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Donnerstag, 20. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Zweite Fußball-Bundesliga Keine Fans, keine Tore

 ·  Die ausgesperrten Zuschauer beim „Geisterspiel“ in Dresden verpassen nichts. Auch in Cottbus gibt es keinen Sieger. Ein eindrucksvoller Sieg im Aufstiegsrennen der zweiten Bundesliga gelingt hingegen Eintracht Frankfurt.

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© dpa Zweiundzwanzig Spieler, aber keine Fans - in Dresden fand ein „Geisterspiel“ statt

Topfavorit Eintracht Frankfurt und Wintermeister Fortuna Düsseldorf lassen die „Unaufsteigbaren“ aus Fürth in der zweiten Fußball-Bundesliga nicht entkommen. Die Siegvorlage des Tabellenführers konterten die Verfolger am 25. Spieltag mit eigenen Erfolgen.

Die Eintracht siegte am Sonntag beim Schlusslicht Hansa Rostock mit 5:1. „Das Spiel ist höher ausgefallen, als es der Spielverlauf hergegeben hat“, kommentierte Trainer Armin Veh. Die Düsseldorfer wurden ihrer Favoritenrolle mit einem 3:1-Heimsieg gegen Erzgebirge Aue ebenfalls gerecht. Das Führungstrio konnte am Wochenende nicht nur die eigenen erfolgreiche Arbeit bejubeln.

Denn nach dem SC Paderborn, der am Freitagabend beim 0:0 gegen den VfL Boachum im eigenen Stadion zwei Punkte eingebüßt hatte, wurde auch die Aufholjagd des TSV 1860 München am Samstag mit einer 1:3-Pleite beim FSV Frankfurt jäh gestoppt.

„Wir reden zwar nicht von Aufstieg, trotzdem wollen wir oben dabei sein“, erklärte ein entäuschter Torwart Gabor Kiraly. Das Aufstiegsrennen ist bleibt damit weiter ein Fünfkampf. Fürth liegt mit 53 Punkten weiter knapp vor Frankfurt (52), Düsseldorf (51) und Paderborn (50.). Aufschließen kann am Montag (20.15 Uhr / Live im F.A.Z.-Ticker) noch der FC St. Pauli (47) mit einem Heimsieg gegen den Karlsruher SC.

Beim „Geisterspiel“ ohne Zuschauer in Dresden mussten sich die Fans von Dynamo und des FC Ingolstadt nicht grämen, dass sie nicht ins Stadion durften. Die vor dem Stadion versammelten Zuschauer, deren Rufe bis in die Arena zu hören waren, verpassten nicht viel.

Dresdens Sportchef Steffen Menze verspürte „Freundschaftsspiel-Charakter“, sein Verein durfte sich über die Einnahmen aus über 40.000 verkauften „Geister-Tickets“ freuen. „Ich bin froh, dass unsere Fans beim nächsten Spiel wieder im Stadion sind“, sagte Dresdens Christian Fiel.

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Vor dem Stadion versammelten sich die Anhänger und protestierten gegen die Sperre © dpa Vor dem Stadion versammelten sich die Anhänger und protestierten gegen die Sperre

Ohne Sieger blieb auch die Partie in Cottbus. Routinier Ivica Banovic (69.) bewahrte Energie mit dem 1:1-Ausgleich vor einer Heimniederlage gegen Aufsteiger Eintracht Braunschweig, der durch einen Kopfball von Ermin Bicakcic (40.) in Führung gegangen war.

Gleich der erste gefährliche Angriff stellte für die Eintracht die Weichen auf Sieg in Rostock. Benjamin Köhler schloss den schnellen Vorstoß mit einem kaltschnäuzigen Rechtsschuss ab (13.). Köhler war auch an den Treffern von Gordon Schildenfeld (42.) und Sonny Kittel (77.) beteiligt. Sebastian Rode (84.) und Mohamadou Idrissou (87.) legten nach.

Eintracht-Boss Heribert Bruchhagen hatte beim TV-Sender Sky zur Pause noch Kritik geübt: „Unser Spiel war genauso zerfahren wie das des Gegners. Wir müssen noch konzentrierter zu Werke gehen.“

„Dann steigen sie nie mehr auf“

Die angeblich unaufsteigbaren Fürther wollen es in diesem Jahr unbedingt wissen. Torjäger Olivier Occean hatte am Freitagabend mit seinem 13. Saisontreffer den 1:0-Sieg gegen Aachen gesichert. „Wir sind froh, dass wir dieses schwere Spiel gewonnen haben“, erklärte Trainer Mike Büskens. Für Aachens Coach Friedhelm Funkel ist die Sache klar: „Fürth hat nun noch St. Pauli und Düsseldorf zu Hause - wenn sie heuer nicht aufsteigen, dann schaffen sie es nie mehr.“

Auch Fortuna Düsseldorf ist nach einem Zwischentief zurück. Beim 3:1-Heimsieg am Samstag gegen Aue wendeten nach dem „Schockerlebnis“ (Trainer Norbert Meier) eines frühen Rückstandes Maximilian Beister, Ken Ilsö und Thomas Bröcker die Partie. „Alle drei Treffer waren wunderbar herausgespielt“, frohlockte Meier. Der Gegner verlor vor über 30.000 Zuschauern zudem Pierre Le Beau durch Rote Karte (74.).

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
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