Zweitliga-Spitzenreiter Spielvereinigung Greuther Fürth bleibt dank Torjäger Olivier Occean auf Aufstiegskurs. Mit seinem 12. Saisontor in der 78. Minute ebnete der kanadische Fußball-Profi den Franken am Freitagabend den Weg zum 2:0 (0:0)-Sieg beim vom Abstieg bedrohten MSV Duisburg. In der Nachspielzeit erhöhte Robert Zillner auf 2:0.
Der Spitzenreiter tat sich vor 10.077 Zuschauern in der Duisburger Arena lange schwer, ehe der 15. Saisonsieg feststand. Der Druck auf MSV-Coach Oliver Reck wird nach der fünften Pleite hintereinander immer größer. Die Mannschaft von Trainer Michael Büskens blieb lange blass und konnte sich kaum Torchancen erarbeiten.
Vor allem nach der verletzungsbedingten Auswechslung des früheren Nationalspielers Gerald Asamoah (Zerrung) in der 38. Minute kam ein Bruch ins Spiel. Der Tabellen-14. aus Duisburg war lange ein ebenbürtiger Gegner und hätte durch Jürgen Gjasula und Goran Sukalo sogar in Führung gehen können. Am Ende aber erwiesen sich die Fürther als abgeklärter und kamen durch Occean und Zillner zum späten Erfolg.
Im zweiten Spiel des Freitags verpasste der FC Ingolstadt im Kampf gegen den Abstieg einen weiteren Sieg. Die Oberbayern sind zwar seit sieben Spielen ungeschlagen, mussten in der Nachspielzeit beim 3:3 (1:1) gegen den 1. FC Union Berlin aber noch den Ausgleich durch Markus Karl (90.+2) hinnehmen.
Vor 6264 Zuschauern sahen die Gastgeber durch Tore von Adam Nemec (33./72.) und Andreas Buchner (77.) bei zwei Gegentreffern von Chinedu Ede (35.) und Simon Terodde (48.) schon wie die glücklichen Sieger aus.
Nach dem 0:1 zu Hause gegen 1860 München starteten die Gäste aktiver, um die magere Auswärtsbilanz aufzubessern. Doch nach guten Chancen gerieten sie wie aus dem Nichts in Rückstand. Florian Heller bediente vom linken Flügel aus den mitgelaufenen Nemec, der aus 15 Metern mit einem fulminanten Schuss in den Winkel abschloss. Praktisch im Gegenzug fiel der Ausgleich durch den starken Ede, der von Terodde in Szene gesetzt wurde.
Gleich nach dem Wiederanpfiff traf Terodde an seinem 24. Geburtstag nach präzisem Zuspiel von Michael Parensen zur Führung. Berlin blieb besser, Ingolstadt im Abschluss clever. Eine Woche nach dem Sieg in Rostock ließen die herausragenden Nemec und Buchner die Gastgeber-Elf wieder jubeln - bis in der letzten Aktion das 3:3 folgte.
Am Abend hat es der VfL Bochum verpasst, Wiedergutmachung für die deutliche 2:6-Niederlage in Fürth zu betreiben. Die Mannschaft von Trainer Andreas Bergmann verlor vor eigenem Publikum gegen Dynamo Dresden 0:2 (0:1) und musste die Sachsen damit an der Tabelle vorbeiziehen lassen. Bochums Leihgabe an Dresden, Zlatko Dedic, brachte Dynamo bereits nach elf Minuten in Führung, Pavel Fort schloss kurz nach Wiederanpfiff zur zweiten Halbzeit einen Konter nervenstark zum zweiten Treffer ab.