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Zweite Bundesliga Der MSV Duisburg trennt sich von Trainer Bommer

09.11.2008 ·  Massive Zuschauerproteste und dann eine 0:1-Heimniederlage gegen Ahlen - das war zu viel für Duisburgs Rudi Bommer. MSV-Chef Walter Hellmich entließ den Trainer des Zweitligavereins. Vorerst übernimmt Co-Trainer Heiko Scholz Bommers Posten.

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Der MSV Duisburg hat sich nach massiven Zuschauerprotesten von Trainer Rudi Bommer getrennt. „Es ist Schluss mit Bommer. Er hat zuletzt einen zunehmend zermürbten Eindruck gemacht. Mit ihm können wir unsere sportlichen Ziele nicht mehr erreichen“, sagte MSV-Aufsichtsratsvorsitzender Walter Hellmich am Sonntag.

Damit reagierte der Fußball-Zweitliga-Verein auf die anhaltende sportliche Talfahrt und beendete nur wenige Stunden nach der 0:1-Heimschlappe gegen Rot Weiss Ahlen die seit dem 1. Juli 2006 anhaltende Zusammenarbeit mit Bommer. Im Spiel am kommenden Sonntag bei der Spielvereinigung Greuther Fürth (14.00 Uhr / Live bei Premiere und im FAZ.NET-Liveticker) soll der bisherige Bommer-Assistent Heiko Scholz das Team als Interimscoach betreuen.

Hellmich: „Aus menschlicher Sicht tut es mir leid“

Nach den massiven Zuschauerprotesten während der Partie gegen Ahlen war der Trainer nicht mehr zu halten. Begleitet von lauten und andauernden „Bommer-raus“-Rufen und Protesten der Fans mühte sich der MSV vergeblich um eine Trendwende. Nach dem über weite Strecken unansehnlichen Auftritt war auch die Geduld von Hellmich aufgebraucht (siehe auch: Zweite Liga: Spitzenreiter Mainz verliert - Ahlen überrascht weiter).

Obwohl die MSV-Allmacht den Trainer noch in der Halbzeitpause in Schutz genommen und die protestierenden Fans kritisiert hatte, sprach er ein schnelles Machtwort. „Bei uns ist in den vergangenen Wochen einiges schief gelaufen. Aus menschlicher Sicht tut es mir leid, aber so ist das Geschäft“, kommentierte Hellmich.

Vor der Ahlen-Niederlage stand Bommer in der Kritik

Der Kredit, den sich Bommer mit dem Duisburger Bundesliga-Aufstieg im Jahr 2007 bei den Anhängern erworben hatte, war längst verspielt. Schon vor der Partie gegen Ahlen stand der Fußball-Lehrer mächtig in der Kritik. Noch am achten Spieltag schien es, als könne Bommer seine Kritiker besänftigen.

Denn nach dem 6:1-Kantersieg über Ingolstadt kletterte der Bundesliga-Absteiger auf den vierten Rang. Doch nach vier sieglosen Partien und dem Sturz auf den 10. Tabellenplatz sah sich die MSV-Spitze zu einem schnellen Handeln genötigt. Bommer ist nach Thomas von Heesen (Nürnberg) der zweite Trainer, der in dieser Zweitliga-Saison vorzeitig seinen Hut nehmen muss.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
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