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Zweite Fußball-Bundesliga Diesmal legt St. Pauli vor

17.02.2012 ·  Das Wechselspiel an der Spitze der zweiten Bundesliga geht weiter. Durch einen Sieg in Duisburg übernimmt St. Pauli vorerst Platz eins. Paderborn rettet zumindest in letzter Minute einen Punkt. Und Karlsruhe siegt im Abstiegskampf.

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© dpa Mitarbeiter des Tages: Fabian Boll ist der einzige Torschütze St. Paulis beim Sieg in Duisburg

Der FC St. Pauli hat sich zumindest für eine Nacht an die Spitze der zweiten Fußball-Bundesliga gesetzt. Die Männer vom Hamburger Kiez schlugen den MSV Duisburg am Freitagabend auswärts mit 1:0 (1:0) und verdrängten Fortuna Düsseldorf vorübergehend von Platz eins. Die Rheinländer treten erst an diesem Sonntag bei 1860 München an (13.30 Uhr / Live im F.A.Z.-Ticker).

Der SC Paderborn musste im Aufstiegskampf einen neuerlichen Dämpfer einstecken: Eine Woche nach der 1:5-Klatsche bei Greuther Fürth kamen die Ostwestfalen gegen Dynamo Dresden nur zu einem 2:2 (1:1). Der am Tabellenende feststeckende Karlsruher SC gewann zum Auftakt des 22. Spieltages gegen Energie Cottbus mit 2:0 (0:0).

Mit einem sehenswerten Kopfballtreffer brachte Fabian Boll (21. Spielminute) St. Pauli gegen das Duisburger Mittelklasse-Team in Führung. Ansonsten kamen die Hamburger in einer Partie auf mäßigem Niveau vor der Pause kaum einmal zu Torchancen.

Im Anschluss verpassten Max Kruse (49.) und Kevin Schindler (53.) auf schwerem Geläuf die 2:0-Führung. Auf der Gegenseite zielte Duisburgs Daniel Brosinski (68.) aus kurzer Distanz knapp neben das Paulianer Tor.

„Das war ein dreckiger Sieg. Aber ganz ehrlich: Wir müssen uns für den Sieg und die Tabellenführung nicht schämen“, frohlockte Paulis Offensivlenker Florian Bruns. Torschütze Boll kommentierte: „Solche Siege sind die schönsten.“ Trainer André Schubert wollte Platz eins nicht überbewerten: „Was zählt ist, dass wir drei Punkte mehr haben.“

16 Partien in Serie war Paderborn zuletzt ungeschlagen geblieben, bis das Team von Trainer Roger Schmidt in Fürth mächtig Haue kassierte. Die angestaute Wut entlud sich gegen Dresden in einem Blitzstart, schon nach drei Minuten traf Jens Wemmer zur Führung.

Ein umstrittener Elfmeter brachte die Gäste zurück ins Spiel: Paderborns Verteidiger Florian Mohr brachte Zlatko Dedic zwar klar zu Fall - allerdings knapp außerhalb des Strafraums. Referee Christian Leicher entschied dennoch auf Elfmeter, Dedic besorgte den Ausgleich (18.).

Kurz vor dem Abpfiff traf der Slowene (79.) trotz einer deutlichen Paderborner Feldüberlegenheit gleich nochmal. Der Doppeltorschütze profitierte von einem Fehler von Keeper Lukas Kruse, der den Ball per Fußabwehr vor seine Füße gelenkt hatte. In der Schlussminute sicherte Matthew Taylor den Paderbornern zumindest noch einen Zähler.

Beim KSC saß gegen Cottbus direkt der erste Schuss aufs gegnerische Tor - das allerdings dauerte bis zur 50. Minute, ehe Klemen Lavric traf. Kurz danach entschied Alexander Iaschwili (57.) gegen harmlose Gäste die Partie.

Vor der Pause hatte Mittelfeldmann Pascal Groß den besten Eindruck beim Abstiegskandidaten hinterlassen, jedoch zwei vielversprechende Möglichkeiten ausgelassen (35./41.). Die Mannschaft von Trainer Jörn Andersen setzte sich dank des Erfolges vorerst auf den 15. Tabellenrang, einem Nichtabstiegsplatz.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
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