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Zweite Fußball-Bundesliga Mainz steigt auf - Nürnberg darf in die Relegation

24.05.2009 ·  Das Aufstiegsrennen war schnell entschieden: Der FSV Mainz 05 fertigte Oberhausen ab und stieg in die Bundesliga auf. Nürnberg erhält eine zweite Chance gegen Cottbus. Das gilt für Osnabrück im Keller. Ansonsten war Tag des offenen Tores in Liga zwei.

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Mainz hat als zweiter Aufsteiger nach dem SC Freiburg das Klassenziel erreicht - Nürnberg und Osnabrück müssen nachsitzen. Beim Saisonfinale der zweiten Fußball-Bundesliga ließ der FSV Mainz 05 nach der 4:0-Gala am Sonntag gegen Rot-Weiß Oberhausen die Champagnerkorken knallen (siehe auch: Die aktuelle Tabelle der zweiten Fußball-Bundesliga). „Das war eine großartige Leistung. Wir freuen uns auf die Bundesliga, und ich glaube, die Bundesliga freut sich auch auf uns“, sagte Präsident Harald Strutz, der auch dem früheren Trainer Jürgen Klopp im Moment des Jubels einen Gruß nach Dortmund übermittelte: „Jürgen Klopp, Auftrag erfüllt. Wir sehen uns wieder!“

„Ich bin sehr stolz. Wir haben eine geile Truppe“, sagte der strahlende Trainer Jörn Andersen nach seinem 100. Zweitligaspiel. Zwei Jahre nach dem Abstieg war der zweite Bundesligaaufstieg nach 2004 in der Vereinsgeschichte perfekt. „Die sind alle so bekoppt hier, die würden am liebsten das ganze Jahr so feiern“, meinte Manager Christian Heidel (siehe auch: Mainz steigt auf: Andersen stürmt heraus aus dem Klopp-Schatten).

Für den 1. FC Nürnberg geht nach dem 2:1-Derbysieg über den TSV 1860 München die Saison weiter. In den Relegationsspielen gegen Energie Cottbus am Donnerstag (18.00 Uhr) und Pfingstsonntag (15.30 Uhr) kann der Altmeister mit Verspätung den Aufstieg perfekt machen. Auch der VfL Osnabrück muss den Urlaub verschieben, nach dem 1:4 beim MSV Duisburg geht es für Zweitliga-Sechzehnte am Freitag (20.30 Uhr) und am Pfingstmontag (15.30 Uhr) gegen die Drittligamannschaft des SC Paderborn um den Klassenverbleib.

In Nürnberg blieb das Wunder vom Direktaufstieg aus

Als in Freiburg der ehemalige Sportclub-Torwart Richard Golz nach dem 4:3 gegen den 1. FC Kaiserslautern dank des späten Doppelschlags von Mohamadou Idrissou den Breisgauern die erstmals ausgespielte Meisterschale überreichte, waren in Mainz längst die Narren los. Srdjan Baljak und Aristide Bancé jeweils per Doppelpack verwandelten im 100. Zweitligaspiel von Trainer Jörn Andersen das mit 20.300 Zuschauern ausverkauften Stadion am Bruchweg in ein Tollhaus. Zwei Jahre nach dem Abstieg war der zweite Bundesligaaufstieg nach 2004 in der Vereinsgeschichte perfekt.

In Nürnberg blieb das Wunder vom Direktaufstieg aus. Dennoch wurde nach dem Sieg gegen die seit elf Spielen sieglosen „Löwen“ vor 46.780 Zuschauern in der vollen WM-Arena gefeiert. Marek Mintal (34. Minute) erzielte seinen 16. Saisontreffer, muss die Torjägerkrone aber mit Aachens Benjamin Auer und dem Duisburger Cedrick Makiadi teilen. Christian Eigler (30.) hatte den „Club“ in Führung geschossen. Benjamin Lauth gelang mit seinem 15. Saisontor der Anschlusstreffer. „Glückwunsch an Mainz. Sie haben eine tolle Serie gespielt“, gratulierte Trainer Michael Oenning dem Aufsteiger, „jetzt freuen wir uns auf die Spiele gegen Cottbus. Dort wollen wir bestehen und zu Hause dann alles regeln.“

Für Sportdirektor Martin Bader und Trainer Michael Oenning hat das Nachsitzen Folgen. Bader muss den geplanten Besuch des DFB-Pokalfinales in Berlin streichen, und Oenning auf die Reise nach Rom verzichten, wo er am Mittwoch beim Champions League-Finale als Co-Kommentator am Premiere-Mikrofon sitzen sollte. Ein Gutes haben aber die Duelle mit Cottbus: Rund eine halbe Million Euro fließen durch das Heimspiel am Pfingstsonntag in die Kasse des Traditionsklubs.

Alemannia Aachen nimmt Abschied vom Tivoli-Stadion

Im Rennen um den 16. Platz blieb Osnabrück auf der Strecke, obwohl alle drei direkten Konkurrenten patzten. Nach der Pleite beim MSV Duisburg, für den Thiago Maicon (2), Makiadi und Dorge Rostand Kouemaha trafen, muss der VfL auf die Relegation gegen Paderborn hoffen. Hansa Rostock rettete beim 1:1 beim SV Wehen Wiesbaden durch Mario Fillingers Ausgleich seine Bilanz von elf Spielen ohne Niederlage und bleibt ebenso in der Liga wie der FSV Frankfurt (0:2 in St. Pauli) und TuS Koblenz, die beim FC Ingolstadt mit 0:4 verlor.

Ingolstadt, das nach Toren von Michael Wenczel, Ersin Demir, Zecke Neuendorf und Steffen Wohlfarth den ersten Sieg im Jahr 2009 landete, und Wiesbaden standen bereits als Absteiger fest. Die zum wiederholten Mal am Aufstieg gescheiterte Spielvereinigung Greuther Fürth feierte mit dem 4:2 bei Rot-Weiss Ahlen ein halbwegs versöhnliches Saisonende. Alemannia Aachen nahm mit einem 4:0 gegen den FC Augsburg Abschied vom Tivoli-Stadion. Kapitän Matthias Lehmann, der den Klub verlassen wird, Senyi Olanjenbesi, Manuel Junglas und Auer trafen für die Alemannen.

Der 34. Spieltag der zweiten Bundesliga:

SV Wehen Wiesbaden - Hansa Rostock 1:1 (1:0)
Rot-Weiß Ahlen - Spielvereinigung Greuther Fürth 2:4 (1:2)
FC Ingolstadt - TuS Koblenz 4:0 (2:0)
1. FC Nürnberg - 1860 München 2:1 (2:0)
MSV Duisburg - VfL Osnabrück 4:1 (2:0)
Alemannia Aachen - FC Augsburg 4:0 (3:0)
FC St. Pauli - FSV Frankfurt 2:0 (1:0)
FSV Mainz 05 - Rot-Weiß Oberhausen 4:0 (2:0)
SC Freiburg - 1. FC Kaiserslautern 4:3 (2:1)

Quelle: FAZ.NET
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