Zweitliga-Spitzenreiter Fortuna Düsseldorf ist nach der Winterpause nur mit Mühe aus den Startlöchern gekommen. Die Rheinländer mussten sich am Samstag bei der runderneuerten Mannschaft des FC Ingolstadt mit einem 1:1 (1:1) begnügen.
Durch das Remis rückte der SC Paderborn (42 Punkte) im Fußball-Unterhaus bis auf einen Zähler an die Fortunen heran. Eintracht Frankfurt (39) kann am Sonntag (13.30 Uhr / Live im F.A.Z.-Ticker) mit einem Sieg gegen Eintracht Braunschweig noch zum Überraschungsteam aus Ostwestfalen aufschließen.
In einer ausgeglichenen ersten Hälfte hielt Jens Langeneke den Tabellenführer dank eines umstrittenen Foulelfmeters (30. Minute) im Spiel, nachdem José Alex Ikeng (24.) die abstiegsgefährdeten Oberbayern per Kopf in Führung gebracht hatte.
Im zweiten Abschnitt trat die Fortuna zwar überlegener auf, blieb aber vor dem Tor zu wenig zwingend. Die beste Chance vergab Maximilian Beister (48.). Wenig später durfte sich Trainer Norbert Meier auch noch über die Gelb-Rote Karte für seinen Kapitän Andreas Lambertz (67.) ärgern, der im Spitzenspiel kommende Woche gegen Eintracht Frankfurt fehlen wird.
Auch der FC St. Pauli erlitt im Aufstiegsrennen einen Rückschlag. Im ersten Spiel nach der Winterpause verloren die Hanseaten in der zweiten Partie am Samstag bei Alemannia Aachen mit 1:2 (1:2).
Mit einem Zähler Rückstand auf den Relegationsplatz bleiben die Hamburger aber in Schlagdistanz zur Spitze. Aachen holte dank Benjamin Auer (13. Minute/Foulelfmeter) und Aimen Demai (15.) drei wichtige Punkte im Abstiegskampf. St. Paulis Kapitän Fabian Boll (39.) gelang vor 22.752 Zuschauer nur das Anschlusstor.
Die Partie begann mit einem Paukenschlag: Schon nach 15 Minuten führte Aachen 2:0. Erst traf Auer per Elfmeter, nachdem Albert Streit bei seinem Comeback im bezahlten Fußball nach fast drei Jahren von Carlos Zambrano gefoult worden war. Kurz darauf traf Demai.
Doch St. Pauli steckte nicht auf und schaffte auf dem gefrorenen Boden noch vor der Pause den Anschluss. In der zweiten Hälfte waren die Gäste dann zwar tonangebend, doch in der Offensive gelang ihnen bis auf ein wegen Abseits aberkanntes Tor von Mahir Saglik (69.) und einer Großchance von Florian Bruns (83.) nicht viel.