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Zweite Fußball-Bundesliga Neue Hoffnung für die „Zebras“

 ·  Duisburg liegt schon 0:2 zurück und dreht das Spiel gegen Regensburg noch. Zudem naht finanzielle Rettung. Bochum gelingt ein hoher Sieg im Abstiegskampf. Und Dresden verpasst drei Punkte - weil 1860 spät noch trifft.

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© dpa Vergrößern Wohin führt der Weg der Duisburger? Zunächst geht es ein wenig nach oben

Jos Luhukay ließ sich von der vorweihnachtlichen Stimmung inspirieren und griff gleich in die oberste Schublade der Vokabelkiste. „Die Hinrunde war wirklich ein Traum“, befand der Trainer von Hertha BSC. Zur Weihnachtspause stehen die Zeichen beim Fußball-Zweitligisten aus Berlin klar auf Wiederaufstieg.

Dank des 2:1-Sieges über den FSV Frankfurt und abermaliger Strauchler der Konkurrenz hat Luhukays Team nun schon zehn Punkte Vorsprung auf den Relegationsrang. Fürs Erste übertrumpften die Berliner gar Eintracht Braunschweig an der Spitze - der Tabellenführer braucht am Montag (20.15 Uhr / Live im 2. Bundesliga-Ticker bei FAZ.NET) drei Punkte gegen Hertha-Lokalkontrahent Union, um vorne zu bleiben.

Hinter den beiden Liga-Dominatoren scheint es fast, als würden sich die Verfolger in Stehversuchen üben. Der Dritte 1. FC Kaiserslautern unterlag dem VfR Aalen mit 0:1 und verlor wie der Tabellenvierte Energie Cottbus (0:3 bei Erzgebirge Aue) weiter mächtig an Boden. Auch 1860 München verpasste es, näher heranzurücken - die „Löwen“ enttäuschten am Sonntag beim 1:1 gegen Dynamo Dresden. Guillermo Vallori (80. Minute) glich die Gästeführung durch Cheikh Gueye (61. Minute) immerhin noch aus und sicherte einen Zähler.

Für die Pfälzer war es gar die dritte Niederlage in Serie - alles andere als die Bilanz eines potentiellen Aufsteigers. „Wir müssen uns jetzt zusammensetzen und die vergangenen Wochen analysieren, denn so geht es nicht weiter“, erkannte Lauterns Kapitän Albert Bunjaku. Ähnlich angefressen waren die „Aufstiegs-Verweigerer“ („Bild“-Zeitung) aus Cottbus, deren Niederlage in Aue allerdings durch einen umstrittenen Elfmeter eingeleitet wurde. „Es kann eigentlich nicht schlimmer kommen. Das ist ein Scheißende für dieses Jahr“, klagte Energie-Verteidiger Konstantin Engel.

Davon kann bei der Berliner Hertha keine Rede sein. Seit vier Monaten und 17 Punktspielen ist der Erstliga-Absteiger ungeschlagen, der maue Saisonstart längst vergessen. Gegen Frankfurt bewiesen Luhukays aufstiegswillige Profis Comeback-Qualitäten, als Marcel Ndjeng und der Brasilianer Ronny in den letzten acht Minuten den zwischenzeitlichen Rückstand noch in einen Sieg umwandelten.

Spannend bleibt die Lage in der Winterpause im Tabellenkeller. Fünf Vereine müssen sich als akut abstiegsgefährdet betrachten, Letzter bleibt Jahn Regensburg. Und das trotz einer komfortablen 2:0-Führung beim MSV Duisburg, die Francky Sembolo (11.) und André Laurito (40.) herausgeschossen hatten. Doch wie schon so oft in dieser Saison brachen die Oberpfälzer ein - und verloren nach Duisburger Toren von Goran Sukalo (52.), Ranisav Jovanovic (62.), Sören Brandy (63.) und Daniel Brosinski (88.) noch mit 2:4.

Für den MSV Duisburg gab es noch eine weitere positive Nachricht. Nach Angaben von Geschäftsführer Roland Kentsch sei die bedrohliche finanzielle Lage vorerst bereinigt, die Liquiditätslücke geschlossen und die Saison damit gesichert. Durch erweiterte Sponsoring-Aktivitäten kamen mehr als vier Millionen Euro in die Kasse. Zwischenzeitlich war von einem Engpass von vier bis fünf Millionen Euro die Rede gewesen. Auch Vereinsmäzen Walter Hellmich, der ehemalige MSV-Präsident, stand dem Traditionsverein finanziell ein weiteres Mal bei.

Der VfL Bochum fuhr derweil im Kampf um den Klassenverbleib einen wichtigen Erfolg gegen den SC Paderborn ein - Mirkan Aydin (17./72.), Leon Goretzka (40.) und Kevin Scheidhauer (80.) trafen beim 4:0. Weiter auf und ab geht es beim 1. FC Köln. Sechs Siege, acht Remis, fünf Pleiten - die Domstädter gehen mit einer mäßigen Bilanz in die Weihnachtspause, haben andererseits aber auch nur sechs Zähler Rückstand auf den Relegationsrang. Es passt zur Kölner Lage, dass am Wochenende das Kopfschütteln über die Punktverluste beim 0:0 gegen den SV Sandhausen überwog. „Das Ergebnis war nicht befriedigend, aber wir müssen die Situation annehmen“, befand Coach Holger Stanislawski. Noch darf er auf eine Aufholjagd im kommenden Jahr hoffen.

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