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Zweite Fußball-Bundesliga Manipulationsalarm vor dem Spiel Oberhausen gegen 1860

06.12.2009 ·  Tag der Auswärtsmannschaften in der zweiten Bundesliga - alle drei Spiele gingen an die Gäste. Beim Spiel zwischen Rot-Weiß Oberhausen und 1860 München hat ein Manipulationsalarm für Wirbel gesorgt.

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Unmittelbar vor dem Zweitligaspiel zwischen Rot-Weiß Oberhausen und 1860 München (0:1) am Sonntag hat es nach Angaben des Deutschen Fußball-Bundes „ungewöhnliche Ausschläge auf dem internationalen Wettmarkt“ gegeben. Das sagte DFB-Vizepräsident Rainer Koch der Deutschen Presse-Agentur dpa: „Deshalb haben wir den Schiedsrichterbeobachter Hellmut Krug vor Spielbeginn in die Mannschafts- und Schiedsrichterkabinen gebeten mit dem Hinweis, dass das Spiel im Hinblick auf mögliche Unregelmäßigkeiten im Ablauf besonders kritisch überwacht wird.“ Das sei das „generelle Vorgehen“ bei solchen Hinweisen und komme „nicht jedes Wochenende, sondern nur bei gravierenden Ausschlägen“ vor, sagte Koch.

Der Sportliche Leiter von Oberhausen, Hans-Günter Bruns, kritisierte den DFB für den überraschenden Besuch vor der Partie: „Ich finde die Vorgehensweise unfassbar: Sieben, acht Minuten vor Spielbeginn in die Kabinen zu kommen und zu sagen, dass das Spiel unter Manipulationsverdacht steht. Das ist kaum zu glauben, wie tief sollen wir noch im deutschen Fußball sinken.“ Der Treffer des Tages resultierte aus einem Eigentor von RWO-Profi Marinko Miletic in der 63. Minute. „Uns war vor dem Spiel bewusst, dass jeder Fehler auf die Goldwaage gelegt wird. Bevor mir keiner das Gegenteil beweisen kann, stehe ich zu tausend Prozent zu unserer Mannschaft, dass da nichts passiert“, sagte Bruns am Sonntagabend.

Kaiserslautern und Pauli marschieren

Kaiserslautern und St. Pauli marschieren unterdessen unaufhaltsam der Fußball-Bundesliga entgegen, aber im Rennen um die Herbstmeisterschaft in Liga zwei haben die Pfälzer nach fünfzehn Spieltagen die Nase vorn. Nach dem 1:0 bei Hansa Rostock kann sich der 1. FC Kaiserslautern bereits am Freitag (18.00 Uhr / FAZ.NET-2. Bundesliga-Liveticker) mit einem Sieg über TuS Koblenz vorzeitig zum „Winterkönig“ krönen und langsam schon für die Rückkehr ins Oberhaus planen.

Seit Einführung der eingleisigen zweiten Liga stand der Herbstmeister in acht von 16 Fällen auch nach vierunddreißig Spieltagen an der Tabellenspitze. Von den prominenten Mitbewerbern um die Aufstiegsplätze halten nur Arminia Bielefeld trotz des bitteren 2:3 am Freitag in Düsseldorf und der MSV Duisburg mit den Spitzenteams mit. Die seit sechs Spielen ungeschlagenen „Zebras“ gewannen am Sonntag dank des Dreierpacks von Ivica Grlic beim SC Paderborn mit 3:1 und schlossen bis auf drei Punkte auf den Aufstiegs-Relegationsplatz auf.

„Erst in der zweiten Halbzeit war die Power da“, sagte MSV-Trainer Milan Sasic nach dem dritten Auswärtssieg in Folge und geriet nach dem ersten Dreierpack von Ivica Grlic ins Schwärmen: „Er hat seine Qualitäten mit drei wunderschönen Toren gezeigt“. Der frühere Bundesligaverein Karlsruher SC gewann zwar bei Schlusslicht Rot Weiss Ahlen nach Toren von Lars Stindl (2) und Alexander Iaschwili mit 3:1, liegt aber elf Punkte hinter dem Tabellenzweiten FC St. Pauli, der sich am Samstag beim 5:1 in Koblenz in Erstligaform präsentierte.

„Wir haben wirklich einen Lauf“

Für Möchtegern-Aufsteiger TSV 1860 München ist der Zug in Richtung Bundesliga längst abgefahren - nach dem 1:0 bei Rot Weiß Oberhausen (Eigentor Marinko Miletic) können die „Löwen“ aber Luft im Kampf um den Klassenverbleib holen. Erstliga-Absteiger Energie Cottbus fehlen nach dem 1:1 im Ostderby am Freitag bei Union Berlin 13 Zähler auf Platz zwei.

Auch die Spielvereinigung Greuther Fürth und Alemannia Aachen haben mit dem Aufstieg derzeit nichts zu tun. Beide Teams stehen sich an diesem Montag (20.15 Uhr / FAZ.NET-2. Bundesliga-Liveticker) im Krisengipfel gegenüber. (siehe: Zweite Liga: Kaiserslautern und St. Pauli setzen sich oben ab und Zweite Liga: Düsseldorf schlägt Bielefeld - Kein Sieger im Ostderby)

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