Jubel bei Fortuna Düsseldorf, Erleichterung beim FC St. Pauli: Herbstmeister Fortuna hat seine Schwächephase in der zweiten Fußball-Bundesliga beendet und mit dem 1:0 (0:0) gegen den FSV Frankfurt wieder Kurs auf das Oberhaus genommen.
Dank eine Treffers von Fin Bartels in letzter Minute bezwang der FC St. Pauli daheim Union Berlin mit 2:1 (0:1) und wahrte damit seine Chancen im Aufstiegsrennen. Spitzenreiter Spielvereinigung Greuther Fürth kam bei Eintracht Braunschweig nur zu einem 0:0. Hansa Rostock setzte mit dem 1:0 (0:0) bei Energie Cottbus seinen Aufwärtstrend fort.
Fürth trumpfte in Braunschweig nicht wie gewohnt auf. Nach vorne lief für die Franken wenig zusammen, und hinten stand die beste Abwehr der Liga wiederholt alles andere als sicher. So verpasste Braunschweigs Randy Edwini-Bonsu in der 29. Minute nur knapp, wenig später vergab der Kanadier aus kurzer Distanz (38.). Zur Halbzeit konnte sich Fürth über ein glückliches Remis freuen.
Auch nach dem Wechsel kam das Spiel des Spitzenteams von Trainer Mike Büskens nicht wie gewohnt in Fahrt. Braunschweig vergab beste Chancen - und so konnten sich die Franken am Ende über einen glücklichen Punktgewinn freuen. Allerdings könnte Eintracht Frankfurt mit einem Sieg am Mittwoch gegen den FC Ingolstadt (17.30 Uhr / Live im F.A.Z.-Ticker) wieder zu den Franken aufschließen.
Drei Tage nach dem 3:3 beim FSV Frankfurt musste St. Pauli abermals einem Rückstand hinterherlaufen. Nach einer Ecke köpfte Markus Karl zur Gäste-Führung ein (32.). Der neue Rückschlag setzte den Hausherren zu, bis einmal mehr Max Kruse (51.) für Hoffnung sorgte.
Nach der Gelb-Roten Karte für Berlins Maurice Trapp (65.) ging St. Pauli voll in die Offensive. Doch als Marius Ebbers (80.) fairerweise zugab, dass seinem vermeintlichen 2:1 ein Handspiel vorausging und Referee Tobias Welz den Treffer folgerichtig nicht gab, rechnete alles mit einem Unentschieden. Bis Bartels in der Nachspielzeit (90.+1) die St. Paulianer doch noch jubeln ließ.
Auch Düsseldorf konnte nach zuletzt vier Spielen ohne Sieg wieder jubeln. Als Reaktion auf die Pleite in Rostock hatte Coach Norbert Meier sein Team gegen den FSV Frankfurt auf gleich drei Positionen verändert.
Mehr Schwung bekam das Spiel des Herbstmeisters dadurch zunächst nicht. Doch kurz nach dem Wechsel brach der zur zweiten Hälfte eingewechselte Ranisav Jovanovic den Bann und sorgte per Kopf für das Tor des Abends (55.). „Das war super wichtig heute“, sagte der Matchwinner.
Rostock setzte seinen eindrucksvollen Aufwärtstrend im Tabellenkeller fort. Zwar musste Hansa beim Gastspiel in der Lausitz früh auf seinen angeschlagenen Routinier Marek Mintal verzichten, doch am Ende gab es den dritten Sieg in Serie. Dominic Peitz ließ die Gäste mit seinem späten Treffer (90.) jubeln.