), Lechleiter
Bes. Vorkommnis: Kern hält Foulelfmeter von Robles (72.)

Quelle: dpa
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