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Zweite Fußball-Bundesliga Cottbus feiert - 1860 und Karlsruhe mit erstem Sieg

29.08.2010 ·  Perfekter Start für Cottbus in der zweiten Bundesliga: In Bielefeld gewinnt Energie auch die zweite Partie der Saison. Die Arminia indes steht mit null Punkten da. Karlsruhe macht gegen Aachen schnell alles klar. Und 1860 München besiegt Osnabrück.

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Energie Cottbus hat in der zweiten Fußball- Bundesliga einen Start nach Maß gefeiert. Am zweiten Spieltag landeten die Lausitzer mit dem 2:1 (2:0) bei Arminia Bielefeld den zweiten Saisonsieg und setzten sich als Tabellenvierter in der Spitzengruppe fest. Eine erfolgreiche Heimpremiere feierten am Sonntag der Karlsruher SC beim 3:0 (3:0) gegen Alemannia Aachen und der TSV 1860 München, der Aufsteiger VfL Osnabrück mit 3:1 (2:1) besiegte.

Für Arminia Bielefeld brechen schwere Zeiten an. Das 1:2 gegen Cottbus im Duell der einstigen Bundesligavereine besiegelte den Saison-Fehlstart der Ostwestfalen. Nach Monaten mit zwischenzeitlicher Insolvenzgefahr tun sich nun auch im sportlichen Bereich bedenkliche Probleme auf. Vor 11.443 Zuschauern bescherten Nils Petersen (42.) und Marco Kurth (45.) dem kriselnden Zweitligaklub die zweite Schlappe in Serie. Den Treffer der Gastgeber erzielte Franck Guela (69.) per Foulelfmeter. In der hektischen Schlussphase sah der Bielefelder Torschütze nach Tätlichkeit die Rote Karte (90.).

Lange Zeit erwies sich die Mannschaft von Trainer Christian Ziege als gleichwertig. Doch die leichten Feldvorteile der Arminen schlugen sich nicht in einem Plus an Torchancen nieder. Ein Doppelschlag binnen drei Minute von Petersen, der schon im ersten Saisonspiel gegen Düsseldorf (2:0) getroffen hatte, und Kurth traf die Gastgeber zum psychologisch ungünstigen Zeitpunkt kurz vor der Pause. Gleichwohl drängte er nach Wiederanpfiff mit aller Macht auf den Ausgleich, kam aber nur zum Anschlusstreffer von Guela. Mit Glück und Geschick brachten die Lausitzer den zweiten Erfolg in Serie über die Zeit.

„Die Situation lässt sich nur über sportliche Leistung beruhigen“

Ein Befreiungsschlag gelang dem Karlsruher SC: Mit einem überzeugenden 3:0 gegen Aachen feierte man den ersten Saisonsieg und dämmte die Krisenstimmung im Umfeld vorerst wieder etwas ein. Timo Staffeldt (7. Minute) sowie zweimal Macauley Chrisantus (17./34.) erzielten die Tore für den KSC, der im Vergleich zu den Niederlagen in Ingolstadt (DFB-Pokal/0:2) und Fürth (1:4) zumindest in der ersten Halbzeit eine regelrechte Leistungsexplosion zeigte.

Angesichts mehrerer Pfosten- oder Lattenschüsse von Anton Fink (3.), Alexander Iaschwili (6.) und Chrisantus (33.) hätte der Karlsruher Sieg vor 13.637 Zuschauern noch wesentlich höher ausfallen können. Der KSC war von Beginn an die deutlich aggressivere und spielerisch bessere Mannschaft, während die Aachener vor allem im Abwehrverhalten große Probleme hatten. Erst in der zweiten Hälfte kamen die Gäste gegen nachlassende Karlsruher besser ins Spiel.

Der in die Kritik geratene KSC-Coach Markus Schupp änderte nach dem missratenen Saisonstart Taktik und Aufstellung. Michael Mutzel rückte für Christian Demirtas ins Team, Godfried Aduobe für Marco Engelhardt. Dazu stellte Schupp auf ein System mit zwei Stürmern um. „Es freut mich für Markus, dass er mit seinen Umstellungen Erfolg hat“, sagte der Sportliche Leiter des KSC, Arnold Trentl bereits zur Pause. „Die Situation hier lässt sich nur über sportliche Leistung beruhigen.“

„Löwen“ dominieren Osnabrück - nur die Abwehr ist indisponiert

1860 München feierte ebenfalls eine gelungene Saison-Heimpremiere. Dank eines Doppelpacks von Stürmer Djordje Rakic und einem späten Tor von Alexander Ludwig bezwangen die „Löwen“ Aufsteiger Osnabrück völlig verdient mit 3:1 (2:1). Rakic brachte die Mannschaft von Trainer Reiner Maurer früh (12. Minute) in Front. Nach dem überraschenden Ausgleich durch Niels Hansen (28.) war der Serbe (35.) mit einem verwandelten Foulelfmeter abermals zur Stelle. Ludwig setzte den Schlusspunkt (79.). Die Niedersachsen stehen nach zwei Spieltagen noch mit leeren Händen da.

Sechs Tage nach ihrer Auswärtspleite bei Bundesliga-Absteiger VfL Bochum übernahmen die Hausherren in der mit nur 21.300 Zuschauern spärlich gefüllten Allianz Arena von Beginn an die Regie. Folgerichtig traf Rakic per Kopf zur verdienten Führung. Auch fortan war 1860 München das dominierende Team, doch gegen die indisponierte „Löwen“-Abwehr traf Hansen wie aus dem Nichts zum Ausgleich. Doch wenig später stellte Rakic nach einem Foul im Strafraum an Daniel Bierofka mit seinem bereits dritten Saisontreffer die Führung wieder her. Ludwig sorgte kurz vor Schluss mit einem fein abgeschlossenen Konter für den Endstand.

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